Arzignano ist eine norditalienische Kleinstadt unweit von
Vicenza in Venetien. Den Mittelpunkt der Stadt bildet die Piazza
Libertà, der Freiheitsplatz, mit dem Rathaus. Dieser Bau ähnelt mit
einem Arkadengang und der mit Marmor und Stuck verzierten Fassade
einem Palazzo aus dem 16. Jahrhundert, ist aber ein
eklektizistisches Werk des Architekten Antonio Caregaro Negrin
(1821 – 1898).
Galerie
Arzignano ist eine norditalienische Kleinstadt unweit von Vicenza in Venetien. Den Mittelpunkt der Stadt bildet die Piazza Libertà, der Freiheitsplatz, mit dem Rathaus.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
01|25
Dieser Bau ähnelt mit einem Arkadengang und der mit Marmor und Stuck verzierten Fassade einem Palazzo aus dem 16. Jahrhundert, ist aber ein eklektizistisches Werk des Architekten Antonio Caregaro Negrin (1821-1898).
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
02|25
In ihrer Dimensionierung und dekorativen Gestaltung mit Pilastern und Archivolten entsprechen die Fassadenfelder an der Innenseite den Bögen der Arkade.
Bild: Simone Bossi, Mailand
03|25
Das Feld, das sich genau hinter dem mittleren Arkadenbogen befindet, ist besonders prächtig mit Reliefs und sogar einer kreisrunden Uhr in der Supraporte geschmückt. In dieses den Rhythmus der Fassade dominierende Feld ist die neue Eingangstür eingefügt.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
04|25
Den Drücker gestaltete der Künstler Alessandro Neretti als einen polygonalen Pyramidenstumpf aus grünlichem Marmor, der aus den Steinbrüchen des nahen Tals von Valmalenco stammt.
Bild: Simone Bossi, Mailand
05|25
Das Innere des Cafés gliedern zwei Zwillingsbögen in eine Enfilade aus drei Raumbereichen.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
06|25
Die nun geradezu archäologisch wiederentdeckten Räume beindrucken nun nicht nur durch ihre knapp 4 m hohe Decke, sondern auch durch Säulen, Pilaster, Zwillingsbögen, Kapitelle, Supraporten sowie durch die Reste von Fresken und farbigen Bodenmosaiken.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
07|25
Im mittleren und zentralen Bereich befindet sich der Tresen, der als ein nahezu monolitischer Edelstahlblock an Werke des amerikanischen Minimal-Art-Künstlers Donald Judd erinnert.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
08|25
Das Team entwickelte ein konzeptionelles Aufzeigen und spielerisches Kommentieren der unterschiedlichen Zeitschichten.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
09|25
Lederkissen auf länglichen Holzbänken und mit Linoleum bezogene Tische ergänzen das Gastraummobiliar.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
10|25
An der hinteren Längswand spiegelt ein gefalteter und perforierter Metallvorhang die Bögen, Säulen und Pilaster der Arkaden – ähnlich einem Kaleidoskop.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
11|25
In diesen Metall-Layer ist eine weitere Pivot-Tür als Zugang zu den Sanitärräumen integriert.
Bild: Rory Gardiner, London
12|25
Schlichte weiße Türen in Wänden mit der Anmutung eines unfertigen Trockenbaus erschließen Neben- und Sanitärräume.
Bild: Rory Gardiner, London
13|25
Raumhohe Fenster zeigen den rückwärtigen Garten.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
14|25
Selbst die Fensteröffnungen wirken wie Teile einer im unvollendet zurückgelassenen Baustelle.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
15|25
Die Eingriffe respektieren den Bestand und dessen Bau- und Nutzungsgeschichte, so als sei das neue Café nur als eine temporäre Zwischennutzung zu Gast.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
16|25
Neu hinzugefügte, zeitgenössische Elemente schreiben das Layering des Bestands fort als eine zeitlich nicht begrenzte Geschichte.
Bild: Rory Gardiner, London
17|25
Auch die gemauerten, seitlichen Wände bleiben mit einzelnen Putz - und Farbresten rau und roh.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
18|25
Zwischen Tresen und Küche führt eine gewendelte Treppe in einen weiteren Gastraum.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
19|25
Lageplan mit Achse zwischen Rathaus und Bahnhof
Bild: AMAA, Arzignano/Venedig/NewYork
20|25
Grundriss
Bild: AMAA, Arzignano/Venedig/NewYork
21|25
Längsschnitt
Bild: AMAA, Arzignano/Venedig/NewYork
22|25
Querschnitt
Bild: AMAA, Arzignano/Venedig/NewYork
23|25
Ansicht Piazza Libertà
Bild: AMAA, Arzignano/Venedig/NewYork
24|25
Ansicht Corso Garibaldi
Bild: AMAA, Arzignano/Venedig/NewYork
25|25
Im 19. Jahrhundert war dieser ein in der Region angesehener
Architekt, der zahlreiche im Stil des Historismus zwischen
Neoromanik und Neorenaissance changierende repräsentative Bauten
schuf. Im Arkadengang befand sich ein bei den Einwohnern beliebtes
Café mit dem stolzen Namen Caffé Nazionale. Es wurde wie ein
öffentliches Wohnzimmer wahrgenommen, zumal es sich im Laufe des
Tages in eine Bar mit Restaurant wandelte. Während der
Corona-Pandemie wurde es geschlossen.
