Risikoanalyse Brandschutz

Eine Brandrisikoanalyse bewertet bestehende und potenzielle Schwachstellen eines Gebäudes im Hinblick auf Brandentstehung, Brandausbreitung sowie deren Folgen für Personen, Sachwerte und Betriebsabläufe. Ziel ist es, sowohl die Wahrscheinlichkeit von Brandereignissen als auch deren mögliche Folgen zu bestimmen, um daraus geeignete Schutzmaßnahmen abzuleiten. Methodische Grundlagen liefern unter anderem die DIN EN ISO 31010 (Risikomanagement – Risikobeurteilungstechniken) sowie das VDI 3819 Blatt 1 (Brandschutz im Hochbau – Grundlagen, Begriffe, Maßnahmen).

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Evakuierung

Ein Bestandteil der Brandrisikoanalyse ist die Bewertung der Sicherheit von Flucht- und Rettungswegen unter Berücksichtigung der Nutzungsdichte, also der Anzahl der im Brandfall anwesenden Personen. Anforderungen finden sich unter anderem in bauordnungsrechtlichen Vorgaben (z. B. Musterbauordnung). Ein Augenmerk sollte hierbei auf baulichen Engstellen, unzureichenden Türbreiten oder nicht normgerechten Treppenräumen liegen, da diese die Evakuierung erschweren.

Brandentstehungsrisiko

Das Brandentstehungsrisiko wird unter anderem durch die Menge und Art brennbarer Materialien, die eingesetzten Baustoffe sowie vorhandene Zündquellen bestimmt. Baustoffe können nach DIN 4102 bzw. DIN EN 13501-1 in normal-, schwer- oder nichtbrennbar klassifiziert werden. Ergänzende Hinweise liefert beispielsweise die VdS-Richtlinie 2000. Hierbei wird auch geprüft, ob Zündquellen wie elektrische Anlagen, offene Flammen oder Heißarbeiten ausreichend gesichert sind.

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Brandausbreitung und Schadensminimierung

Zur Gefährdung durch Brandausbreitung wird bewertet, inwieweit die Gebäudestruktur wirksame Rauch- und Brandabschnitte vorsieht. Durch unzureichende Kompartimentierungen können sich Feuer und Rauch schnell ausbreiten. Gleichzeitig sollten Anforderungen an den Feuerwiderstand von Bauteilen eingehalten werden, die sich aus DIN EN 13501-2 sowie aus den bauordnungsrechtlichen Vorgaben ergeben. Dabei wird geprüft, ob Trennwände, Decken und Türen den geforderten Feuerwiderstandsklassen entsprechen oder eine Ertüchtigung benötigen. Zusätzlich gelten besondere Anforderungen bei schützenswertem Inventar, darunter in Museen, Archiven oder denkmalgeschützten Gebäuden. Neben der direkten Brandgefahr sind auch Schäden durch Rauch oder Löschwasser zu berücksichtigen. 

Nach der Erfassung aller relevanten Daten zu Gebäudestruktur, Nutzung und vorhandenen Brandschutzeinrichtungen schließt die Analyse mit einer Gesamtbewertung ab. Geprüft wird, ob das vorhandene Brandschutzniveau ausreichend ist oder Nachbesserungen erforderlich sind. Dabei wird auch berücksichtigt, ob nach den Vorgaben der jeweiligen Landesbauordnung Anpassungspflichten bestehen, etwa bei wesentlichen Nutzungsänderungen oder wenn Gefahren für Leben und Gesundheit festgestellt werden.

Fachwissen zum Thema

Bei Brandschutzmaßnahmen im Bestand gilt ein besonderes Augenmerk auf Rettungswegen, Abdichtungen von Öffnungen, Feuerwiderstandsdauer und Baustoffen.

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Auch im Bestand gilt ein besonderes Augenmerk auf Rettungswegen, Fenster- und Türen sowie die Feuerwiderstandsfähigkeit von Baustoffen und tragender Konstruktion.

Nachträglich eingebaute Lüftungsleitungen im sanierten Altbau

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Bei Brandschutzmaßnahmen im Bestand gilt ein besonderes Augenmerk auf Rettungswegen, Abdichtungen von Öffnungen, Feuerwiderstandsdauer und Baustoffen.

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Bei Dachgeschossausbauten und Aufstockungen gelten teils unterschiedliche Anforderungen an den Brandschutz.

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Risikoanalyse Brandschutz

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