Ortsteilzentrum Friesen in Reichenbach

Schiefer als Blickfang für das Hauptgebäude

Das Baugrundstück diente bis ins Jahr 1986 als Gemeindeschuttplatz und wurde anschließend bis zum Beginn der Baumaßnahme als Garagenstandort genutzt. Nach dem Abriss von zwei Garagenzeilen war die Baufreiheit für die Errichtung des Ortsteilzentrums gegeben. Die verbliebene Garagenzeile orientiert sich rückwärtig und beeinträchtigt die neue Nutzung dadurch an dieser Stelle nicht. Sie wurde nur an ihrer Hofseite der Gesamtanlage entsprechend umgestaltet. Durch die städtebauliche Entscheidung für eine den "Drei-Seit-Höfen" entsprechende Form und durch die Auswahl der Materialien (z. B. Schiefer und Holz) nimmt der Entwurf ortstypische und regionale Gestaltungsmerkmale auf.

Gallerie

Im Osten stellt sich - parallel zu Straße und Garagenkomplex - das Langhaus als zweigeschossiger massiver Hauptbaukörper dar. Im Obergeschoss dieses Gebäudes wurden die Aufenthalts- und Versammlungsräume untergebracht, die durch ihren Saalcharakter auch sehr gut für Gemeindeversammlungen und -feste zu nutzen sind. Eine Faltwand stellt die gewünschte Flexibilität bezüglich der jeweils benötigten Raumgröße her. Darunter befindet sich die örtliche Feuerwache.
Der mittlere Baukörper beinhaltet den Jugendklub und wurde als eigenständiges Gebäude in eine offene Holzpergola eingestellt. Er orientiert sich sowohl zur Hofseite als auch zu den Sportfeldern im Südosten.

Das Projekt erhielt den Architekturpreis 2004 des BDA Sachsen und wurde im Sächsischen Landeswettbewerb 2005 für seine "hervorragende Projektlösung" im Bereich Ländliches Bauen ausgezeichnet.

Schiefer
Der Entwurf nimmt Traditionen der ländlichen Architektur des Vogtlandes auf, umgeht aber eine historisierende Anbiederung. So befindet sich auf dem 30° geneigten Dach des Haupthauses eine Schiefereindeckung, die im Hinblick auf die klare Formensprache der Gebäude als Rechteck-Doppeldeckung ausgeführt wurde.
Eine Holzbinder-Konstruktion überspannt mit konisch zulaufenden Leimholzbindern den Saal im Obergeschoss und trägt mit einer 22 mm dicken Sichtschalung aus 3-Schichtplatten (Fichtenholz) zur angenehmen Atmosphäre dieses Raumes bei. Das darauf befestigte Aufsparrendämmsystem bildet mit einer auf den Dämmstoff kaschierten OSB-Platte den Befestigungsgrund für den genagelten Schiefer.

Eine schnörkellose Dachansicht ohne Schornsteine, Gauben, Dachfenster oder dergleichen sowie die minimierten Dachränder an der Ortgang- und Traufseite verstärken den objekthaften Eindruck der Anlage.

Bautafel

Architekten: Arbeitsgemeinschaft Knoche Architekten, Stuttgart und Neumann Architekten, Werda/Vogtland
Projektbeteiligte: Rathscheck Schiefer und Dach-Systeme, Mayen (Schiefer); Dachdeckermeister Lukas Buchmann, Kirchberg (Dachdecker)
Bauherr: Große Kreisstadt Reichenbach
Fertigstellung: Juli 2004
Standort: Hauptstraße 18b, 08468 Reichenbach, Ortsteil Friesen
Bildnachweis: Neumann Architekten, Werda (1); Rathscheck Schiefer und Dach-Systeme, Mayen (2-4)

Baunetz Architekten

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Das Foyer mit Ausrichtung zur Kaiserstraße und seitlichen Klostergasse hin ist durch Stahlstützen gefasst – eine Reminiszenz an den Vorgänger aus Fachwerk (Ostansicht)

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