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Minergie

Minergie ist der Schweizer Standard für energieeffiziente Gebäude und bewertet Effizienz, Klimaschutz und Komfort bei Neubauten und Sanierungen. Dieser wird beispielsweise durch eine gut gedämmte Gebäudehülle und einen kontrollierten Luftwechsel erreicht. Minergie-Bauten zeichnen sich zudem durch den konsequenten Einsatz erneuerbarer Energien wie Solarenergie aus. Sie werden im Betrieb ohne fossile Energien betrieben und haben bereits bei der Herstellung das Ziel, Treibhausgasemissionen zu reduzieren.

Die Standards
Ein Gebäude kann nach den drei Standards Minergie, Minergie-P und Minergie-A zertifiziert werden. Die Anforderungen gehen in vielen Bereichen über die gesetzlichen Vorgaben hinaus. Der Zusatz ECO lässt sich mit allen drei Standards kombinieren und ergänzt die Anforderungen um Aspekte der Gesundheit, Ökologie und Kreislauffähigkeit. Für städtebauliche Vorhaben erweitert das Label Minergie-Areal die Anforderungen unter anderem an den Außenraum und die Mobilität. 

Der Minergie-Standard bildet die Basisstufe und zeichnet sich durch folgende Kriterien aus: 

  • Erneuerbare Energien wie Photovoltaik auf dem Dach oder an der Fassade 
  • Wärmedämmung mit möglichst geringem Energieverlust 
  • Sommerlicher Wärmeschutz nach den Anforderungen der SIA 180
  • Kontrollierter Luftwechsel beziehungsweise ein entsprechendes Lüftungskonzept
  • Fossilfreier Betrieb
  • Einhaltung von Treibhausgasgrenzwerten bei der Herstellung des Gebäudes 
  • Monitoring im Betrieb bei größeren Gebäuden
Minergie-P wird als Gebäudehüllenprofi bezeichnet. In Ergänzung zum Minergie-Standard wird hier u. a. Folgendes geprüft: 
  • Luftdichtigkeit der Gebäudehülle 
  • Ausnutzung des Solarpotenzials 
  • Ergänzend zur Solarenergie sind Windturbinen, Wärmekraftkopplung, Solarthermie und Holzenergie anrechenbar 
Minergie-A-Bauten werden als Klimagebäude bezeichnet. Der Standard legt einen besonderen Schwerpunkt auf die eigene Energieproduktion und die Reduktion der Treibhausgasemissionen. Unter anderem wird Folgendes geprüft:
  • Ausnutzung des Solarpotenzials, vor allem an der Fassade 
  • Energie-Monitoring im Betrieb verpflichtend 
  • Einhaltung von Treibhausgasgrenzwerten bei der Herstellung des Gebäudes 
  • Über das Jahr betrachtet eine höhere Energieproduktion als der Energiebedarf des Gebäudes
Zertifizierung 
Die Zertifizierung erfolgt über regionale Minergie-Zertifizierungsstellen. Eine Sanierung ist mit einem sogenannten Systemnachweis nach Minergie, Minergie-P oder Minergie-A möglich – jeweils kombinierbar mit dem Zusatz ECO. Für Wohngebäude bietet Minergie zudem die Systemerneuerung als vereinfachtes Verfahren ohne rechnerischen Nachweis an.

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