Aaltos Architektur wird Welterbe

UNESCO ehrt die finnische Moderne

Eine Serie von 13 Bauten und Ensembles der finnischen Architekt*innen Aino, Elissa und Alvar Aalto ist in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen worden. Unter dem Titel Aalto Works würdigt die Organisation damit erstmals moderne Architektur in Finnland als Welterbe. Die ausgewählten Projekte entstanden zwischen den 1920er- und 1980er-Jahren und verteilen sich auf sieben Orte im Land.

Galerie

Zu den honorierten Bauwerken gehören unter anderem das Sanatorium in Paimio (1929–33), die Villa Mairea in Pori (1938–39), das Rathaus von Säynätsalo (1949–52) und das experimentelle Sommerhaus in Muuratsalo (1952–54). Fünf der Welterbestätten befinden sich in Helsinki: das Wohnhaus der Aaltos (1935–36), das Studio Aalto (1954–55, erweitert 1962–63), das Gebäude der staatlichen Rentenversicherung KELA (1953–57), das Kulturhaus (1952–58) und die Finlandia-Halle (1962/1967–75).

Galerie

Architektur für den Wohlfahrtsstaat

Die UNESCO-Auszeichnung bezieht sich nicht allein auf die architektonische Qualität der einzelnen Gebäude. Die Serie steht zugleich für einen humanistisch geprägten Ansatz der Moderne, bei dem Architektur, Innenraum und Gestaltung eng miteinander verbunden sind. Viele der Bauten entstanden im Zusammenhang mit dem Ausbau des finnischen Wohlfahrtsstaats und umfassen unterschiedliche Typologien vom privaten Wohnhaus über Verwaltungs- und Kulturbauten bis zu Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen.

An der Entstehung des Werks waren neben Alvar Aalto insbesondere Aino und später Elissa Aalto beteiligt. Aino Aalto arbeitete als Architektin, Innenarchitektin und Designerin und war unter anderem Mitbegründerin von Artek. Elissa Aalto war seit den 1950er-Jahren an zentralen Projekten des Büros beteiligt und führte es nach Alvar Aaltos Tod 1976 weiter.

Galerie

Erhalten, genutzt und weiterentwickelt

Mehrere der nun ausgezeichneten Gebäude werden bis heute genutzt und wurden wiederholt instand gesetzt oder an veränderte Anforderungen angepasst. Ein prominentes Beispiel ist die Finlandia-Halle in Helsinki, die zwischen 2022 und 2025 umfassend saniert wurde. Neben ihrer Funktion als Konzert- und Kongresshaus umfasst sie heute auch öffentliche Kulturangebote und zwei temporär vermietete Apartments.

Mit der Aufnahme der Aalto Works erhält Finnland seine erste UNESCO-Welterbestätte der modernen Architektur. Vergleichbare serielle Welterbestätten bestehen bereits für Werke von Le Corbusier und Frank Lloyd Wright.

Fachwissen zum Thema

Der Pavillon Le Corbusier in Zürich vereint Stahl, Glas und industrielle Vorfertigung zu einem Schlüsselbau der architektonischen Moderne der 1960er-Jahre.

Der Pavillon Le Corbusier in Zürich vereint Stahl, Glas und industrielle Vorfertigung zu einem Schlüsselbau der architektonischen Moderne der 1960er-Jahre.

Baualtersstufen

Baualtersstufe: Bauten der 1960er-Jahre

Neue Baustoffe und industrielle Bauweisen veränderten die Architektur in diesem Jahrzehnt grundlegend. Ihre konstruktiven Besonderheiten machen Sanierungen herausfordernd.

Dass in den 1950er-Jahren nicht nur schmucklose Bauten entstanden, zeigt das unter Denkmalschutz stehende Ignatius-Haus in Berlin-Charlottenburg. Es wurde 1956-57 nach einem Entwurf von Johannes Jackel als Ordenshaus errichtet und dient heute als Hotel.

Dass in den 1950er-Jahren nicht nur schmucklose Bauten entstanden, zeigt das unter Denkmalschutz stehende Ignatius-Haus in Berlin-Charlottenburg. Es wurde 1956-57 nach einem Entwurf von Johannes Jackel als Ordenshaus errichtet und dient heute als Hotel.

Baualtersstufen

Baualtersstufe: Nachkriegsbauten der 1950er-Jahre

Sparsame Bauweise, geringe Dämmung, einfache Technik: Gebäude der 50er-Jahre stellen hohe Anforderungen an die energetische und konstruktive Sanierung.

