Bedeutung und Entwicklung des Controlling

Der Begriff des Controllings wird in der Baubranche vielfältig eingesetzt. Vom Firmencontrolling über das Controlling der Baustelle bis zu dem eines Projektes. Während kleine bis mittelständische Unternehmen für die Position des Controllers oftmals keine eigene Stelle ausschreiben, ist die Position des Controllers für große Architektur- und Ingenieurbüros unentbehrlich.

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Der seit den 1950er-Jahren in Deutschland etablierte Beruf hat seine Anfänge in der amerikanischen Eisenbahngesellschaft Atchison, Topeka and Santa Fe Railway. Hier wurde bereits im Jahr 1880 die Position des Controllers eingeführt und konstituierte sich in den 1920er Jahren durch das Eintreten der Weltwirtschaftskrise und die immer wichtiger werdende Rolle des Finanz- und Rechnungswesens für das Überleben der Firmen. Mit der Neuschaffung des Berufs kam 1931 auch die Gründung des Controller Institute of America (später: Financial Executives Institute). Da die Große Depression den deutschen Raum erst später und in einem wesentlich kleineren Ausmaß traf, bestand vorerst nicht die Dringlichkeit der Spaltung betriebswirtschaftlicher Aufgaben von denen der regulären Führungsebene. Dennoch gewann das neue amerikanische Firmenmodell – nicht zuletzt durch die Veröffentlichung verschiedener deutscher Artikel zum Erfolg von diesem – Popularität und konnte sich schließlich auch hierzulande durchsetzen.

Die Bedeutung von „Controlling“

Durch die amerikanische Prägung des Begriffs entstehen allerdings auch grundlegende Missverständnisse zur Definition des Controllings bzw. zu den Aufgabengebieten des Controllers. Während sich das englische Wort „Controlling“ direkt in „Kontrolle“ übersetzen lässt, steckt hinter der Berufsbezeichnung viel mehr. Besonders in der Baupraxis ist hier auch die Planung, Kontrolle und Steuerung von Bauaufgaben, aber der Aufgaben zur Sicherstellung des finanziellen Erfolgs eines Unternehmens gemeint. Darunter fallen auch die konzeptionelle Planung und Koordinierung von Managementprozessen und die zuverlässige Informationsversorgung dieser. Das Controlling schafft so die Grundlage für eine ergebnisorientiert und erfolgreiche, Firmenstruktur. Indem bestehende Vorgänge kontrolliert, d.h. untersucht, ausgewertet und neu strukturiert werden, können taktische Managemententscheidungen getroffen und umgesetzt werden.

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Digitale Lösungen im Controlling

Heute ist das Controlling besonders durch den Einsatz digitaler Medien geprägt. Sie sind in ihrer Anwendungstiefe unterschiedlich aufgestellt und lassen sich daher für unterschiedliche Bürotypen und Größen einsetzen. Häufig gelingt es kleinen Büros so mit wesentlich geringerem Aufwand effizient Aufgaben des Controlling, wie Zeiterfassung, Terminplanung und -prüfung intern umzusetzen; dabei verteilen sich die Zuständigkeitsbereiche zwischen Führungs- und Leitungspositionen. In großen Büros ist der Einsatz eines Controllers inzwischen weit verbreitet. Das Digital Controlling ermöglicht durch die Automatisierung von Berechnungs- und Planungsprozessen und die schnelle Datenerfassung allen Unternehmensarten eine zuverlässige und einfache Steuerung von Bau- und Steuerungsaufgaben.

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