Stahlbewehrung

Stahl ist das älteste und am meisten verwendete Bewehrungsmaterial für Beton. Erfinder der Stahlbewehrung war der Franzose Joseph Monier, weshalb die Bewehrung auch manchmal als „Moniereisen“ bezeichnet wird. Als schlaffe oder vorgespannte Bewehrung eingesetzt, hat er die Aufgabe, Lasten aufzunehmen und Rissbildungen an der Betonoberfläche zu vermeiden. Beton und Stahl haben ein nahezu identisches thermisches Ausdehnungsverhalten. Wird der Stahl mechanisch vorgespannt und unter dieser Spannung eingebaut, spricht man von Spannbeton.

Gallerie

Bewehrungsstahl oder Betonstahl wird in den Beton einbetoniert. Üblicherweise wird gerippter oder profilierter Stahl als Bewehrungsstahl benutzt. Durch die Rippen wird eine lokale Verzahnung zwischen dem Beton und dem Stahl erreicht, welche die Kraftübertragung ermöglicht. Glatter Stahl hat eine geringere Belastbarkeit als gerippter Stahl und eine meist niedrigere Güte. Seine Nachteile lassen sich jedoch durch konstruktive Maßnahmen (Haken etc.) teilweise oder ganz aufheben. Die Verwendung von glattem Bewehrungsstahl ist in den Normen für den Stahlbetonbau nicht mehr zugelassen.

Der Bewehrungsstahl wird entweder als Stabstahl (gerade oder auf dem Ring) oder als verschweißte Matte verwendet. Es ist durchaus üblich, bereits korrodierten Stahl einzubringen, dennoch ist darauf zu achten, dass dieser komplett in den Beton eingebettet ist, also weder mit Luft noch mit Wasser in Berührung kommt. Denn die weitere Korrosion könnte durch Expansion des rostenden Stahls den Beton sprengen. Ist der Bewehrungsstahl von Beton umschlossen, schützt ihn der darin enthaltene Zementstein durch sein alkalisches Milieu vor weiterer Korrosion. Darüber hinaus kann Betonstahl feuerverzinkt oder mit Epoxid beschichtet werden. Häufiger angewendet wird der bauaufsichtlich zugelassene nichtrostende Stahl.

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