Bewegte Lichtspalte in der Wand
Schlitze und Konturen zur Raumbeleuchtung
Plastizität und Tiefenwirkung verlieh der italienische Avantgardekünstler Lucio Fontana seinen Concetto Spaziale betitelten Werken, indem er Leinwände einschlitzte und perforierte. Ein Spalt in der Fläche eröffnet auch bei den in Wand oder Decke integrierten Leuchten des belgischen Herstellers Kinetura eine dritte räumliche Dimension. Hinzu kommt dabei als wesentlicher Faktor die Bewegung einer Teilfläche. So verschmelzen Raum- und Lichtkonzept bei dem Sortiment wie eine Installation.
Galerie
Das Prinzip funktioniert so, dass sich beim Einschalten ein Einschnitt der vorgebauten Ebene nach innen beugt, die Wand sich quasi partiell öffnet und Licht durch den Spalt scheinen lässt. Mit der Größe des Öffnungsgrades nimmt auch die Helligkeit der indirekten Beleuchtung zu – der Übergang ist fließend und stufenlos. Die Lichtquelle ist nicht sichtbar hinter der Fläche montiert. Zum Einsatz kommen dimmbare Leuchtdioden mit standardmäßig 2.700 Kelvin. Nicht nur warmweißes, sondern auch buntes Licht ist möglich, wenn RGB-LED gewählt werden. Ein Smart-Lighting-Kontrollsystem steuert die Inszenierung.
Form und Materialoptik unterscheiden sich je nach Modell. Zwei
sich kreuzende Linien öffnen sich bei Napoli. Bei
Kinemarble sieht die Oberfläche aus wie Naturstein, in den
die feine Kontur einer Glühbirne eingeschnitten ist, die sich
wandeinwärts beugt. Das gleiche Motiv ziert Cordoba, in
wahlweise weißer oder schwarzer Oberfläche. Das Modell Tokio
spendet Licht über eine kreisrunde Kontur, Casablanca
hingegen durch ein Quadrat. Alle Leuchten benötigen eine Tiefe von
rund sieben Zentimetern für die Technik und lassen sich großflächig
vor einer tragenden Wand oder Decke montieren oder wie ein
rahmenloses Bild.
