KNX-Bussystem

Offener Standard für die Haus- und Gebäudesystemtechnik

Der Installationsbus KNX ist ein offenes, genormtes Bussystem für die flexible Elektroinstallation. Er verbindet elektrische Anlagen und Geräte, z.B. Leuchten, Klimaanlage, Heizung oder automatische Jalousien zu einem vernetzten System. Ziel ist es den Wohnkomfort und die Sicherheit der Bewohner, z.B. durch automatisches Fensterschließen nach Verlassen der Wohnung/des Hauses, aber auch die Wirtschaftlichkeit des Gebäudes zu erhöhen.

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Die kleinste Einheit in einem Busnetzwerk ist die Linie. Bei KNX können an eine Linie maximal 64 Bus-Teilnehmer angeschlossen werden. Bei mehr als 64 Geräten werden bis zu 15 weitere Linien gebildet, die über sogenannte Linienkoppler an eine Hauptlinie angeschlossen werden. So können je Hauptlinie theoretisch unter Beachtung der maximalen Leitungslängen 15 x 64 Geräte zusammengeschlossen werden. Bis zu 15 Hauptlinien können wiederum mit Hilfe von Bereichskopplern zu Bereichen zusammengeschlossen werden, sodass auch große Gebäude mit der kompletten Bustechnik ausgestattet werden können.

KNX ist der einzige weltweit anerkannte internationale Standard für die Haus- und Gebäudesystemtechnik. Er erfüllt die Anforderungen der beiden europäischen Standards CEN 50090 und CEN 13321-1 und der internationalen Norm DIN ISO/IEC 14543-3 Informationstechnik - Architektur für Heim-Elektronik-Systeme (HES): Kommunikationsschichten.

In den frühen 1990er Jahren entstanden mit BatiBUS, EIB und EHS die Vorgänger von KNX. Im Jahr 1997 schlossen sich die drei Organisationen zusammen um gemeinsam den Markt für intelligente Haustechnik zu entwickeln. Im Frühling 2002 stellte die KNX-Association die KNX-Spezifikation vor. Sie basiert auf der EIB-Spezifikation und wurde durch neue Konfigurationsmechanismen und Übertragungsmedien erweitert, die ursprünglich Batibus und EHS entwickelt hatten. Im Dezember 2003 erkannten die nationalen europäischen Kommissionen das KNX-Protokoll wie auch die zwei Übertragungsmedien TP (Twisted Pair) und PL (Powerline) an und Cenelec Bureau Technique ratifizierte es als europäischer Standard EN 50090. KNX-RF (Radio Frequency) wurde im Mai 2006 bestätigt.

Die KNX-Spezifikationen werden auch im Bereich Heizung, Klima und Lüftung (HLK) eingesetzt. Deshalb schlug die KNX-Association der CEN (Cenelec EN) vor, KNX als europäischen Standard in der Gebäudeautomation anzuerkennen. CEN veröffentlichte die KNX-Spezifikationen als EN 13321-1.

Im November 2006 wurde das KNX-Protokoll inkl. aller Übertragungsmedien (TP, PL, RF, IP) als DIN ISO/IEC 14543-3-x Informationstechnik - Architektur für Heim-Elektronik-Systeme (HES): Kommunikationsschichten zur Veröffentlichung als internationaler Standard freigegeben. Damit ist KNX der weltweit einzige offene Standard für die Haus- und Gebäudesystemtechnik.

Die KNX-Association bietet seine Leistungen Herstellern, Installateuren und Anwendern auf der ganzen Welt an. Mitglieder können ihre Produkte in das hersteller- und produktunabhängige ETS (Engineering Tool Software) einbinden und an den Partnerschafts- und Forschungsprogrammen der KNX-Association teilhaben.

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