Freilegung von räumlichen Qualitäten
Nach einem mehrjährigen Umbau als umfassende Revitalisierung
wurde die Café-Bar mit einem ambitionierten Gastronomie-Konzept
Ende 2024 wieder eröffnet. Den Auftrag übernahm das von Marcello
Galiotto und Alessandra Rampazzo gegründete Architekturbüro AMAA,
das über Erfahrungen in Venedig, New York und Tokyo verfügt. Den
gesamten Entwurfs- und Realisierungsprozess haben Bürgermeisterin
Alessia Bevilacqua, eine Gruppe engagierter Sponsoren um den
Unternehmer Marco Mettifogo, ein Gourmet-Chefkoch und der Künstler
Alessandro Neretti engagiert unterstützt.
Als allererste Maßnahme wurde aufgeräumt und das vorhandene
Mobiliar mitsamt Tresen abgebaut. Überformungen wie Einbauten,
Raumteiler, abgehängte Decken und Verkleidungen wurden
entfernt – also alles, was sich seit der Einweihung kurz vor
der vorletzten Jahrhundertwende angesammelt hatte. Schließlich
blieb eine Art bauzeitlicher Rohbau mit Patina übrig. Die
Architekten stellten selbst erstaunt fest: „ Dieser
Freilegungsprozess war ein wahrer Akt der Entdeckung“.
Die nun geradezu archäologisch wiederentdeckten Räume mit einer
Fläche von 325 m2 beeindrucken nun nicht nur durch ihre
knapp 4 m hohe Decke, sondern auch wegen ihrer Säulen, Pilaster,
Zwillingsbögen, Kapitelle, Supraporten sowie Reste von Fresken und
farbigen Bodenmosaiken. Durch die Einbeziehung der Arkaden
erweitert sich die Nutzfläche um zusätzliche 110 m2. Die
Gewölbe im Untergeschoss werden als Weinkeller genutzt.
Galerie
Arzignano ist eine norditalienische Kleinstadt unweit von Vicenza in Venetien. Den Mittelpunkt der Stadt bildet die Piazza Libertà, der Freiheitsplatz, mit dem Rathaus.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
01|25
Dieser Bau ähnelt mit einem Arkadengang und der mit Marmor und Stuck verzierten Fassade einem Palazzo aus dem 16. Jahrhundert, ist aber ein eklektizistisches Werk des Architekten Antonio Caregaro Negrin (1821-1898).
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
02|25
In ihrer Dimensionierung und dekorativen Gestaltung mit Pilastern und Archivolten entsprechen die Fassadenfelder an der Innenseite den Bögen der Arkade.
Bild: Simone Bossi, Mailand
03|25
Das Feld, das sich genau hinter dem mittleren Arkadenbogen befindet, ist besonders prächtig mit Reliefs und sogar einer kreisrunden Uhr in der Supraporte geschmückt. In dieses den Rhythmus der Fassade dominierende Feld ist die neue Eingangstür eingefügt.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
04|25
Den Drücker gestaltete der Künstler Alessandro Neretti als einen polygonalen Pyramidenstumpf aus grünlichem Marmor, der aus den Steinbrüchen des nahen Tals von Valmalenco stammt.
Bild: Simone Bossi, Mailand
05|25
Das Innere des Cafés gliedern zwei Zwillingsbögen in eine Enfilade aus drei Raumbereichen.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
06|25
Die nun geradezu archäologisch wiederentdeckten Räume beindrucken nun nicht nur durch ihre knapp 4 m hohe Decke, sondern auch durch Säulen, Pilaster, Zwillingsbögen, Kapitelle, Supraporten sowie durch die Reste von Fresken und farbigen Bodenmosaiken.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
07|25
Im mittleren und zentralen Bereich befindet sich der Tresen, der als ein nahezu monolitischer Edelstahlblock an Werke des amerikanischen Minimal-Art-Künstlers Donald Judd erinnert.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
08|25
Das Team entwickelte ein konzeptionelles Aufzeigen und spielerisches Kommentieren der unterschiedlichen Zeitschichten.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
09|25
Lederkissen auf länglichen Holzbänken und mit Linoleum bezogene Tische ergänzen das Gastraummobiliar.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
10|25
An der hinteren Längswand spiegelt ein gefalteter und perforierter Metallvorhang die Bögen, Säulen und Pilaster der Arkaden – ähnlich einem Kaleidoskop.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
11|25
In diesen Metall-Layer ist eine weitere Pivot-Tür als Zugang zu den Sanitärräumen integriert.
Bild: Rory Gardiner, London
12|25
Schlichte weiße Türen in Wänden mit der Anmutung eines unfertigen Trockenbaus erschließen Neben- und Sanitärräume.
Bild: Rory Gardiner, London
13|25
Raumhohe Fenster zeigen den rückwärtigen Garten.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
14|25
Selbst die Fensteröffnungen wirken wie Teile einer im unvollendet zurückgelassenen Baustelle.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
15|25
Die Eingriffe respektieren den Bestand und dessen Bau- und Nutzungsgeschichte, so als sei das neue Café nur als eine temporäre Zwischennutzung zu Gast.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
16|25
Neu hinzugefügte, zeitgenössische Elemente schreiben das Layering des Bestands fort als eine zeitlich nicht begrenzte Geschichte.
