Trittschallschutz im tieffrequenten Bereich
Entkopplung mit Sylomer-Kunststoff
Trittschall gehört zu den häufigsten Ursachen für akustische Beeinträchtigungen in Wohngebäuden. Besonders bei Treppenanlagen, die mehrere Geschosse verbinden, stellt die Schallübertragung eine planerische Herausforderung dar. Standardisierte Anforderungen wie die DIN 4109: Schallschutz im Hochbau bieten einen Orientierungsrahmen, genügen jedoch nicht immer den tatsächlichen Bedürfnissen nach Ruhe und akustischem Komfort.
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Der Hersteller Fuchs-Treppen hat ein Entkopplungssystem für Leichtbautreppen entwickelt, das auf dem elastischen Kunststoff Sylomer basiert. Ziel ist die Reduktion des Trittschalls, besondere im tieffrequenten Bereich unterhalb von hundert Hertz. Solche Frequenzen werden als besonders störend empfunden, sind jedoch durch die geltende Norm kaum erfasst. Die Übertragung von Trittschall aus Treppenhäusern erfolgt hauptsächlich an den Auflagepunkten der Treppe. Durch den Einsatz von Wandankern und Sockelelementen aus feinzelligem Polyurethan-Elastomer sollen diese Stellen wirksam von angrenzenden Bauteilen entkoppelt werden.
Ergebnisse von Baustellenmessungen bestätigen die im Labor erzielten Verbesserungen. Sowohl bei Stahl-Holz-Konstruktionen als auch bei massiven Holztreppen wurden gegenüber herkömmlichen Entkopplungsmethoden niedrigere Schallpegel gemessen. Zudem behält der Trittschallschutz mit Sylomer seine elastischen und damit schalldämmenden Eigenschaften länger als andere, vergleichbare Materialien.
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