Imprägnieren und Lasieren von Holzfenstern

Wegen der hohen Belastung des Materials durch Wind, Regen und Sonne sind Holzfenster pflegebedürftig. Der Oberflächenschutz gegen Schädlingsbefall und Fäulnisbildung wird heute üblicherweise vor dem Einbau durch eine werkseitige Druck- und Tauchimprägnierung auf mehrere Jahre sichergestellt.

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Der notwendige Wetterschutz wird mit einer anschließenden Lasur gewährleistet. Beim Auftragen der Lasur ist darauf zu achten, dass die Oberfläche harzfrei ist und möglichst günstige Hafteigenschaften besitzt. Wegen der höheren thermischen Beanspruchung muss die Lasur bei dunklen Farben öfter erneuert werden als bei einer hellen Farbgebung. Risse oder Austrocknungen der Holzprofile können sonst zu bleibenden Schäden am Fensterelement führen.


Am besten eignen sich ausgesuchte, industriell getrocknete Naturhölzer, z.B. mit einem vierfachen Oberflächenaufbau:

  1. Imprägnierung im Flutverfahren

    Die erste Imprägnierflüssigkeit ist dünnflüssig und farblos. Sie dringt tief ins Holz ein und schützt vor Pilzbefall und eindringender Feuchte.
  2. Grundierung

    Als vorbereitende Schicht für die spätere Farbgebung des Holzes, sie schützt zusätzlich gegen holzzerstörende UV-Strahlen, Auftrag im Flutverfahren.
  3. Zwischenlasur/Füllgrund

    Bei diesem Arbeitsgang werden auch die feinsten Holzporen gefüllt. Der Zusatz von UV-Absorbern und Pigmenten ermöglicht eine sehr widerstandsfähige Oberfläche des Holzes, Auftrag im Flutverfahren.
  4. Endlasur

    Individuelle Farbgestaltung, im Spritzverfahren aufgetragen. Diese Schutzschicht enthält eine hohe Anzahl von Farbpigmenten, ist wasserabweisend und atmungsaktiv.


Bildnachweis: Aldra

Kontakt Redaktion Baunetz Wissen: wissen@baunetz.de
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Löwenkopf in einer repräsentativen Eingangstür, Fasanenstraße Berlin, 1898/99 von Samuel Fritz Goldmann entworfen und gebaut, heute denkmalgeschützt

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