Bild: Rory Gardiner, London
17|25
Auch die gemauerten, seitlichen Wände bleiben mit einzelnen Putz - und Farbresten rau und roh.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
18|25
Zwischen Tresen und Küche führt eine gewendelte Treppe in einen weiteren Gastraum.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
19|25
Lageplan mit Achse zwischen Rathaus und Bahnhof
Bild: AMAA, Arzignano/Venedig/NewYork
20|25
Grundriss
Bild: AMAA, Arzignano/Venedig/NewYork
21|25
Längsschnitt
Bild: AMAA, Arzignano/Venedig/NewYork
22|25
Querschnitt
Bild: AMAA, Arzignano/Venedig/NewYork
23|25
Ansicht Piazza Libertà
Bild: AMAA, Arzignano/Venedig/NewYork
24|25
Ansicht Corso Garibaldi
Bild: AMAA, Arzignano/Venedig/NewYork
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Mock-Ups und Layering von Zeitschichten
Die Architekt*innen strebten keine historisierende
Komplettsanierung an. Stattdessen entwickelte das Team Strategien
für ein konzeptionelles Aufzeigen und spielerisches Kommentieren
der unterschiedlichen Zeitschichten. Modelle und Mock-Ups waren
daher im Entwurfsprozess die bevorzugte Methode und erleichterten
die Kommunikation mit allen Projektbeteiligten.
Elemente der bauzeitlichen Vergangenheit, die wiederum eine
historische Interpretation von Romanik und Renaissance sind, ebenso
wie vereinzelte Jugendstil-Dekorationen bleiben sichtbar. Diese
stehen gleichberechtigt neben Spuren der verschiedenen Umnutzungen
in der 1950er- und 1960er-Jahren. Neu hinzugefügte zeitgenössische
Elemente schreiben dieses Layering fort als eine zeitlich nicht
begrenzte Geschichte.
Galerie
Arzignano ist eine norditalienische Kleinstadt unweit von Vicenza in Venetien. Den Mittelpunkt der Stadt bildet die Piazza Libertà, der Freiheitsplatz, mit dem Rathaus.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
01|25
Dieser Bau ähnelt mit einem Arkadengang und der mit Marmor und Stuck verzierten Fassade einem Palazzo aus dem 16. Jahrhundert, ist aber ein eklektizistisches Werk des Architekten Antonio Caregaro Negrin (1821-1898).
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
02|25
In ihrer Dimensionierung und dekorativen Gestaltung mit Pilastern und Archivolten entsprechen die Fassadenfelder an der Innenseite den Bögen der Arkade.
Bild: Simone Bossi, Mailand
03|25
Das Feld, das sich genau hinter dem mittleren Arkadenbogen befindet, ist besonders prächtig mit Reliefs und sogar einer kreisrunden Uhr in der Supraporte geschmückt. In dieses den Rhythmus der Fassade dominierende Feld ist die neue Eingangstür eingefügt.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
04|25
Den Drücker gestaltete der Künstler Alessandro Neretti als einen polygonalen Pyramidenstumpf aus grünlichem Marmor, der aus den Steinbrüchen des nahen Tals von Valmalenco stammt.
Bild: Simone Bossi, Mailand
05|25
Das Innere des Cafés gliedern zwei Zwillingsbögen in eine Enfilade aus drei Raumbereichen.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
06|25
Die nun geradezu archäologisch wiederentdeckten Räume beindrucken nun nicht nur durch ihre knapp 4 m hohe Decke, sondern auch durch Säulen, Pilaster, Zwillingsbögen, Kapitelle, Supraporten sowie durch die Reste von Fresken und farbigen Bodenmosaiken.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
07|25
Im mittleren und zentralen Bereich befindet sich der Tresen, der als ein nahezu monolitischer Edelstahlblock an Werke des amerikanischen Minimal-Art-Künstlers Donald Judd erinnert.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
08|25
Das Team entwickelte ein konzeptionelles Aufzeigen und spielerisches Kommentieren der unterschiedlichen Zeitschichten.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
09|25
Lederkissen auf länglichen Holzbänken und mit Linoleum bezogene Tische ergänzen das Gastraummobiliar.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
10|25
An der hinteren Längswand spiegelt ein gefalteter und perforierter Metallvorhang die Bögen, Säulen und Pilaster der Arkaden – ähnlich einem Kaleidoskop.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
11|25
In diesen Metall-Layer ist eine weitere Pivot-Tür als Zugang zu den Sanitärräumen integriert.
Bild: Rory Gardiner, London
12|25
Schlichte weiße Türen in Wänden mit der Anmutung eines unfertigen Trockenbaus erschließen Neben- und Sanitärräume.
