Schallschutz im Wohnungsbau – Schallschutzausweis

Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Akustik (DEGA) vom Januar 2018

Während die normativen Anforderungen an die Wärmedämmung und den Energieverbrauch kontinuierlich zahlreicher, komplexer und strenger werden, sind andere bauphysikalische Themen deutlich weniger reguliert. Doch auch beim Schallschutz besteht Handlungsbedarf – aufgrund höherer Nutzeransprüche, aktueller medizinischer Erkenntnisse sowie fortgeschrittener baukonstruktiver und -technologischer Möglichkeiten. Dies veranlasste die in Berlin ansässige Deutsche Gesellschaft für Akustik (DEGA), eine Empfehlung für den Wohnungsbau in Form eines Schallschutzausweises zu erarbeiten. Die DEGA-Empfehlung 103: Schallschutz im Wohnungsbau – Schallschutzausweis ist im Januar 2018 erschienen.

Gallerie

Darin werden sieben Schallschutzklassen zur Bewertung von Wohnräumen ergänzend zu den Anforderungen gemäß DIN 4109: Schallschutz im Hochbau definiert. Anhand dieser Klassifizierung lässt sich bereits in der Planungsphase ein angestrebtes Ziel mit anderen Gebäuden vergleichen und festlegen. Die Einordnung bezieht sich sowohl auf den Außenlärm (und die unterschiedliche Gebietscharakteristik bzw. Nutzung gemäß BauNVO) als auch den Schallschutz zwischen einzelnen Wohneinheiten; dazu werden Tabellen und Kennwerte von Schalldämmmaßen herangezogen.

Im Rahmen der Empfehlung werden die Inhalte der Schallschutznorm weiterentwickelt und detailliert, um transparente und verbindliche Vergleichsmöglichkeiten zu schaffen, die nicht zuletzt auch den Bauherrn schützen. Der zu erzielende Werkserfolg wird nicht nur vorab klar definiert, der Auftraggeber erhält auch den Schallschutz, den er sich wünscht. Die 35-seitige Publikation steht auf der unten genannten Webseite der DEGA als Pdf-Datei zum kostenlosen Download zur Verfügung (siehe Surftipps).

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