Icon Medialab AG in München

Umbau eines Kasernengebäudes in Büroräume

Die Bauaufgabe bestand darin eine ehemalige Kaserne in ein modernes und anspruchsvolles Firmengebäude umzubauen. Das Haus wurde in nur sechs Monaten total saniert und umgebaut und bietet nun mit einer Nutzfläche von 2.000 m² den Mitarbeitern ein offenes Raumkonzept, angegliedert an einen langen Flur, mit einer optisch verlängerten Raumwirkung. Die Teilentkernungen auf den drei Geschossen kommen den Bürobereichen zugute, die mit eigens dafür entworfenen Möbeln ausgestattet wurden. Das gesamte, von den Architekten entwickelte, Mobiliar ist weiß - mit Ausnahme der Schreibtischcontainer. Die langen Flure in denen etagenweise Licht- und Farbgebung wechseln, wurden ebenso wie die Erschließungsbereiche mit Unterflurkanälen ausgestattet. Die Boden-Glas-Kanäle nehmen die Kabel der Internet-Firma auf und machen somit einen "Teil der Arbeit" sichtbar. Die leuchtenden Kanäle sind aber auch gestalterisches Element, indem sie die beabsichtigte Endlosigkeit der Gänge verstärken. Die Unterflurkanäle aus V2A-Wannen werden mit Kaltlichtröhren beleuchtet und mit 30 mm starkem Sicherheitsglas auf Stegen abgedeckt. Aus Schallschutzgründen wurden in den Besprechungsräumen sowie den Projekträumen im Dachgeschoss farbige Teppichböden verlegt, ansonsten wurden überall hochglänzende Böden in farbigem Epoxydharz hergestellt.

Galerie

Sanierung/Modernisierung
Bei der Modernisierung wurden zunächst eine teilweise Entkernung des Gebäudes vorgenommen. So waren im Erdgeschoss noch 100 m² Kühlräume und in allen Geschossen Duschen, Nassräume und kleine Aufenthaltsräume vorhanden. Eine Kantine mit Küche belegte das halbe Dachgeschoss. Sämtzliche Einbauten und nichttragenden Zwischenwände wurden entfernt, alle Stürze von Türen und Durchgängen einheitlich auf drei Meter erhöht.
Zu Gunsten eines großzügigeren Raumcharakters ersetzte in sieben Fällen eine Trägerkonstruktion tragende Wände. Glaskuben, die als Besprechungs- oder Chefräume dienen, bilden gleichzeitig neue Wände bzw. Raumteiler. Bewegliche, schallschluckende Filzelemente können die Glaskuben nach außen hin abschotten. Sämtliche Decken wurden in F30 mit Trockenbau beplankt. Die Fenster konnten erhalten werden, die Holzteile wurden aufgearbeitet und lackiert.

Bautafel

Architekten: aigner.architekten, München
Projektbeteiligte: S. Hoven, R. Dauernheim, T. Krüger (Mitarbeiter); Kastulus Hellmeier, Holzkirchen (Elektroplanung); Sika, Stuttgart (Farbiger Epoxydharz); Forbo, Paderborn (Schlingenware)
Bauherr: Icon Medialab AG, Stockholm/S
Fertigstellung: Oktober 2001
Standort: Infanteriestraße 19, München
Bildnachweis: Florian Holzherr, München (Fotograf)

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