Gebrauchsspuren
Abnutzung, Qualität, Kintsugi
Durch die alltägliche Nutzung entstehen an Gegenständen und Bauteilen wie Fenstern, Türen und Beschlägen Gebrauchsspuren. Hierzu zählen Kratzer, Risse, Brüche, Abrieb, Abschürfungen und Abplatzungen. Witterungseinflüsse und physikalische Prozesse wie Korrosion verstärken oft die optischen und technischen Mängel und führen zu weiterem Verschleiß. Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) behandelt Gebrauchsspuren als alters- und nutzungsbedingte Veränderungen bis zur sogenannten Minderung der Tauglichkeit u.a. im Miet-, Kauf-, Sachen- und Deliktsrecht.
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Gebrauchsspuren lassen sich jedoch nicht nur als Mängel oder gar Schäden negativ betrachten. Im Sinne von Patina und Glanz als Zeichen für Wertbeständigkeit und Langlebigkeit sowie für hohe handwerkliche Qualität können die Spuren durchaus auch positive Assoziationen wecken. Diese Betrachtung ist vergleichbar mit dem japanischen Prinzip Kintsugi. Bei Kintsugi wird beispielsweise zerbrochene Keramik mit einer Kleb- und Lackmasse mit Anteilen von Gold-, Silber- oder Bronzepulver wieder zusammengefügt. Der reparierte Gegenstand wird dann höher wertgeschätzt als zuvor.
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Grundsätzlich werden durch regelmäßige Wartung, Instandhaltung und vor allem eine sachgerechte
Nutzung Gebrauchsspuren minimiert und Verschleiß verlangsamt.
Regelmäßige Kontrollen potenzieller Schwachstellen, Reinigung und
Pflege beispielsweise mit Polituren und Ölen, Reparaturen und der
rechtzeitige Austausch von anfälligen oder gar schadhaften
Elementen erhalten die Funktionalität. So lässt sich dann die
Nutzungsdauer von Gegenständen und Bauteilen verlängern bis zu
Maßnahmen wie Retrofit und Re-Use. -sj
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