Tageslicht und GEG

Zur Verbesserung des Klimaschutzes und zur Senkung des Energieverbrauchs in Gebäuden wurden die Energieeinsparverordnung (seit 11/2020 überführt ins GEG - Gebäudeenergiegesetz) und die DIN 18599 Energetische Bewertung von Gebäuden – Berechnung des Nutz-, End- und Primärenergiebedarfs für Heizung, Kühlung, Lüftung, Trinkwarmwasser und Beleuchtung eingeführt. Der Einfluss des GEG bei der Umsetzung von Konzepten zur Tageslichtnutzung in Wohngebäuden ist eher gering: allenfalls gehen Fenstergrößen als solarer Gewinn in die Berechnung des Heizwärmebedarfs mit ein. Bei Nichtwohngebäuden hingegen, die generell nach DIN 18599 zu bilanzieren sind, werden – neben der Gebäudehülle und der Anlagentechnik für Beheizung, Warmwasserbereitung und Lüftung – auch die Kühlleistung und der Energiebedarf für die Beleuchtung bewertet.

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Teil 4 der DIN 18599 beinhaltet die Berechnung des Energiebedarfs für die künstliche Beleuchtung. Er umfasst nicht nur die installierte Anschlussleistung des Beleuchtungssystems, sondern berücksichtigt auch die Tageslichtversorgung. Je mehr Tageslicht im Gebäude eingesetzt wird, desto nennenswerter kann der Vollbetriebszeitfaktor (fv) für die künstliche Beleuchtung gesenkt werden. Eine hohe Tageslichtautonomie reduziert demzufolge die Zeiten, in denen Kunstlicht eingeschaltet werden muss. Durch die optimierte Nutzung des Tageslichtes lässt sich der Energieverbrauch für die Beleuchtung in Bürogebäuden immerhin um bis zu 75% reduzieren. Außerdem verringert sich die Kühllast, die durch die Abwärme der künstlichen Beleuchtung entstehen würde. Allerdings darf sich das Gebäude durch einfallendes Sonnenlicht im Sommer nicht überhitzen, da dann der Kühlenergiebedarf wieder steigt. Der maximal zulässige Sonneneintragskennwert für transparente Bauteile, muss in jedem Fall eingehalten werden.

Deshalb ist der gezielte Einsatz von Sonnenschutzvorrichtungen, in Kombination mit Systemen zur Tageslichtlenkung und der tageslicht- oder präsenzabhängigen Kunstlichtsteuerung, sinnvoll. Sie dienen sowohl der Stromeinsparung als auch der Verringerung der Kühllasten. Weitere Maßnahmen zur passiven Kühlung von Gebäuden durch Erdwärmetauscher oder Betonkerntemperierung mittels Erdwärme bzw. Erdkälte erhalten durch die Bilanzierung der Kühlenergie ebenfalls einen hohen Stellenwert. Darüber hinaus stiegen in den letzten Jahren die Anforderungen an die künstliche Beleuchtung, so dass sie nunmehr wesentlich höhere Energiestandards zu erfüllen hat.

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