Bild: Rory Gardiner, London
13|25
Raumhohe Fenster zeigen den rückwärtigen Garten.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
14|25
Selbst die Fensteröffnungen wirken wie Teile einer im unvollendet zurückgelassenen Baustelle.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
15|25
Die Eingriffe respektieren den Bestand und dessen Bau- und Nutzungsgeschichte, so als sei das neue Café nur als eine temporäre Zwischennutzung zu Gast.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
16|25
Neu hinzugefügte, zeitgenössische Elemente schreiben das Layering des Bestands fort als eine zeitlich nicht begrenzte Geschichte.
Bild: Rory Gardiner, London
17|25
Auch die gemauerten, seitlichen Wände bleiben mit einzelnen Putz - und Farbresten rau und roh.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
18|25
Zwischen Tresen und Küche führt eine gewendelte Treppe in einen weiteren Gastraum.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
19|25
Lageplan mit Achse zwischen Rathaus und Bahnhof
Bild: AMAA, Arzignano/Venedig/NewYork
20|25
Grundriss
Bild: AMAA, Arzignano/Venedig/NewYork
21|25
Längsschnitt
Bild: AMAA, Arzignano/Venedig/NewYork
22|25
Querschnitt
Bild: AMAA, Arzignano/Venedig/NewYork
23|25
Ansicht Piazza Libertà
Bild: AMAA, Arzignano/Venedig/NewYork
24|25
Ansicht Corso Garibaldi
Bild: AMAA, Arzignano/Venedig/NewYork
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Achsen, Rhythmus, Pivot-Eingangstür
Das Rathaus hat an Seite der Piazza, an der sich das Café
befindet, eine Arkade mit sieben Bögen. Der mittlere Bogen steht in
einer städtebaulichen Sichtachse zum Portal des etwa zeitgleich
errichteten ehemaligen Bahnhofsgebäudes, denn Rathaus und Bahnhof
waren sowohl inhaltlich als auch wirtschaftlich
verknüpft.
In ihrer Dimensionierung und dekorativen Gestaltung mit
Pilastern und Archivolten entsprechen die Fassadenfelder an der
Innenseite den Bögen der Arkade. Das Feld, das sich genau hinter
dem mittleren Arkadenbogen befindet, ist besonders prächtig
geschmückt, mit Reliefs und sogar einer kreisrunden Uhr in der
Supraporte. In dieses Feld, das den Rhythmus der Fassade dominiert,
ist die neue Eingangstür eingefügt.
Ausgewählt und detailliert wurde eine Pivot-Tür, die von innen
und außen mit brüniertem Eisen verkleidet ist. Mit ihrer kräftigen,
flächig-braunen bis dunkelroten Materialität wirkt sie wie ein
Widerspruch zum hellbeigen Marmor der Arkaden und betont dadurch
den Eingang umso mehr. Den Drücker gestaltete der Künstler
Alessandro Neretti als einen polygonalen Pyramidenstumpf aus
grünlichem Marmor, der aus den Steinbrüchen des nahen Tals von
Valmalenco stammt.
Galerie
Arzignano ist eine norditalienische Kleinstadt unweit von Vicenza in Venetien. Den Mittelpunkt der Stadt bildet die Piazza Libertà, der Freiheitsplatz, mit dem Rathaus.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
01|25
Dieser Bau ähnelt mit einem Arkadengang und der mit Marmor und Stuck verzierten Fassade einem Palazzo aus dem 16. Jahrhundert, ist aber ein eklektizistisches Werk des Architekten Antonio Caregaro Negrin (1821-1898).
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
02|25
In ihrer Dimensionierung und dekorativen Gestaltung mit Pilastern und Archivolten entsprechen die Fassadenfelder an der Innenseite den Bögen der Arkade.
Bild: Simone Bossi, Mailand
03|25
Das Feld, das sich genau hinter dem mittleren Arkadenbogen befindet, ist besonders prächtig mit Reliefs und sogar einer kreisrunden Uhr in der Supraporte geschmückt. In dieses den Rhythmus der Fassade dominierende Feld ist die neue Eingangstür eingefügt.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
04|25
Den Drücker gestaltete der Künstler Alessandro Neretti als einen polygonalen Pyramidenstumpf aus grünlichem Marmor, der aus den Steinbrüchen des nahen Tals von Valmalenco stammt.
Bild: Simone Bossi, Mailand
05|25
Das Innere des Cafés gliedern zwei Zwillingsbögen in eine Enfilade aus drei Raumbereichen.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
06|25
Die nun geradezu archäologisch wiederentdeckten Räume beindrucken nun nicht nur durch ihre knapp 4 m hohe Decke, sondern auch durch Säulen, Pilaster, Zwillingsbögen, Kapitelle, Supraporten sowie durch die Reste von Fresken und farbigen Bodenmosaiken.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
07|25
Im mittleren und zentralen Bereich befindet sich der Tresen, der als ein nahezu monolitischer Edelstahlblock an Werke des amerikanischen Minimal-Art-Künstlers Donald Judd erinnert.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
08|25
Das Team entwickelte ein konzeptionelles Aufzeigen und spielerisches Kommentieren der unterschiedlichen Zeitschichten.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
09|25
Lederkissen auf länglichen Holzbänken und mit Linoleum bezogene Tische ergänzen das Gastraummobiliar.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
10|25
An der hinteren Längswand spiegelt ein gefalteter und perforierter Metallvorhang die Bögen, Säulen und Pilaster der Arkaden – ähnlich einem Kaleidoskop.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
11|25
In diesen Metall-Layer ist eine weitere Pivot-Tür als Zugang zu den Sanitärräumen integriert.
