Wer aus südlicher Richtung die Hamburger Elbbrücken überquert,
dem eröffnet sich ein weitreichender Blick auf die HafenCity – mit
der Elbphilharmonie ganz im Westen und einem Rohbau-Turm im Osten.
Dazwischen wechseln sich Wohn- und Geschäftsgebäude mit Plätzen,
Parks und Promenaden ab. In unmittelbarer Nähe zu den Elbbrücken
und damit als Entrée in das gleichnamige Quartier realisiert
Behnisch Architekturbüro das Edge ElbSide – ein Bürogebäude,
das dem Energiekonzern Vattenfall als neuer Standort dient.
Galerie
Das Entwurfs- und Planungsteam von Behnisch Architekturbüro plante in der östlichen HafenCity ein Bürogebäude mit flexiblen Grundrissen.
Bild: David Matthiessen
01|20
Das Edge ElbSide liegt am Amerigo-Vespucci-Platz, dem Zentrum des Elbbrücken-Quartiers.
Bild: David Matthiessen
02|20
Mit seinen achtzehn Geschossen bildet das Gebäude einen markanten Hochpunkt innerhalb des Quartiers.
Bild: David Matthiessen
03|20
Einschnitte in die Kubatur zonieren das Gebäude und schaffen Wintergärten und Atrien, in denen Begegnung und Austausch möglich sind.
Bild: David Matthiessen
04|20
Ein Foyer mit Galerien empfängt Gäste und Mitarbeitende.
Bild: Vattenfall, Hamburg
05|20
Hier liegt die großzügige Freitreppe, die in ein Zwischengeschoss führt.
Bild: David Matthiessen
06|20
Mehrgeschossige Lufträume und verglaste Höfe mit Galerien erweitern die Arbeitsbereiche und lösen starre Bürostrukturen auf.
Bild: David Matthiessen
07|20
In den Atrien können Mitarbeitende zusammenkommen, sich besprechen und arbeiten.
Bild: David Matthiessen
08|20
Die Höfe und Atrien ermöglichen eine geschossübergreifende Kommunikation.
Bild: David Matthiessen
09|20
Mit gläsernen Fassaden heben sich der Atrien deutlich von den Bürogeschossen ab; Sichtbeziehungen werden gestärkt sowie der Dialog mit der Nachbarschaft gefördert.
Bild: David Matthiessen
10|20
Für Mitarbeitende stehen Fokusarbeitsplätze, verschiedene Besprechungsräume, sogenannte individuelle Solo- oder Duoboxen für Telefonate oder Videokonferenzen und Orte für informelle Kommunikation zur Verfügung.
Bild: David Matthiessen
11|20
Entlang der Fassade sind Arbeitsplätze zu flexiblen Gruppen arrangiert.
Bild: Vattenfall, Hamburg
12|20
Lageplan
Bild: Behnisch Architekturbüro
13|20
Grundriss Erdgeschoss
Bild: Behnisch Architekturbüro
14|20
Grundriss 4. Obergeschoss
Bild: Behnisch Architekturbüro
15|20
Grundriss 6. Obergeschoss
Bild: Behnisch Architekturbüro
16|20
Grundriss 8. Obergeschoss
Bild: Behnisch Architekturbüro
17|20
Axonometrie
Bild: Behnisch Architekturbüro
18|20
Sketch Magistrale
Bild: Behnisch Architekturbüro
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Sketch Hof
Bild: Behnisch Architekturbüro
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Städtebau und Masterpläne
Die HafenCity gilt derzeit als Europas größtes innerstädtisches
Stadtentwicklungsvorhaben. Sie grenzt nördlich an die historische
Speicherstadt, zudem sind die Hafenkante und verschiedene
Hafenbecken charakteristisch für das Bebauungsgebiet. Bereits im
Jahr 2000 wurde der Masterplan von Kees Christiaanse und ASTOC vom
Hamburger Senat beschlossen. Seither werden sukzessive auf 157
Hektar Fläche und in insgesamt zehn Quartieren verschiedene
Nutzungskonzepte aus Wohnen, Arbeiten, Bildungs- und
Kultureinrichtungen, Einzelhandel und Freizeit- und
Tourismusangeboten realisiert. Für die drei östlichen Quartiere
Oberhafen, Baakenhafen und Elbbrücken bot dieser
Masterplan jedoch keine ausreichende Planungsgrundlage, woraufhin
ab 2008 an einer Masterplanüberarbeitung gearbeitet und diese 2010
vom Senat beschlossen wurde.