Kontakt Redaktion BauNetz Wissen: wissen@baunetz.de

BauNetz Wissen Partner:
Schüco International KG 
Karolinenstraße 1-15
33609 Bielefeld
Kontakt +49 521 783-0 | www.schueco.com
Zum Seitenanfang

Urban Mining Screener der TU Grazneu

Wieviel Potenzial liegt im Bestand? Der Urban Mining Screener der TU Graz soll sichtbar machen, welche Rohstoffe in bestehenden Gebäuden verbaut sind und in welchen Mengen sie vorliegen.

Wieviel Potenzial liegt im Bestand? Der Urban Mining Screener der TU Graz soll sichtbar machen, welche Rohstoffe in bestehenden Gebäuden verbaut sind und in welchen Mengen sie vorliegen.

Welche Materialien stecken in einem Gebäude? Eine neue Software ermittelt Mengen und Arten von Baustoffen anhand öffentlich verfügbarer Geodaten.

Aaltos Architektur wird Welterbeneu

Studio Aalto, Helsinki, 1954–55, Erweiterung 1962–63, Alvar Aalto. Ehemaliges Architekturbüro mit Arbeits- und Gemeinschaftsräumen sowie Hausmeisterwohnung.

Studio Aalto, Helsinki, 1954–55, Erweiterung 1962–63, Alvar Aalto. Ehemaliges Architekturbüro mit Arbeits- und Gemeinschaftsräumen sowie Hausmeisterwohnung.

Die UNESCO nimmt 13 Bauten und Ensembles von Aino, Elissa und Alvar Aalto in die Welterbeliste auf – darunter fünf Projekte in Helsinki.

3D-Laserscanner

Der Hochleistungslaserscanner erstellt innerhalb kürzester Zeit exakte, dreidimensionale Bilder

Der Hochleistungslaserscanner erstellt innerhalb kürzester Zeit exakte, dreidimensionale Bilder

Bevor ein Gebäude saniert werden kann, ist eine genaue Erfassung und Analyse des Baubestands notwendig. Dies geschieht heute in...

Dämmstoff aus Hanffasern

Der Dämmstoff besteht zu 100% aus natürlichen Bestandteilen.

Der Dämmstoff besteht zu 100% aus natürlichen Bestandteilen.

Natürliche Dämmstoffe eignen sich besonders für nachträgliche Wärmedämmungen älterer Gebäude, da sie gut zu den Materialien...

DGNB-System überarbeitet: Fokus auf den Gebäudebetrieb

DGNB-Zertifizierungssystem für Gebäude im Betrieb: Die neue Fassung rückt den Ist-Zustand von Gebäuden in den Fokus.

DGNB-Zertifizierungssystem für Gebäude im Betrieb: Die neue Fassung rückt den Ist-Zustand von Gebäuden in den Fokus.

Zu viel Neubau, zu wenig Bestand: Die DGNB rückt den Gebäudebetrieb ins Zentrum – mit Daten, Prozessen und neuem Steuerungsanspruch.

Erweiterung Helvetia Campus in Basel

Herzog & de Meuron haben mit dem Helvetia Campus in Basel einen neuen Büroturm errichtet und den Hochhausbestand aus den 1950er-Jahren als nahezu identischen Zwilling saniert und weitergebaut.

Herzog & de Meuron haben mit dem Helvetia Campus in Basel einen neuen Büroturm errichtet und den Hochhausbestand aus den 1950er-Jahren als nahezu identischen Zwilling saniert und weitergebaut.

Mit einem identischen Zwillingsturm und einer neuen Gebäudehülle demonstrieren Herzog & de Meuron, wie sich ein Hochhausbestand nachhaltig modernisieren lässt.

Fassadensanierung Campus Taunus Sparkasse

Zwei der charakteristischen Zylinderbauten an der Ludwig-Erhard-Anlage in Bad Homburg wurden technisch und energetisch modernisiert; Lindner Building Envelope erneuerte dafür 2.400 m² Fassade im laufenden Betrieb.

Zwei der charakteristischen Zylinderbauten an der Ludwig-Erhard-Anlage in Bad Homburg wurden technisch und energetisch modernisiert; Lindner Building Envelope erneuerte dafür 2.400 m² Fassade im laufenden Betrieb.

Mit präziser Planung und moderner Technik wurde die Gebäudehülle in Bad Homburg technisch, energetisch und optisch aufgewertet – bei laufendem Bürobetrieb.

Fenster für denkmalgeschützte Gebäude

Die Fenster sind in unterschiedlichen Holzarten erhältlich

Die Fenster sind in unterschiedlichen Holzarten erhältlich

Technische Anforderungen an zeitgemäße Fenster und Denkmalschutzvorgaben lassen sich nicht immer ohne Weiteres vereinbaren....