Bild: Rory Gardiner, London
12|25
Schlichte weiße Türen in Wänden mit der Anmutung eines unfertigen Trockenbaus erschließen Neben- und Sanitärräume.
Bild: Rory Gardiner, London
13|25
Raumhohe Fenster zeigen den rückwärtigen Garten.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
14|25
Selbst die Fensteröffnungen wirken wie Teile einer im unvollendet zurückgelassenen Baustelle.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
15|25
Die Eingriffe respektieren den Bestand und dessen Bau- und Nutzungsgeschichte, so als sei das neue Café nur als eine temporäre Zwischennutzung zu Gast.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
16|25
Neu hinzugefügte, zeitgenössische Elemente schreiben das Layering des Bestands fort als eine zeitlich nicht begrenzte Geschichte.
Bild: Rory Gardiner, London
17|25
Auch die gemauerten, seitlichen Wände bleiben mit einzelnen Putz - und Farbresten rau und roh.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
18|25
Zwischen Tresen und Küche führt eine gewendelte Treppe in einen weiteren Gastraum.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
19|25
Lageplan mit Achse zwischen Rathaus und Bahnhof
Bild: AMAA, Arzignano/Venedig/NewYork
20|25
Grundriss
Bild: AMAA, Arzignano/Venedig/NewYork
21|25
Längsschnitt
Bild: AMAA, Arzignano/Venedig/NewYork
22|25
Querschnitt
Bild: AMAA, Arzignano/Venedig/NewYork
23|25
Ansicht Piazza Libertà
Bild: AMAA, Arzignano/Venedig/NewYork
24|25
Ansicht Corso Garibaldi
Bild: AMAA, Arzignano/Venedig/NewYork
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Fenster, Zwillingsbögen, Enfilade
Die Bogenfelder an der Innenseite der Arkade unterteilt
ein Kämpfer in eine rechteckige Öffnung mit einem
bogenförmigen Oberlicht. Diesen Konturen folgend wurden die
Felder festverglast. Auf Sprossen oder sonstige Halbierungen
verzichtete man, um größtmögliche, ungestörte Ein- und Aussicht zu
erzielen. Die Profile der Rahmen nehmen mit ihrer dunkelbraunen
Optik die brünierte Oberfläche der Eingangstür auf.
Das Innere des Cafés gliedern zwei Zwillingsbögen mit einer
filigranen Säule in eine dreiteilige Enfilade. Im mittleren und
zentralen Raumbereich befindet sich der Tresen, der als ein nahezu
monolitischer Edelstahlblock an Werke des amerikanischen
Minimal-Art-Künstlers Donald Judd erinnert.
Galerie
Arzignano ist eine norditalienische Kleinstadt unweit von Vicenza in Venetien. Den Mittelpunkt der Stadt bildet die Piazza Libertà, der Freiheitsplatz, mit dem Rathaus.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
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Dieser Bau ähnelt mit einem Arkadengang und der mit Marmor und Stuck verzierten Fassade einem Palazzo aus dem 16. Jahrhundert, ist aber ein eklektizistisches Werk des Architekten Antonio Caregaro Negrin (1821-1898).
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
02|25
In ihrer Dimensionierung und dekorativen Gestaltung mit Pilastern und Archivolten entsprechen die Fassadenfelder an der Innenseite den Bögen der Arkade.
Bild: Simone Bossi, Mailand
03|25
Das Feld, das sich genau hinter dem mittleren Arkadenbogen befindet, ist besonders prächtig mit Reliefs und sogar einer kreisrunden Uhr in der Supraporte geschmückt. In dieses den Rhythmus der Fassade dominierende Feld ist die neue Eingangstür eingefügt.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
04|25
Den Drücker gestaltete der Künstler Alessandro Neretti als einen polygonalen Pyramidenstumpf aus grünlichem Marmor, der aus den Steinbrüchen des nahen Tals von Valmalenco stammt.
Bild: Simone Bossi, Mailand
05|25
Das Innere des Cafés gliedern zwei Zwillingsbögen in eine Enfilade aus drei Raumbereichen.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
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Die nun geradezu archäologisch wiederentdeckten Räume beindrucken nun nicht nur durch ihre knapp 4 m hohe Decke, sondern auch durch Säulen, Pilaster, Zwillingsbögen, Kapitelle, Supraporten sowie durch die Reste von Fresken und farbigen Bodenmosaiken.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
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Im mittleren und zentralen Bereich befindet sich der Tresen, der als ein nahezu monolitischer Edelstahlblock an Werke des amerikanischen Minimal-Art-Künstlers Donald Judd erinnert.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
08|25
Das Team entwickelte ein konzeptionelles Aufzeigen und spielerisches Kommentieren der unterschiedlichen Zeitschichten.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
09|25
Lederkissen auf länglichen Holzbänken und mit Linoleum bezogene Tische ergänzen das Gastraummobiliar.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
10|25
An der hinteren Längswand spiegelt ein gefalteter und perforierter Metallvorhang die Bögen, Säulen und Pilaster der Arkaden – ähnlich einem Kaleidoskop.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
11|25
In diesen Metall-Layer ist eine weitere Pivot-Tür als Zugang zu den Sanitärräumen integriert.