Das Quartier Elbbrücken ist als urbanes Geschäfts- und
Wohnquartier geplant. Es zeichnet sich überwiegend durch
siebengeschossige Blockstrukturen mit einzelnen Hochpunkten aus.
Der rund 10.000 m² große Amerigo-Vespucci-Platz zwischen
Baakenhafen im Westen und den Elbbrücken im Osten bildet das
Zentrum des neuen Quartiers. An diesen Platz setzt Behnisch
Architekturbüro mit dem Edge ElbSide einen weiteren Hoch- und
Orientierungspunkt für das Quartier. Ihr Entwurf ging als
Siegerprojekt aus einem 2019 ausgelobten Wettbewerb hervor, bei dem
vier internationale Architekturbüros in einem Workshop-Verfahren
gegeneinander antraten. Die Planungen begannen im September 2019;
mit dem Bau konnte ein Jahr später begonnen werden. Im Mai 2024
wurde das Projekt fertiggestellt.
Galerie
Das Entwurfs- und Planungsteam von Behnisch Architekturbüro plante in der östlichen HafenCity ein Bürogebäude mit flexiblen Grundrissen.
Bild: David Matthiessen
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Das Edge ElbSide liegt am Amerigo-Vespucci-Platz, dem Zentrum des Elbbrücken-Quartiers.
Bild: David Matthiessen
02|20
Mit seinen achtzehn Geschossen bildet das Gebäude einen markanten Hochpunkt innerhalb des Quartiers.
Bild: David Matthiessen
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Einschnitte in die Kubatur zonieren das Gebäude und schaffen Wintergärten und Atrien, in denen Begegnung und Austausch möglich sind.
Bild: David Matthiessen
04|20
Ein Foyer mit Galerien empfängt Gäste und Mitarbeitende.
Bild: Vattenfall, Hamburg
05|20
Hier liegt die großzügige Freitreppe, die in ein Zwischengeschoss führt.
Bild: David Matthiessen
06|20
Mehrgeschossige Lufträume und verglaste Höfe mit Galerien erweitern die Arbeitsbereiche und lösen starre Bürostrukturen auf.
Bild: David Matthiessen
07|20
In den Atrien können Mitarbeitende zusammenkommen, sich besprechen und arbeiten.
Bild: David Matthiessen
08|20
Die Höfe und Atrien ermöglichen eine geschossübergreifende Kommunikation.
Bild: David Matthiessen
09|20
Mit gläsernen Fassaden heben sich der Atrien deutlich von den Bürogeschossen ab; Sichtbeziehungen werden gestärkt sowie der Dialog mit der Nachbarschaft gefördert.
Bild: David Matthiessen
10|20
Für Mitarbeitende stehen Fokusarbeitsplätze, verschiedene Besprechungsräume, sogenannte individuelle Solo- oder Duoboxen für Telefonate oder Videokonferenzen und Orte für informelle Kommunikation zur Verfügung.
Bild: David Matthiessen
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Entlang der Fassade sind Arbeitsplätze zu flexiblen Gruppen arrangiert.
Bild: Vattenfall, Hamburg
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Lageplan
Bild: Behnisch Architekturbüro
13|20
Grundriss Erdgeschoss
Bild: Behnisch Architekturbüro
14|20
Grundriss 4. Obergeschoss
Bild: Behnisch Architekturbüro
15|20
Grundriss 6. Obergeschoss
Bild: Behnisch Architekturbüro
16|20
Grundriss 8. Obergeschoss
Bild: Behnisch Architekturbüro
17|20
Axonometrie
Bild: Behnisch Architekturbüro
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Sketch Magistrale
Bild: Behnisch Architekturbüro
19|20
Sketch Hof
Bild: Behnisch Architekturbüro
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Luftige Einschnitte
Der rechteckige Baukörper – vornehmlich siebengeschossig, an der
nordwestlichen Ecke 18-geschossig – ist an vielen Stellen durch
verglaste Einschnitte, die unterschiedlich hohe Höfe und Atrien
ausbilden, aufgebrochen. Zum Platz hin springt das Erdgeschoss
zurück, die darüber liegenden Geschosse kragen aus und werden über
quadratische Stützen abgefangen.
