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Albedo

Die Albedo bezeichnet das Rückstrahlvermögen einer Oberfläche. Sie gibt als Zahl oder Prozentwert an, wie viel des einfallenden Sonnenlichts von einem Körper oder einer Fläche reflektiert wird. Der Begriff leitet sich vom lateinischen albus („weiߓ) ab.

Der Albedo-Wert wird als dimensionslose Zahl zwischen 0 und 1 oder in Prozent von 0 % bis 100 % angegeben. Je höher die Albedo, desto stärker ist das Rückstrahlvermögen eines Objekts. Dunkle Materialien wie schwarzer Asphalt oder dunkle Farbanstriche besitzen beispielsweise eine geringe Albedo von etwa 0,10 bis 0,15. Das bedeutet, dass sie nur rund 10 bis 15 % der Sonnenstrahlung reflektieren und den Großteil absorbieren. Dadurch heizen sie sich besonders schnell auf. Helle Oberflächen hingegen, etwa Schnee, erreichen Albedo-Werte zwischen 0,8 und 0,9. Sie reflektieren somit etwa 80 bis 90 % des Sonnenlichts und erwärmen sich deutlich langsamer.

Für die Planung von Städten und Gebäuden sowie für das städtische Klima spielt die Albedo daher eine wichtige Rolle. Sie beeinflusst maßgeblich, wie stark sich urbane Räume aufheizen. So kann beispielsweise durch die Wahl einer hellen statt einer dunklen Markise ein größerer Teil der Strahlungswärme reflektiert und eine starke Erwärmung von Innenräumen, Terrassen oder Fassaden reduziert werden. Gleiches gilt für helle Fassadenanstriche. Dunkle Materialien hingegen absorbieren mehr Wärme und geben diese anschließend als Wärmestrahlung an ihre Umgebung ab, wodurch sich das (städtische) Umfeld zusätzlich erwärmt.

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Schematische Darstellung von Strahlungsreflexion

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Die Wirksamkeit des Sonnenschutzes ist bei einer vor der Fassade angebrachten Lamellenkonstruktion etwa sieben- bis zehnmal günstiger, als bei einer innen liegenden Jalousie.

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