Bild: Rory Gardiner, London
12|25
Schlichte weiße Türen in Wänden mit der Anmutung eines unfertigen Trockenbaus erschließen Neben- und Sanitärräume.
Bild: Rory Gardiner, London
13|25
Raumhohe Fenster zeigen den rückwärtigen Garten.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
14|25
Selbst die Fensteröffnungen wirken wie Teile einer im unvollendet zurückgelassenen Baustelle.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
15|25
Die Eingriffe respektieren den Bestand und dessen Bau- und Nutzungsgeschichte, so als sei das neue Café nur als eine temporäre Zwischennutzung zu Gast.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
16|25
Neu hinzugefügte, zeitgenössische Elemente schreiben das Layering des Bestands fort als eine zeitlich nicht begrenzte Geschichte.
Bild: Rory Gardiner, London
17|25
Auch die gemauerten, seitlichen Wände bleiben mit einzelnen Putz - und Farbresten rau und roh.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
18|25
Zwischen Tresen und Küche führt eine gewendelte Treppe in einen weiteren Gastraum.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
19|25
Lageplan mit Achse zwischen Rathaus und Bahnhof
Bild: AMAA, Arzignano/Venedig/NewYork
20|25
Grundriss
Bild: AMAA, Arzignano/Venedig/NewYork
21|25
Längsschnitt
Bild: AMAA, Arzignano/Venedig/NewYork
22|25
Querschnitt
Bild: AMAA, Arzignano/Venedig/NewYork
23|25
Ansicht Piazza Libertà
Bild: AMAA, Arzignano/Venedig/NewYork
24|25
Ansicht Corso Garibaldi
Bild: AMAA, Arzignano/Venedig/NewYork
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Im seitlich angrenzenden Gastraum wurde das Konzept des Eklektizismus beim Mobiliar wieder aufgegriffen.
Die Stühle sind eine Mid-Century-Mischung aus Harry Bertoia, Ray
und Charles Eames, Arne Jacobsen, Egon Eiermann und
Thonet-Freischwingern. Dazu gesellen sich Lederkissen auf
länglichen Holzbänken und mit Linoleum bezogene Tische. Zwischen
Tresen und Küche führt eine gewendelte Treppe in einen weiteren
Gastraum, der für den Restaurantbetrieb und geschlossene
Veranstaltungen gedacht ist.
Spiegelung, Rhythmus
An der hinteren Längswand spiegelt ein gefalteter und
perforierter Metallvorhang die Bögen, Säulen und Pilaster der
Arkaden – ähnlich einem Kaleidoskop. In diesen Metall-Layer ist
eine weitere Pivot-Tür als Zugang zu den Sanitärräumen integriert.
Vorgefundene und wieder sichtbar gemachte Streifen und Felder im
Mosaikboden wiederholen und betonen den Rhythmus der Arkaden. Die
räumliche Geometrie wird ebenfalls an den Decken thematisiert.
Während im Tresenraum die historische Holzbalkendecke freigelegt
wurde, erhielt der Gastraum eine neue hölzerne Kassettendecke, die
als visueller Kontrast in die Diagonale gedreht wurde.
Galerie
Arzignano ist eine norditalienische Kleinstadt unweit von Vicenza in Venetien. Den Mittelpunkt der Stadt bildet die Piazza Libertà, der Freiheitsplatz, mit dem Rathaus.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
01|25
Dieser Bau ähnelt mit einem Arkadengang und der mit Marmor und Stuck verzierten Fassade einem Palazzo aus dem 16. Jahrhundert, ist aber ein eklektizistisches Werk des Architekten Antonio Caregaro Negrin (1821-1898).
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
02|25
In ihrer Dimensionierung und dekorativen Gestaltung mit Pilastern und Archivolten entsprechen die Fassadenfelder an der Innenseite den Bögen der Arkade.
Bild: Simone Bossi, Mailand
03|25
Das Feld, das sich genau hinter dem mittleren Arkadenbogen befindet, ist besonders prächtig mit Reliefs und sogar einer kreisrunden Uhr in der Supraporte geschmückt. In dieses den Rhythmus der Fassade dominierende Feld ist die neue Eingangstür eingefügt.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
04|25
Den Drücker gestaltete der Künstler Alessandro Neretti als einen polygonalen Pyramidenstumpf aus grünlichem Marmor, der aus den Steinbrüchen des nahen Tals von Valmalenco stammt.
