Hörtipp: Land unter
Alles über die Knolle
Wasser als Energiequelle? Zuerst denkt man an Wasserkraftwerke. Doch das Wasser birgt noch weitere, bisher unangezapfte Energiequellen. Sie liegen in der Tiefsee, zwischen 3000 und 6000 Meter tief auf dem Meeresboden: Manganknollen, dunkel gefärbte Mineral-Aggregate aus Mangan und Eisen, die auch Kupfer, Cobalt, Nickel und andere Metalle enthalten. Diese Metalle sind für die Herstellung von Batterien notwendig und versprechen grüne Energie. An Land schürft man sie meist unter menschenunwürdigen Bedingungen und verschmutzt dabei Gewässer und die Umwelt – da klingt Tiefseebergbau zunächst wie eine gute Alternative. Doch welche Folgen hätte der Abbau in der Tiefsee? Diese Frage und den aktuellen Stand der Wissenschaft, Politik und Wirtschaft beleuchtet die neue Podcaststaffel Unter Land.
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In vier Folgen erzählen die Redakteur*innen die fundiert recherchierte Geschichte der Manganknolle und der sich um sie drehenden Interessenskonflikte. Produziert wurde der Podcast vom Futurium und Undone, einem Berliner Studio für Podcasts und Filme. Das Team geht der Frage des Tiefseebergbaus wortwörtlich auf den Grund, lässt Unternehmen, Aktivist*innen und Politiker*innen zu Wort kommen und berichtet über die Geschichte und mögliche Zukunft der Manganknolle.
Während sich Unternehmen von dem Abbau Gewinne erhoffen, weisen Aktivist*innen auf die potenziell schädlichen Folgen für die Umwelt hin. Denn eine Manganknolle wächst nicht so einfach nach: Innerhalb von einer Million Jahren wächst sie nur etwa einen Millimeter. Neueste wissenschaftliche Erkenntnissen zeigen zudem, dass die Knollen Sauerstoff produzieren und so Leben ermöglichen. Sind sie also schützenswert? Die Weltgemeinschaft ringt noch um entsprechende Regularien. Die spannend erzählte Geschichte der Manganknolle ähnelt einem Polithriller und bietet Einblicke in das Leben in der Tiefsee.
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