Beschäftigte des neuen Vattenfall-Standorts finden im
Erdgeschoss ein Restaurant mit Außenterrasse, Fitnessflächen und
Fahrradabstellräume. Die Freitreppe im zentralen Foyer führt in das
sogenannte Mezzanine-Geschoss. Hier liegen Ausstellungsbereiche,
informelle Arbeitsplätze und Begegnungsorte. Die Grundrisse der
Regelgeschosse zeichnen sich durch frei bespielbare Büroflächen
aus. Einzig die Fluchttreppen, Aufzüge und vertikalen
Versorgungseinheiten ziehen sich als feste Einheiten durch die
gesamte Gebäudehöhe.
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Das Entwurfs- und Planungsteam von Behnisch Architekturbüro plante in der östlichen HafenCity ein Bürogebäude mit flexiblen Grundrissen.
Bild: David Matthiessen
01|20
Das Edge ElbSide liegt am Amerigo-Vespucci-Platz, dem Zentrum des Elbbrücken-Quartiers.
Bild: David Matthiessen
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Mit seinen achtzehn Geschossen bildet das Gebäude einen markanten Hochpunkt innerhalb des Quartiers.
Bild: David Matthiessen
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Einschnitte in die Kubatur zonieren das Gebäude und schaffen Wintergärten und Atrien, in denen Begegnung und Austausch möglich sind.
Bild: David Matthiessen
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Ein Foyer mit Galerien empfängt Gäste und Mitarbeitende.
Bild: Vattenfall, Hamburg
05|20
Hier liegt die großzügige Freitreppe, die in ein Zwischengeschoss führt.
Bild: David Matthiessen
06|20
Mehrgeschossige Lufträume und verglaste Höfe mit Galerien erweitern die Arbeitsbereiche und lösen starre Bürostrukturen auf.
Bild: David Matthiessen
07|20
In den Atrien können Mitarbeitende zusammenkommen, sich besprechen und arbeiten.
Bild: David Matthiessen
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Die Höfe und Atrien ermöglichen eine geschossübergreifende Kommunikation.
Bild: David Matthiessen
09|20
Mit gläsernen Fassaden heben sich der Atrien deutlich von den Bürogeschossen ab; Sichtbeziehungen werden gestärkt sowie der Dialog mit der Nachbarschaft gefördert.
Bild: David Matthiessen
10|20
Für Mitarbeitende stehen Fokusarbeitsplätze, verschiedene Besprechungsräume, sogenannte individuelle Solo- oder Duoboxen für Telefonate oder Videokonferenzen und Orte für informelle Kommunikation zur Verfügung.
Bild: David Matthiessen
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Entlang der Fassade sind Arbeitsplätze zu flexiblen Gruppen arrangiert.
Bild: Vattenfall, Hamburg
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Lageplan
Bild: Behnisch Architekturbüro
13|20
Grundriss Erdgeschoss
Bild: Behnisch Architekturbüro
14|20
Grundriss 4. Obergeschoss
Bild: Behnisch Architekturbüro
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Grundriss 6. Obergeschoss
Bild: Behnisch Architekturbüro
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Grundriss 8. Obergeschoss
Bild: Behnisch Architekturbüro
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Axonometrie
Bild: Behnisch Architekturbüro
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Sketch Magistrale
Bild: Behnisch Architekturbüro
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Sketch Hof
Bild: Behnisch Architekturbüro
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Offener Grundriss für New Work
Offene Treppen, mehrgeschossige Lufträume, verglaste Höfe mit
Galerien und eine Dachterrasse erweitern die Arbeitsflächen und
lösen starre Bürostrukturen ab. Das fördert geschossübergreifend
die Kommunikation. Für Mitarbeitende stehen Fokusarbeitsplätze,
verschiedene Besprechungsräume, sogenannte individuelle Solo- oder
Duoboxen für Telefonate oder Videokonferenzen und Orte für
informelle Kommunikation zur Verfügung. Je nach Bedarf können die
verschiedenen Arbeitsplätze aufgesucht werden. Auch auf der
Dachterrasse, in der Skylounge und in den Wintergärten soll
Arbeiten möglich sein.