Bild: Simone Bossi, Mailand
05|25
Das Innere des Cafés gliedern zwei Zwillingsbögen in eine Enfilade aus drei Raumbereichen.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
06|25
Die nun geradezu archäologisch wiederentdeckten Räume beindrucken nun nicht nur durch ihre knapp 4 m hohe Decke, sondern auch durch Säulen, Pilaster, Zwillingsbögen, Kapitelle, Supraporten sowie durch die Reste von Fresken und farbigen Bodenmosaiken.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
07|25
Im mittleren und zentralen Bereich befindet sich der Tresen, der als ein nahezu monolitischer Edelstahlblock an Werke des amerikanischen Minimal-Art-Künstlers Donald Judd erinnert.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
08|25
Das Team entwickelte ein konzeptionelles Aufzeigen und spielerisches Kommentieren der unterschiedlichen Zeitschichten.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
09|25
Lederkissen auf länglichen Holzbänken und mit Linoleum bezogene Tische ergänzen das Gastraummobiliar.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
10|25
An der hinteren Längswand spiegelt ein gefalteter und perforierter Metallvorhang die Bögen, Säulen und Pilaster der Arkaden – ähnlich einem Kaleidoskop.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
11|25
In diesen Metall-Layer ist eine weitere Pivot-Tür als Zugang zu den Sanitärräumen integriert.
Bild: Rory Gardiner, London
12|25
Schlichte weiße Türen in Wänden mit der Anmutung eines unfertigen Trockenbaus erschließen Neben- und Sanitärräume.
Bild: Rory Gardiner, London
13|25
Raumhohe Fenster zeigen den rückwärtigen Garten.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
14|25
Selbst die Fensteröffnungen wirken wie Teile einer im unvollendet zurückgelassenen Baustelle.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
15|25
Die Eingriffe respektieren den Bestand und dessen Bau- und Nutzungsgeschichte, so als sei das neue Café nur als eine temporäre Zwischennutzung zu Gast.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
16|25
Neu hinzugefügte, zeitgenössische Elemente schreiben das Layering des Bestands fort als eine zeitlich nicht begrenzte Geschichte.
Bild: Rory Gardiner, London
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Auch die gemauerten, seitlichen Wände bleiben mit einzelnen Putz - und Farbresten rau und roh.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
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Zwischen Tresen und Küche führt eine gewendelte Treppe in einen weiteren Gastraum.
Bild: Mikael Olsson, Stockholm
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Lageplan mit Achse zwischen Rathaus und Bahnhof
Bild: AMAA, Arzignano/Venedig/NewYork
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Grundriss
Bild: AMAA, Arzignano/Venedig/NewYork
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Längsschnitt
Bild: AMAA, Arzignano/Venedig/NewYork
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Querschnitt
Bild: AMAA, Arzignano/Venedig/NewYork
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Ansicht Piazza Libertà
Bild: AMAA, Arzignano/Venedig/NewYork
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Ansicht Corso Garibaldi
Bild: AMAA, Arzignano/Venedig/NewYork
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Nebentüren, Baustellen-Fenster, Collage
Schlichte, weiße Türen in Wänden mit der Anmutung eines
unfertigen Trockenbaus erschließen die Neben- und Sanitärräume.
Auch die gemauerten seitlichen Wände bleiben mit einzelnen Putz-
und Farbresten rau und roh. Selbst die raumhohen Fenster zum
rückwärtigen Garten wirken wie Teile einer im unvollendeten Zustand
zurückgelassenen Baustelle.
Diese collagenartigen Brüche sollen als spielerische Verweise
auf Vergänglichkeit, Alterungsprozesse und zeitliche Erwartungen
angesichts des hundertjährigen Bestands gelesen werden. Die
Schichtung von Fragmenten und Kontrasten – transparent gegen
opak, filigran gegen wuchtig-schwer, immobil-starr gegen beweglich,
dunkel gegen hell, rau gegen glatt – sind sehr sorgfältig
komponiert und proportioniert. Sie respektieren den Bestand und
dessen Bau- und Nutzungsgeschichte, so als sei das neue Café nur
als eine temporäre Zwischennutzung zu Gast. Die Revitalisierung
zeigt zudem, wie historische und mit Bedeutung aufgeladene Räume
für heutige Bedürfnisse attraktiv adaptiert und zukunftsfähig
gemacht werden können. -sj
Bautafel
Architektur: AMAA (Marcello Galiotto, Francesca Fasiol, Eleonora Folli, Virna Rossetto), Arzignano/Venedig/NewYork Projektbeteiligte: Mara Tirapelle (Modelle); Nero/Alessandro Neretti (Kunstobjekte und Mock-Ups); Simone Michelotti (Tragwerk); Riccardo D’Alessandro (Haustechnik); Nicola Rosa (Brandschutz); Simone Michelotti (Sicherheitskoordinierung); Luca Dal Cengio (Akustik); Stefan Marx (Grafiken); Moredile of Morabito Massimo Casillo (Bauausführung) Bauherr*in: Stadtverwaltung Arzignano; MAM (Marco Mettifogo, Andrea Poli, Marcello Galiotto) Fertigstellung: 2024 Standort: Piazza Libertà 10, 36071 Arzignano, Italien Bildnachweis: Mikael Olsson, Stockholm; Rory Gardiner, London; Simone Bossi, Mailand (Fotos); AMAA (Pläne) über The Architecture Curator, Florenz
Ein Mockup, manchmal auch Mock-Up geschrieben, ist ein Teilausschnitt einer Fassade oder auch eines Raums zur Bemusterung im Maßstab 1:1, also ein originalgetreues Modell in sogenannter Lebensgröße und vor Ort auf der Baustelle.
