Gliederheizkörper, Radiatoren

Gliederheizkörper bzw. Radiatoren (radio/radiant = strahlen) sind die am meisten verbreiteten Heizkörper für Warmwasserheizungen. Sie gelten als die Urform, aus denen sich im Laufe der Zeit unterschiedliche Heizkörpertypen entwickelt haben. Die Leistungsbereiche sind sehr variabel, da die Radiatoren, je nach Bauart, durch Aneinanderreihung von Gliedern bzw. durch Vergrößerung von Höhe, Länge oder Tiefe dem jeweiligen Bedarf angepasst werden können.

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Die Wärme wird von Gliederheizkörpern grundsätzlich einerseits durch Strahlung, über die sichtbare Fläche, andererseits durch Konvektion, über die luftdurchströmten Bereiche an den Raum übertragen. Mit zunehmender Bautiefe nimmt der Strahlungsanteil ab. Radiatoren in Niedertemperatur-Heizsystemen müssen entsprechend groß ausgelegt werden. Abhängig von der Bauart und der Heizkörpertemperatur variiert das Verhältnis der Wärmeübertragungsarten.

Es gibt verschiedene Anschlussmöglichkeiten der Radiatoren, abhängig vom jeweiligen Verteilsystem und örtlichen Gegebenheiten, einseitig oder wechselseitig, reitend oder in Reihe, senkrecht, stehend oder hängend. Geregelt wird jeder Heizkörper bei Neuinstallationen nach Vorschrift mit Hilfe eines Thermostatventils, das die Raumtemperatur durch Durchflussmengenregelung auf dem eingestellten Wert konstant hält. Dabei sind Ausführungen mit externem oder integriertem Temperaturfühler möglich sowie mikroelektronische Thermostatköpfe zur programmierbaren Regelung der Anlage.

Die Gliederheizkörper gibt es in verschiedenen Materialien und Ausführungen:

  • Gussradiatoren
    findet man heute überwiegend im Anlagenbestand/Altbau. Bei ihnen verbinden sogenannte Nippel mit Rechts- und Linksgewinde die einzelnen Glieder. Das Zusammenbauen der Gliederheizkörper nennt man deshalb Nippeln. Gussradiatoren sind für Heizsysteme mit Warmwasser, Heißwasser und Dampf PN 6 geeignet.

  • Stahlradiatoren
    sind moderner, leichter, billiger und bruchsicherer als Gussheizkörper. Es gibt sie in zusammengeschweißten Blöcken, die durch Einzelglieder ergänzt werden können. Sie eignen sich nicht für Dampfheizungen.

  • Stahlrohrradiatoren
    können aus senkrechten Rohren bestehen, die oben und unten mit einem Sammler verschweißt sind. Es gibt sie auch als Fensterbankradiatoren mit liegend angeordneten Rohrreihen und einer Sitzfläche. Mit senkrecht einreihigen Rohren werden sie als Raumteiler eingesetzt.

  • Handtuchheizkörper
    sind eine Sonderform der Stahlrohrradiatoren, sie heizen das Bad und trocknen gleichzeitig nasse Handtücher, können auch elektrisch beheizt werden

  • Sonderformen aus Keramik oder Aluminiumguss
    oft auch Designheizkörper genannt, die Industrie bietet inzwischen nahezu jede nur erdenkliche Form an

  • Sonderform Ölradiator
    sei hire nur der Vollständigkeit halber genannt, denn er dient nur zum kurzfristigen Beheizen von Räumen, z.B. in Bauwagen oder wenn die reguläre Heizung ausgefallen ist

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