DIN EN 1527 Beschläge für Schiebetüren/-tore und Falttüren/-tore
Anforderungen, Prüfung und Klassifizierung
Die europäische Norm DIN EN 1527:2022-02 - Schlösser und Baubeschläge - Beschläge für Schiebetüren/-tore und Falttüren/-tore - Anforderungen und Prüfverfahren legt Anforderungen an die Konstruktion und Leistungsmerkmale der Beschlagtechnik für manuell betriebene Schiebetüren und -tore fest. Sie umfasst dabei auch Systeme mit Eckumlenkung sowie zwei- und mehrflügelige Falttüren und -tore. Im Fokus der Norm stehen ausschließlich die Beschläge und Führungsschienen – die Türen, Tore oder Tür- bzw. Torflügel selbst werden nicht beurteilt.
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Zu den in der Norm geregelten Prüfverfahren zählen zyklische Tests zur Dauerhaftigkeit, Prüfungen zur statischen Belastbarkeit, zur Anfangsreibung sowie zur Korrosionsbeständigkeit. Die Anforderungen gelten für Laufwerke, die in Schiebe- und Faltsystemen im Industrie-, Gewerbe- und Wohnbereich eingesetzt werden. Nicht erfasst sind hingegen Rollen für Horizontalschiebevorrichtungen sowie Baubeschläge für spezielle Fensterarten, wie nach innen oder außen öffnende Faltschiebefenster (Bauarten N, Q, R, S nach EN 13126-15), Hebeschiebefenster (Bauart P nach EN 13126-16) und Kippschiebefenster (Bauart T nach EN 13126-17).
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Die Eigenschaften der Beschläge werden durch einen neunstelligen Klassifizierungsschlüssel ausgedrückt, und zwar in folgenden Kategorien:
- 1. Tür/Torkategorie (drei Klassen möglich)
- 2. Tür/Tormasse (vier Klassen möglich)
- 3. Größe des verwendeten Prüfflügels (fünf Klassen möglich)
- 4. Korrosionsbeständigkeit (Klassen gemäß DIN EN 1670)
- 5. Beständigkeit gegen Zuschlagen (drei Klassen möglich)
- 6. Beständigkeit bei horizontaler Beanspruchungsprüfung (drei Klassen möglich)
- 7. Beständigkeit bei statischer Beanspruchungsprüfung (zwei Klassen möglich)
- 8. Zulässiger Höchstwert der Anfangsreibung (drei Klassen möglich)
- 9. Dauerfunktionstüchtigkeit (sechs Klassen möglich)
Die Ausführungen beziehen sich auf die Fassung DIN EN 1527:2022-02.
