Behutsame Bestandssanierung

Nach sorgfältiger Analyse des Bestands durch maßliche und technische Bestandsaufnahme, ist die Planung der neuen Grundrisse bzw. der geplanten Veränderungen von größter Bedeutung. Hier kann der meiste Einfluss auf die zu erwartenden Kosten genommen werden.

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Grundsätzlich sollten, soweit wie möglich, die vorhandenen Grundrisse akzeptiert werden. Nur so ist eine kostengünstige Modernisierung möglich, denn in vielen Fällen setzt die Bestandskonstruktion Grenzen:

  • Dünne Trennwände sind in vielen Fällen tragend.

  • Die Herausnahme einer Wand produziert erhebliche Folgekosten, weil die Fußböden und die Decken der jetzt verbundenen Räume nicht auf einer Höhe liegen.

  • Das Ausgleichen von Fußböden zusammengefasster Räume wird zum Problem, weil die Schräglage von Raum zu Raum zunimmt.

  • Dachgeschosse lassen sich nicht wie gewünscht ausbauen, weil tragende Holzbauteile den freien Durchgang stören, aber nicht ohne weiteres abgebrochen werden können.

  • Zum Einbau von Installationsschächten lassen sich tragende Holzbalken nicht ohne weiteres entfernen.
Diese Liste lässt sich beliebig fortführen und soll die dringend erforderliche Sensibilität der Planenden wecken, bei jeder Planungsentscheidung die begleitenden Maßnahmen und Folgekosten zu überdenken.

Ein Beispiel soll dies verdeutlichen
Aus dem schnell geplanten Abbruch einer Wand können Probleme bei Fußböden und Decken mit ihren unterschiedlichen Höhen resultieren. Zusätzlich müssen die Abbruchkosten für die Wand selbst, der teilweise aufwändige Schutttransport und erforderliche Beiputzarbeiten an den angrenzenden Wänden bedacht werden. Ist eine solche Wand auch noch statisch erforderlich, ist auch schon zu diesem Zeitpunkt zu überprüfen, wie ein vielleicht 4,00 m langer Strahlträger in den 3. Stock eines Gründerzeithauses eingebracht werden kann.

Wird ein Bestandsgebäude vollständig umgekrempelt, resultieren daraus deutlich höhere Baukosten als bei vergleichbaren Neubauten.

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