Photovoltaik am Dach
Der schnelle Weg zum PV-Experten
Rudolf Müller Medien, Köln 2024
260 Seiten, zahlreiche Abbildungen
Format 17 x 24 cm, Softcover
Preis: 69 EUR
ISBN 978-3-481-04642-2 (Print); 978-3-481-04663-7 (E-Book)
Um günstig Strom zu beziehen und dabei möglichst wenig CO2 zu verursachen, ist Photovoltaik eine mögliche Technologie. Eine breite Zielgruppe spricht das Fachbuch Photovoltaik am Dach – Der schnelle Weg zum PV-Experten an. Mit umfassenden, verständlich aufbereiteten Informationen kann es Fachleuten und Laien gleichermaßen als Nachschlagewerk dienen.
Zu Beginn erläutert Michael Zimmermann, der als Dachdeckermeister, Sachverständiger, Solarteur und Gebäudeenergieberater in vielerlei Hinsicht qualifiziert ist, warum solare Stromerzeugung notwendig und sinnvoll ist. Der Autor klärt über gängige Missverständnisse auf und veranschaulicht unter anderem, was eine Kilowattstunde ist oder wie sich Energie, Energiebedarf und Energieverbrauch unterscheiden.
Welche PV-Module gibt es, wie sind diese aufgebaut, welche Vor- und Nachteile sind damit verbunden? Was ist in Bezug auf den Wechselrichter zu beachten und welche Speichertechnologien sind auf dem Markt? Das erfahren die Leserinnen und Leser ebenso wie Hintergründe zu Wirkungsgrad und Leistungsfähigkeit. Testbedingungen hätten wenig mit der Realität zu tun, stellt der Autor fest – sie dienten ausschließlich der Vergleichbarkeit unterschiedlicher Systeme. Rund zwei Drittel der solaren Erträge in unseren Breitengraden beruhten auf indirekter, diffuser Strahlung; lange Hitzeperioden seien kontraproduktiv, bei zunehmender Wärmeentwicklung sänken Wirkungsgrad und Leistungsbereitschaft.
Im Kapitel zur Planung, Dimensionierung und Umsetzung heißt es (S. 56): „Auch sehr flach geneigte Norddächer sind mittlerweile für Photovoltaik geeignet“ und wenig später „je größer die PV-Anlage, desto günstiger der Einkaufspreis.“ Immer wieder gibt der Autor praktische Tipps und erläutert Begriffe, die fehlerhaft oder missverständlich verwendet werden.
Dem Brandschutz ist ein eigenes Kapitel gewidmet. Brandgefahren gingen in erster Linie von mangelhaften Komponenten, einer fehlerhaften Planung oder mangelhaften Ausführung aus. Grundsätzlich sei es wichtig, dass die Feuerwehr über das Vorhandensein einer PV-Anlage frühzeitig informiert werde. Auch verschiedene Vorgaben der Bundesländer im Bauordnungsrecht sind aufgeführt sowie Hinweise zu Fördermitteln und dem organisatorischen Ablauf enthalten. Das Buch ist empfehlenswert für alle, die am Ausbau der Photovoltaik interessiert sind und sich praxisnahes Hintergrundwissen wünschen. -us
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