Trinkwasser-Hausanschluss

Anschluss an das öffentliche Trinkwassernetz

Gallerie

Das Trinkwasser gelangt über das öffentliche Netz des Wasserversorgungsunternehmens ins Gebäude (zentrale Wasserversorgung). Wenn das im Ausnahmefall nicht möglich ist, erfolgt die Wasserversorgung mit eigenem Brunnen (Hauswasserversorgung). Die Wasserversorger arbeiten in ihrem Trinkwassernetz mit Drücken von 2 bis 10 bar, damit das Wasser auch den Zapfstellen in höher gelegenen Stockwerken entnommen werden kann. Die Armaturen des zentralen Hausanschlusses werden frostsicher und gut zugänglich montiert. In größeren Gebäuden wird der Hausanschluss im Hausanschlussraum installiert.

Der Trinkwasser-Hausanschluss besteht aus Absperrarmatur (Hauptabsperrung), Wasserzähler, einer weiteren Absperreinrichtung mit Entleerung sowie einem Rückflussverhinderer. Ist die nachfolgende Trinkwasseranlage in Metallrohr ausgeführt oder wurden in die Kunststoffrohrleitungen Metallarmaturen eingebaut, ist nach dem Rückflussverhinderer ein Filter einzusetzen.

Wenn der Ruhedruck an den Zapfstellen 5 bar überschreitet sind zusätzlich Druckminderer nach DIN 1988 Teil 5 [8] hinter der Wasserzählanlage und dem Filter einzubauen. Auf dem Markt erhältliche Armaturenkombinationen, so genannte Hauswasserstationen, vereinen Rückflussverhinderer, Filter und Druckminderer in einem Gerät. Ihr Vorteil ist der platzsparende Einbau und der geringe Wartungsaufwand.

Je nach Wasserqualität können vor der Verteilung des Trinkwassers zu den Verbrauchsstellen Wasserbehandlungsgeräte zum Einsatz kommen.

Für die Planung, Errichtung, Änderung, Instandhaltung und den Betrieb von Trinkwasseranlagen gelten die Technischen Regeln für die Trinkwasserinstallation (TRWI, DIN 1988) und die Vorschriften der Wasserversorgungsunternehmen. Die wichtigsten technischen Regeln für die Trinkwasserinstallation sind:

  • DIN 1988 - Technische Regeln für Trinkwasserinstallationen
  • DIN EN 806 / 1717 - Technische Regeln für Trinkwasserinstallationen / Schutz des Trinkwassers (europäische Regeln)
  • DVGW Arbeitsblätter W551 und W553
  • ZVSHK Merkblätter Dichtheitsprüfung / Spülen von Trinkwasser-Installationen
  • TWIN Informationen des DVGW zur Trinkwasser-Installation
  • VDI-Richtlinien
Bildnachweis: RWE Energy, Dortmund (1); BDEW, Berlin (2); Gebr. Kemper, Olpe-Biggesee (3); Honeywell, Offenbach (4)

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