Wasseratlas 2025
Daten und Fakten über die Grundlage allen Lebens
Wasser muss gerechter verteilt werden, fordern die Herausgeber*innen des aktuellen Wasseratlas 2025. Im Auftrag des Umweltverbands BUND und der Grünen-nahen Heinrich-Böll-Stiftung haben Expert*innen Fakten und Zahlen zur lebenswichtigen Ressource und unserem Umgang damit zusammengetragen. Die Themenvielfalt ist so breit wie unser Bedarf an Wasser und liefert besorgniserregende Erkenntnisse.
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Die Klimakrise hat massive Auswirkungen auf unseren Wasserhaushalt: Wasserknappheit, Starkregenereignisse und Überschwemmungen sind die Konsequenz. Der globale Süden ist am stärksten betroffen, doch auch hierzulande sind die Folgen der Wasserkrise dramatisch. Drastisch gesagt: Deutschland trocknet aus. Jährlich verlieren wir rund 2,5 Milliarden Kubikmeter Wasser – genug, um 800.000 olympische Schwimmbecken zu füllen. Das verbleibende Wasser ist durch intensive Landwirtschaft, Pestizide und Industrieabwässer immer stärker belastet. Eine verantwortungsvolle Wassernutzung erfordert jedoch internationale Zusammenarbeit, da rund 86 Prozent unseres Wasserverbrauchs andernorts anfallen, indem wir Produkten, wie Lebensmittel, Kleidung oder Elektrogeräte konsumieren. Dieser sogenannte virtuelle Wasserkonsum verursacht Knappheit in anderen Teilen der Welt.
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Die kurzen, präzise formulierten Artikel informieren auf je zwei Seiten über die verschiedenen Problemfeldern und Herausforderungen. Zahlreiche Infografiken unterstützen die Wissensvermittlung. Dabei zeigt der Atlas auch Lösungswege auf: Eine Umstellung auf eine wasserschonende, regional ausgerichtete Landwirtschaft ist möglich. In urbanen Räume setzt sich sukzessive das Prinzip der Schwammstadt durch – Entsiegelung und nachhaltiges Regenwassermanagement sind hier die neuen Planungsparadigmen. Neubauprojekte werden inzwischen eng von Wasserämtern begleitet, um wassersensible Planung von Anfang an zu gewährleisten.
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Die Herausgeber*innen sehen Aufklärung als ersten wichtigen Schritt zu einem nachhaltigeren Umgang mit Wasser. Denn eine eigens für die Publikation angefertigte Umfrage zeigt, dass die Bevölkerung den Handlungsdruck nicht wahrnimmt und der genaue Zusammenhang zwischen Klima- und Wasserkrise unklar bleibt. Dies will der Wasseratlas ändern. Doch auch den Befragten ist klar: Die primäre Verantwortung liegt bei Industrie, Wasserwirtschaft und Politik. Politische Maßnahmen sind dringend notwendig, um die Folgen der Wasserkrise zu lindern.
Die 58-seitige Publikation ist als kostenfreier PDF-Download verfügbar und kann auch in gedruckter Form kostenfrei bestellt werden (siehe Surftipps).
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