Das Grundraster von 8,10 Meter ermöglicht die flexible
Bespielung der Flächen. Einschnitte und Rücksprünge sind innerhalb
des sogenannten Halbrasters von 4,05 Meter möglich. Installationen
im Bürobereich sind auf ein Minimum reduziert, um nachträgliche
Umbauten von Trennwänden zu erleichtern und neue Raumsituationen
problemlos herstellen zu können.
Galerie
Das Entwurfs- und Planungsteam von Behnisch Architekturbüro plante in der östlichen HafenCity ein Bürogebäude mit flexiblen Grundrissen.
Bild: David Matthiessen
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Das Edge ElbSide liegt am Amerigo-Vespucci-Platz, dem Zentrum des Elbbrücken-Quartiers.
Bild: David Matthiessen
02|20
Mit seinen achtzehn Geschossen bildet das Gebäude einen markanten Hochpunkt innerhalb des Quartiers.
Bild: David Matthiessen
03|20
Einschnitte in die Kubatur zonieren das Gebäude und schaffen Wintergärten und Atrien, in denen Begegnung und Austausch möglich sind.
Bild: David Matthiessen
04|20
Ein Foyer mit Galerien empfängt Gäste und Mitarbeitende.
Bild: Vattenfall, Hamburg
05|20
Hier liegt die großzügige Freitreppe, die in ein Zwischengeschoss führt.
Bild: David Matthiessen
06|20
Mehrgeschossige Lufträume und verglaste Höfe mit Galerien erweitern die Arbeitsbereiche und lösen starre Bürostrukturen auf.
Bild: David Matthiessen
07|20
In den Atrien können Mitarbeitende zusammenkommen, sich besprechen und arbeiten.
Bild: David Matthiessen
08|20
Die Höfe und Atrien ermöglichen eine geschossübergreifende Kommunikation.
Bild: David Matthiessen
09|20
Mit gläsernen Fassaden heben sich der Atrien deutlich von den Bürogeschossen ab; Sichtbeziehungen werden gestärkt sowie der Dialog mit der Nachbarschaft gefördert.
Bild: David Matthiessen
10|20
Für Mitarbeitende stehen Fokusarbeitsplätze, verschiedene Besprechungsräume, sogenannte individuelle Solo- oder Duoboxen für Telefonate oder Videokonferenzen und Orte für informelle Kommunikation zur Verfügung.
Bild: David Matthiessen
11|20
Entlang der Fassade sind Arbeitsplätze zu flexiblen Gruppen arrangiert.
Bild: Vattenfall, Hamburg
12|20
Lageplan
Bild: Behnisch Architekturbüro
13|20
Grundriss Erdgeschoss
Bild: Behnisch Architekturbüro
14|20
Grundriss 4. Obergeschoss
Bild: Behnisch Architekturbüro
15|20
Grundriss 6. Obergeschoss
Bild: Behnisch Architekturbüro
16|20
Grundriss 8. Obergeschoss
Bild: Behnisch Architekturbüro
17|20
Axonometrie
Bild: Behnisch Architekturbüro
18|20
Sketch Magistrale
Bild: Behnisch Architekturbüro
19|20
Sketch Hof
Bild: Behnisch Architekturbüro
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Raumhohe opake und transparente Fensterelemente wechseln sich
ab. Unterschiedliche Keramikpaneele in Rot- und Brauntönen ergänzen
das Fassadenbild. Die transparenten Flächen der Bürofassade sind
als festverglaste Elemente und öffenbare Fenster vorgesehen.
Außenliegende, effektive und lichtlenkende Raffstores gewährleisten
den notwendigen Sonnenschutz. Mit verglasten Fassaden heben sich
die Atrien deutlich von den Büroetagen ab, Sichtbeziehungen werden
gestärkt sowie der Dialog mit der Nachbarschaft erhöht, so die
Architekt*innen.
