Algenfassaden für ein gesundes Stadtklima
Forschung der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung
Die Veralgung von Wärmedämmverbundsystemen ist gemeinhin als Problem und ästhetischer Bauschaden bekannt. Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) möchte diesen Nachteil zum Vorteil machen: Betonfassaden sollen planmäßig mit einem Algenbiofilm ausgestattet werden. 2024 ist der Abschlussbericht des Projekts Algenbiofilm-Fassaden für reinere Luft und ein verbessertes Stadtklima als Online-Publikation erschienen.
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Unterstützt wurde das BAM mit einer Förderung aus Bundesmitteln des Innovationsprogramms Zukunft Bau. Ziel war es, ein Betonsubstrat zu entwickeln, das einen großflächigen und beständigen Biofilm ermöglicht. Als Alternative zu konventioneller Fassadenbegrünung sollen Algenbiofilm-Fassaden einen wesentlichen Beitrag zur Reduzierung von Luftschadstoffen im innerstädtischen Bereich leisten, die Artenvielfalt erhöhen und den Hitzeinsel-Effekt dämpfen.
Im Projekt wurden Labor- und Freibewitterungsversuche unternommen und das Potenzial zur Bindung von Luftschadstoffen sowie die Produktion von Verdunstungskühle gemessen und bewertet. Die dazu erstellten Prototypen begutachtete auch eine Gruppe von Architekten. Grundsätzlich konnten die Forschenden verifizieren, dass die Kombination aus Betonsubstrat und Biofilm Luftschadstoffe bindet und in den Sommermonaten Verdunstungskühle bereitstellt.
Der Abschlussbericht kann – neben weiteren Publikationen des Innovationsprogramms Zukunft Bau – über die Webseite des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung heruntergeladen werden (siehe Surftipps).
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