Messe Westfalenhallen in Dortmund

11 Megawatt Wärmeleistung

Mit insgesamt neun Hallen und einer Ausstellungsfläche von rund 59.000 m² gehören die Dortmunder Westfalenhallen zu den vier größten Messeplätzen in Nordrhein-Westfalen. Jährlich nehmen rund zwei Millionen Besucher an den Musik- und Sportveranstaltungen im Veranstaltungszentrum teil. Charakteristisches Merkmal der Westfalenhallen ist die kompakte Anordnung der Gebäude, die sich auf einer Grundfläche von 300 x 750 m verteilen. Jede der neun Hallen ist maximal 200 m vom Haupteingang entfernt.

Gallerie

Den Mittelpunkt des Veranstaltungs-, Messe- und Kongresszentrums bildet die Große Westfalenhalle, auch Halle 1 genannt. Sie wurde 1952 von dem Architekten Walter Höltje als Betonkonstruktion geplant. Aufgrund ihrer freitragenden Dachkonstruktion konnte auf störende Stützpfeiler im Innenraum verzichtet werden. Je nach Bühnenaufbau und Bestuhlung bietet die 100 m lange, 80 m breite und 32 m hohe Halle Platz für bis zu 20.000 Zuschauer. Auf ihrem Dach dreht sich ein großes beleuchtetes "U" - das Symbol der Dortmunder Union-Brauerei. Ein Durchgang verbindet die Halle direkt mit dem Kongresszentrum, dem Hotel sowie zum Restaurant Rosenterrassen. Seit ihrer Eröffnung wurden die Westfallenhallen mehrfach erweitert und umgebaut. Die neueste Halle, die Westfallenhalle 3B, wurde im Frühjahr 2005 eröffnet.

Heizung
Ein neues Heizsystem mit drei Niedertemperatur-Stahlheizkesseln in den Leistungsgrößen 1.900 kW, 3.050 kW und 5.200 kW sowie ein Brennwert-Heizkessel mit 970 kW sorgt seit Kurzem für angenehme Wärme in den Westfalenhallen. Insgesamt hat das System eine Leistung von 15 Megawatt - das entspricht dem Bedarf von rund 1.000 Einfamilienhäusern. Die neue öl- und gasbefeuerte Anlage im Keller der Halle 1 deckt mit ihrer Wärmeleistung von 11 Megawatt fast 75 Prozent der kompletten Wärmeversorgung der Westfalenhallen ab. Die restliche Wärmeversorgung übernehmen zwei weitere Anlagen.

In zentimetergenauer Präzisionsarbeit wurden die neuen Heizkessel mit Hilfe eines Seil- und Hubzugs an ihren Platz gehievt - der größte Wärmeerzeuger ist fast fünf Meter lang, 2,30 Meter hoch und wiegt rund acht Tonnen. Etwa sechs Wochen dauerte die Installation mit Verrohrung und hydraulischen Anschlüssen. Für eine gute Wärmeübertragung sorg die Konstruktion des Niedertemperaturkessels mit symmetrisch angeordneten Heizflächen in 3-Zug-Bauweise, zylindrischem Flammenrohr und wassergekühlter Wendekammer.

Geregelt wird das Heizsystem über einen bauseitigen Schaltschrank. Von diesem werden die Kessel bedarfsgerecht über die Gebäudeleittechnik der Westfalenhallen zu- und abgeschaltet. Per Mausklick sind sämtliche Heizungsanlagen in den Hallen fernsteuerbar: Über einen PC im Keller der Halle 1 lassen sich alle Heizkessel und Klimaanlagen des Westfalenhallen-Areals zentral regeln. Etwa 40 Wärmezähler, die über das ganze Gelände verteilt sind, liefern dazu die notwendigen Daten. Weil der gesamte Komplex sehr stark schwankenden Lasten unterworfen ist, soll der Gas-Brennwert-Heizkessel mit seinem Modulationsbereich die Grundlast mit möglichst langen Laufzeiten decken. Die Niedertemperatur-Heizkessel werden dann - je nach Belegung der einzelnen Hallen - zugeschaltet.

Im Vergleich zur alten Heizungsanlage hat sich der Wirkungsgrad des Heizsystems von 83 Prozent auf 92 Prozent gesteigert. Damit spart das neue System jährlich etwa 2.000 Megawatt-Stunden Wärmeenergie und senkt den CO2-Ausstoß gegenüber der bisherigen Anlage im gleichen Zeitraum um rund 100 Tonnen.

Bautafel

Architekten: Walter Höltje, Holzminden mit Horst Retzki, Dortmund
Projektbeteiligte: Welser Profile, Bönen (Fassadensystem); Metallbau Riedel & Söhne, Dortmund (Ausführung Fassade); Graner + Partner, Bergisch Gladbach (Akustik); Buderus, Wetzlar (Heizsystem)
Bauherr: Westfalenhallen Dortmund GmbH
Fertigstellung: 1952, September 2008 (Heizung)
Standort: Rheinlanddamm, Dortmund

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