Umstellung auf hybride Arbeitsmodelle
Die Planung des Projekts erfolgte vor, während und nach der
Corona-Pandemie. Während die Leistungsphasen 1 und 2 vor der
Pandemie abgeschlossen wurden, erfolgte ein Großteil der Arbeit in
den Leistungsphasen 3 bis 5 zur Hochphase der Pandemie im
Remote-Working-Modell. Das gesamte Planungsteam sowie Bauherr und
Nutzende mussten sich in den ersten Corona-Wochen in der „neuen
Welt“ des digitalen Remote-Arbeitens zurechtfinden. Ein gemeinsamer
Planungsprozess „am Tisch“ mit dem eingebundenen Generalunternehmer
war vorgesehen, um das Wissen frühzeitig einzubringen. In der neuen
Realität der digitalen und remote organisierten Zusammenarbeit
stellte dies jedoch eine Herausforderung dar, berichteten die
Architekt*innen. Digitale Tools und Infrastruktur mussten
aktualisiert werden, um Projektteams an den verschiedenen neuen
Standorten effektiv zu verwalten.
Die Umstellung auf eine neue Arbeitswelt zeichnete sich
ebenfalls im Projekt ab: Der Hauptmieter des Gebäudes brachte
Vorstellungen zu Desk-Sharing und hybriden Arbeitsmodellen in die
Planung ein, allerdings nicht erst als Folge der Pandemie: Diese
Anforderungen waren bereits Bestandteil der Wettbewerbsphase. Schon
früh stellte sich das Planungsteam die Frage: „Was bedeutet es, in
einer modernen Arbeitsumgebung zu arbeiten?“ Diese Überlegung wurde
zu einem Haupttreiber des Gebäudekonzepts und spiegelt sich in der
Arbeitslandschaft, die flexible und vielfältige
Arbeitsmöglichkeiten bietet, wider, erklären die
Architekt*innen.
Sie betonen weiterhin, traditionelle Planungs- und
Darstellungsmethoden wie Grundrisse, Schnitte und Ansichten blieben
ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit. Gleichzeitig seien sie
überzeugt, dass der Einsatz digitaler Werkzeuge, wie die
BIM-basierte Planung mit dreidimensionalen Räumen, erhebliche
Vorteile biete und die Zukunft darstelle. Indem sie lernten, diese
digitalen Werkzeuge effektiv für die eigenen Zwecke einzusetzen,
steigerte das selbstverständlich auch ihre Effizienz im
Planungsprozess. ~st
Bautafel
Architektur: Behnisch Architekturbüro Projektteam: Michael Innerarity, Abdu Alshorafa (Projektleitung); Ana Mercade, Tim Shapkin, Davide Mendolia, Leslie Iturra, Cornelia Wust, Cigdem Gündogdu (Mitarbeiter*innen) Projektbeteiligte: deWinder Architekten, Berlin (Innenarchitektur); XPM, Hamburg (Projektsteuerung); Assmann Beraten und Planen, Hamburg (Tragwerk); IG Tech, Hamburg (TGA); Hahn Consult, Hamburg (Brandschutz); Werner Sobek, Stuttgart (Fassade); Müller-BBM, Hamburg (Bauphysik); Happold Ingenieurbüro, Berlin (Zertifizierungen); Bartenbach Lighting Design, Aldrans (Tages- und Kunstlichtplanung); Poolarserver, Stuttgart (Projektserver); KEP, Dresden (Küchenplanung); Ockert und Partner, Stuttgart (Gebäudeleitsystem); Compendium BIM + Kybernetik, Frankfurt (BIM-Koordination); ZECH Bau, Hamburg (Generalunternehmer) Bauherr*in: EDGE Hamburg Fertigstellung: 2024 Standort: Amerigio-Vespucci-Platz 2, 20457 Hamburg Bildnachweis: David Matthiessen (Fotos); Behnisch Architekturbüro (Pläne)
Die Kollaboration bei Behnisch Archiekturbüro funktioniert zunehmend hybrid und flexibel, gestützt von digitalisierten Arbeitsweisen.
Bild: David Matthiessen, Stuttgart
Grundlagen
Nachgefragt: Wie funktioniert New Work im Planungsbüro?
Die Teams bei Behnisch Architekturbüro arbeiten von verschiedenen Standorten zusammen. Das geht, weil das Büro traditionelle Arbeitsweisen und eine progressive digitale Infrastruktur kombiniert.
Teamrollen nach Belbin
Bild: KI generiert / ChatGPT
Grundlagen
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