Bild: Susanne Junker, Berlin
Planungsgrundlagen
Mockup
Ein Mockup ist ein Teilausschnitt einer Fassade oder auch eines Raums im Maßstab 1:1 und dient der Bemusterung von Material, Farbe und Details in Originalgröße.
Pivot-Türen sind eine besondere Form der Drehtür. Die Bezeichnung leitet sich vom französischen Verb pivoter (= schwenken, schwingen) her (im Bild: geöffneter Zustand einer Aluminium-Holz-Pivot-Tür in einem Atrium in Amsterdam).
Eine besondere Form von Drehtüren sind Pivot-Türen. Übergroße Türblätter mit versenktem Beschlagssystem drehen um einen feststehenden Punkt.
Bauwerke zum Thema
Als Vorlage für die Architektur des East Beach Café diente dem Büro Heatherwick Studio das bildliche wie symbolische Konzept des Meeres samt Lebewesen.
Bild: Andy Stagg, London, über Heatherwick Studio
Sport/Freizeit
East Beach Café in Littlehampton
Zwischen organischer Skulptur und geometrisch organisiertem Gehäuse changiert die Gestalt des Cafés und verknüpft innen und außen mit einem Blick auf Strand und Meer.
Der Gewerbebau Linara in Kaufbeuren setzt mit seinen großzügigen Glasanteilen auf Transparenz und Offenheit und folgt einer konsequent ressourcenschonenden Bauweise.
Bild: Constantin Meyer
Industrie/Gewerbe
Gewerbebau in Kaufbeuren
Transparente und energieaktive Gebäudehülle
Arzignano ist eine norditalienische Kleinstadt unweit von Vicenza in Venetien. Den Mittelpunkt der Stadt bildet die Piazza Libertà, der Freiheitsplatz, mit dem Rathaus.
Das Architekturbüro Thomas-McBrien und das Bauunternehmen New Wave London planten und realisierten die Dachaufstockung gemeinsam.
Bild: Ståle Eriksen, London
Industrie/Gewerbe
New Wave House in London
Dachaufstockung mit umlaufendem Fensterband
In einem kleinen Ort nahe Carpineti in der Emilia Romagna, errichteteStudio Bocchi eine Fabrikationshalle für High-Tech-Metallverarbeitung.
Bild: Atelier XYZ über The Architecture Curator
Industrie/Gewerbe
Fabrikhalle der E80-Gruppe in Carpineti
Sheddach-Fenster, Fensterfelder, stehende Fenster
Das ehemalige Warenhaus befindet sich zwischen Rokin und Kalverstraat in der Amsterdamer Innenstadt. Es wurde 1912 eröffnet und mehrfach erweitert.
Bild: Ossip van Duivenbode, Rotterdam
Industrie/Gewerbe
Zeekr Concept Store in Amsterdam
Immersive LED-Fensterwände und Schaufenster
Das Geschäft des Juweliers Tiffany & Co im Flughafen Singapur erhielt von MVRDV ein neues, gestalterisch ungewöhnliches Schaufenster als Eyecatcher.
Bild: Courtesy of Tiffany&Co über MVRDV, Rotterdam
Industrie/Gewerbe
Juwelier im Flughafen Singapur
Schaufenster als 3D-Druck aus recyceltem Kunststoff
Die Kantgarage, manchmal auch Kantgaragen-Palast genannt, ist ein Paradebeispiel dafür, wie wechselhaft die Geschichte eines Hauses im Berlin des 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts sein kann.
Bild: Diephotodesigner / Ken Schluchtmann über Nalbach + Nalbach
Industrie/Gewerbe
Kantgarage in Berlin
Re-Use einer Hochgarage
Das niederländische Architekturbüro MVRDV entwarf eine Fassade für den dreigeschossigen Flagship-Store eines italienischen Juweliers in Bangkok.
Bild: Ketsiree Wongwan, Bangkok, über MVRDV, Rotterdam
Industrie/Gewerbe
Bulgari Flagship-Store in Bangkok
Schaufenster, Blindfenster und Zierlaibungen
Klein, temporär, beachtenswert: Eine Interimslösung sind die insgesamt 30 vorgefertigten, modularen von Bogevischs Buero entworfenen Marktpavillons auf dem Markt am Elisabethplatz in München-Schwabing.
Bild: Michael Heinrich, München
Industrie/Gewerbe
Temporärer Markt in München-Schwabing
Vertikalschiebefenster und Türen mit kreisrunden Fenstern
Das Modulare Gebäude auf dem Firmengelände des Merck-Konzerns in Darmstadt ist Teil eines Masterplans vom Architekturbüro HENN aus Berlin.
Bild: HG Esch, Hennef
Industrie/Gewerbe
Modulares Gebäude des Merck-Konzerns in Darmstadt
Farbstoffsensibilisierte Solarzellen und Flüssigkristallmodule in Glas
Der gläserne "schlafende Wal" in der Kölner Innenstadt.
Bild: Andreas Fechner für Peek & Cloppenburg
Industrie/Gewerbe
Kaufhaus in Köln
Gläserne Haut eines schlafenden Wals
Vorgehängte Balkonfassaden
Für die Fassadensanierung: Modulare Komplett-Systeme von Solarlux schließen die Gebäudehülle energieeffizient und schallschützend!