Schallschutz

Grundlagen für die Dachplanung

Luft- und Körperschall

Gebäude müssen - um gesundheitliche Schäden der Bewohner zu vermeiden - einen ihrer Nutzung entsprechenden Schallschutz aufweisen. Unter Schall sind "Schwingungen und Wellen eines elastischen Mediums, insbesondere im Frequenzbereich des menschlichen Gehörs von etwa 16 bis 16000 Hz" zu verstehen. Dabei werden Luft- und Körperschall unterschieden. Für die Betrachtung des geneigten Daches ist nur die Dämmung gegenüber dem Luftschall von Bedeutung.

In der DIN 4109 werden Anforderungen an die Schalldämmung von Bauteilen zum Schutz gegen Lärm aus dem Innern von Gebäuden und gegen Verkehrslärm gestellt.

Anzunehmender Außenlärm
In Abhängigkeit vom vorhandenen bzw. vom zu erwartenden Außenlärm werden sieben Lärmpegelbereiche unterschieden, denen jeweils ein sogenannter "Maßgeblicher Außenlärmpegel" in Dezibel zugeordnet ist. Die entsprechenden Lärmpegelbereiche werden entweder durch Messung oder Berechnung ermittelt. In vielen Fällen kann man diese Werte auch bei den zuständigen Behörden unter Inanspruchnahme einer sogenannten Lärmkarte oder dem Bebauungsplan erfragen.

Anforderungen
Die DIN 4109 fordert weiterhin bestimmte Mittelwerte für das resultierende Schalldämm-Maß bezüglich der Luftschalldämmung von Außenbauteilen in Abhängigkeit zum Lärmpegel und unter Berücksichtigung unterschiedlicher Raumarten.

Nachweis
Der Nachweis des Schalldämm-Maßes von Dachkonstruktionen ist ohne oder mit bauakustischer Messung möglich. Die bauakustische Messung ist für Dächer notwendig, die den - im Beiblatt der DIN 4109 aufgeführten - Ausführungsbeispielen nicht entsprechen bzw. bei denen ein höheres Schalldämm-Maß zugrunde gelegt werden muss.

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