Archicad
Der Digitalisierungsschritt des rechnergestützten Konstruierens
und Entwerfens (englisch: computer aided design; kurz CAD), brachte eine
Vielzahl an Softwarelösungen für die digitale Architekturplanung
hervor. Mit Archicad 1 entwickelte das Unternehmen
Graphisoft Anfang der 80er-Jahre eine objektbasierte, 3D-fähige
CAD-Lösung für die Bauwirtschaft, die sich als Vorreiter von
BIM
etablierte.
Galerie
Die Apple-Computer boten mit ihrer grafischen Benutzeroberfläche
die nötigen technischen Voraussetzungen für die einfach bedienbare
Software. Seit 1993 war Archicad auch für Windows verfügbar. Die
Software war bereits in ihren Anfängen auf Workflow und
Arbeitsweise von Architekt*innen und Baufachleuten
spezialisiert – für die Zeit ein Novum. Aus den parametrisch
erstellten Modellen ließen sich alle benötigten Pläne, etwa für die
Bauausführung, ableiten. Heute gehört Archicad zu den gängigen BIM
Autoren Softwares, mit denen sich BIM Modelle erstellen und ein
passender Workflow umsetzen lassen.
Seit der Programmversion 13 gehört der BIM Server zum Programm, der seit 2018 BIMcloud heißt. Dieser ermöglicht, dass mehrere Nutzer*innen gleichzeitig von verschiedenen Rechnern an einem Projekt (auf der BIMcloud gehostet) arbeiten können. Weitere Funktionen, insbesondere die Unterstützung der Open-BIM Strategie dank der IFC-Schnittstelle, den Zugriff auf eine Datenbank an BIM-Objekten und ein integriertes Informationsmanagement fördern den BIM-Workflow.
Heute wird das Planungsprogramm weltweit von rund 200.000 Architekt*innen, Bauingenieur*innen und Fachleuten der Bauindustrie genutzt. Die aktuelle Programmversion ist Archicad 28.