Flüssigkristall-Glas im Forum Wissen Göttingen

Denkmalverträglich: Durch den Einsatz des Flüssigkristall-Sonnenschutzglases s350 der Firma eyrise konnte ein externer Sonnenschutz an der historischen Fassade des Göttinger Museums "Forum Wissen" vermieden werden.

Denkmalverträglich: Durch den Einsatz des Flüssigkristall-Sonnenschutzglases s350 der Firma eyrise konnte ein externer Sonnenschutz an der historischen Fassade des Göttinger Museums "Forum Wissen" vermieden werden.

Blitzschnell verdunkeln diese denkmalverträglich eingebauten Sonnenschutzgläser die Innenräume im Göttinger Wissenschaftsmuseum.

Generalsanierung Haus der Wirtschaft in Nürnberg

Das von Behles und Jochimsen sanierte Haus der Wirtschaft in Nürnberg verbindet ein neues Atrium mit einem restaurierten Glasmosaik aus Echt-Antikglas, das brandschutztechnisch ertüchtigt wurde.

Das von Behles und Jochimsen sanierte Haus der Wirtschaft in Nürnberg verbindet ein neues Atrium mit einem restaurierten Glasmosaik aus Echt-Antikglas, das brandschutztechnisch ertüchtigt wurde.

Ein historisches Glasfenster aus den 1950er-Jahren wurde restauriert und die Fassade an heutige Brandschutzstandards angepasst.

Innendämmung mit Entsalzungsfunktion

Schloss Gütersfelde nach der Sanierung: 1804 war es nach Plänen des Architekten Friedrich Gilly im klassizistischen Stil errichtet, 65 Jahre später im Stil der französischen Neorenaissance erweitert und umgebaut worden. Eine erneute Vergrößerung und die Ergänzung des Parks erfolgte nur wenige Jahre danach.

Schloss Gütersfelde nach der Sanierung: 1804 war es nach Plänen des Architekten Friedrich Gilly im klassizistischen Stil errichtet, 65 Jahre später im Stil der französischen Neorenaissance erweitert und umgebaut worden. Eine erneute Vergrößerung und die Ergänzung des Parks erfolgte nur wenige Jahre danach.

Bei Schloss Güterfelde nahe Potsdam wurden auf der Innenseite des teilweise feuchtebelasteten Mauerwerks mineralische Dämmplatten eingebaut, die den Wänden Salze entziehen.

IoF ID

In der Schüco Vision des Internet of Façades dient jede Gebäudehülle als intelligente Schnittstelle zwischen physischer und digitaler Welt.

In der Schüco Vision des Internet of Façades dient jede Gebäudehülle als intelligente Schnittstelle zwischen physischer und digitaler Welt.

Eine unscheinbare Kunststoff-Plakette vereinfach die Gebäudeverwaltung, verbessert die Servicequalität und unterstützt nachhaltige Bauprozesse – und das sogar im Bestand. 

Neues Dach für Bootswerft Markus Glas am Starnberger See

Bei einer Werft am Starneberger See musste das Dach einer aus den 1970er-Jahren stammenden Halle saniert werden.

Bei einer Werft am Starneberger See musste das Dach einer aus den 1970er-Jahren stammenden Halle saniert werden.

Das aus Satteldächern und Walmen zusammengesetzte Dach der traditionsreichen Bootswerft hält Regen, Schmutz und Bewuchs stand. 

Sanierung Kloster St. Clara in Trier

Die sanierte Klosteranlage St. Clara in Trier vereint denkmalgeschützte Architektur der 1930er Jahre mit moderner Gebäudetechnik und wird heute als Pflegeschule genutzt.

Die sanierte Klosteranlage St. Clara in Trier vereint denkmalgeschützte Architektur der 1930er Jahre mit moderner Gebäudetechnik und wird heute als Pflegeschule genutzt.

Motorische Fensterantriebe mit intelligenter Sensorik ermöglichen im sanierten Kloster St. Clara eine natürliche, energieeffiziente Lüftung ohne Eingriffe in die Bausubstanz.

Schüco startet „Finanzpaket-Offensive“

Die „Finanzpaket-Offensive“ von Schüco hat das Ziel, Komplexität im Bauprozess zu reduzieren.

Die „Finanzpaket-Offensive“ von Schüco hat das Ziel, Komplexität im Bauprozess zu reduzieren.

Mehr Tempo im Bau? Die Initiative setzt auf integrierte Systeme, die Planung, Umsetzung und Betrieb verzahnen und Bauprojekte effizienter machen.

Serielle Sanierung Corelli-Quartier

Vorgehängte Falt-Schiebe-Fenster aus Aluminium von Schüco werten die Loggien im Düsseldorfer Corelli-Quartier zu ganzjährig nutzbarem Wohnraum auf und stellen die Förderfähigkeit des Projekts sicher.

Vorgehängte Falt-Schiebe-Fenster aus Aluminium von Schüco werten die Loggien im Düsseldorfer Corelli-Quartier zu ganzjährig nutzbarem Wohnraum auf und stellen die Förderfähigkeit des Projekts sicher.

Serielle Sanierung im großen Maßstab: Im Corelli-Quartier in Düsseldorf entstehen aus alten Loggien energieeffiziente Wohnräume mit Faltschiebefenstern von Schüco.

Textilfassade gegen Stickoxide in Köln

Die photokatalytische Fassadenmembran an der Kölner VHS filtert über 30 Prozent der Stickoxide aus der Innenstadtluft.

Die photokatalytische Fassadenmembran an der Kölner VHS filtert über 30 Prozent der Stickoxide aus der Innenstadtluft.

Luftreinigung mit dem Bestand: Diese an der Kölner Volkshochschule installierte Textilfassade reduziert Stickoxide, kühlt Gebäude und Stadtraum. Ein Modell für Bestandsnutzung? 

The Whiteley: Revitalisierung eines Londoner Wahrzeichens

Foster + Partners wandelten The Whiteley in London in einen gemischt genutzten Gebäudekomplex um und erhielten dabei die denkmalgeschützte historische Gebäudehülle.

Foster + Partners wandelten The Whiteley in London in einen gemischt genutzten Gebäudekomplex um und erhielten dabei die denkmalgeschützte historische Gebäudehülle.

Das ehemalige Kaufhaus transformierte Foster + Partners zum gemischt genutzten Quartiersbaustein. Herausfordernd war die denkmalgerechte Ertüchtigung der historischen Stahlfensterfassade.

Tiefeninjektionsverfahren bei Setzungsrissen

Mithilfe des Injektionsverfahrens können Setzungsrisse beseitigt werden

Mithilfe des Injektionsverfahrens können Setzungsrisse beseitigt werden

Ist die Bodenqualität eines Baugrundes nicht ausreichend, kann es auch nach einem langen Zeitraum noch zu Setzungsrissen im Putz...

Treibhausgasdaten 2025: Gebäudesektor verfehlt Klimaziele

Zielerreichung bzw. -verfehlung der KSG-Sektoren sowie gesamt nach Projektionsdaten 2026 (2021–2030).

Zielerreichung bzw. -verfehlung der KSG-Sektoren sowie gesamt nach Projektionsdaten 2026 (2021–2030).

Der Gebäudesektor verfehlt erneut die Klimaziele. Das Umweltministerium fordert mehr Tempo bei Sanierung und Wärmewende.

Value Up

Schüco Value Up soll einen wertsteigernden objektspezifischen Sanierungsprozess ermöglichen.

Schüco Value Up soll einen wertsteigernden objektspezifischen Sanierungsprozess ermöglichen.

Das Konzept Value Up unterstützt eine nachhaltige Gebäudewirtschaft und Instandsetzung – und das bei laufendem Betrieb. 

Vorgefertigte Wandheizsysteme

Die vorgefertigten Elemente werden als Wandheizung eingesetzt

Die vorgefertigten Elemente werden als Wandheizung eingesetzt

Flächenheizungen haben den Vorteil, dass sie behagliche Strahlungswärme abgeben und im Gegensatz zu herkömmlichen Heizkörpern...

Zukunft „Halbes Schloss"

Besuch im Halben Schloss: Im Rahmen der Tagung „Fernab der Metropolen – Denkmale erhalten in ländlichen Regionen“ im November 2025 konnten die Gäste das 300 Jahre alte Herrenhaus besichtigen.

Besuch im Halben Schloss: Im Rahmen der Tagung „Fernab der Metropolen – Denkmale erhalten in ländlichen Regionen“ im November 2025 konnten die Gäste das 300 Jahre alte Herrenhaus besichtigen.

Im Osten Thüringens renoviert ein Verein ein über 300 Jahre altes Herrenhaus. Im Rahmen von Jugendbauhütten können hier junge Leute ihre Begeisterung für die Denkmalpflege entdecken.

Schüco Value Up

Lösungen zur Minimierung des Planungsaufwands für die effiziente Umsetzung komplexer Bestandsprojekte.

Partner-Anzeige