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UV-Durchlässigkeit

Die im Sonnenlicht enthaltene ultraviolette Strahlung fördert ganz allgemein das subjektive Wohlbefinden von uns Menschen und regt in der Haut die Bildung von Vitamin D an. Gleichzeitig ist sie für verschiedene Gesundheitsschädigungen verantwortlich, von denen Hautkrebs die gefährlichste ist. Aus diesem Grund sollten wir uns nur in Maßen, bzw. geschützt, der direkten Sonneneinstrahlung aussetzen. Das betrifft auch den Aufenthalt in Gebäuden, insbesondere in solchen mit großflächigen Verglasungen aus handelsüblichem Flachglas (Kalk-Natron). Dieses Glas ist für UV-Strahlung in einem Wellenlängenbereich von 400 – 315 nm durchlässig. Die sogenannte UV-A-Strahlung fördert Sonnenallergien und birgt ein hohes Melanomrisiko (schwarzer Hautkrebs). Zudem ist sie mit für das Ausbleichen gefärbter und gestrichener Materialien wie Textilien, Möbel, Bilder und Dokumente verantwortlich.

Zur Verringerung der UV-Durchlässigkeit können Verglasungen mit speziellen Sonnenschutzbeschichtungen oder -folien ausgestattet werden. Sie sorgen dafür, dass ein Großteil der schädigenden Strahlung reflektiert wird. Wie hoch die Reflexion ist, hängt von der jeweiligen Beschaffenheit, der Farbgebung sowie vom Material der Beschichtung ab. In DIN EN 410 Glas im Bauwesen – Bestimmung der lichttechnischen und strahlungsphysikalischen Kenngrößen von Verglasungen ist die Durchlässigkeit für ultraviolette Strahlung von Verglasungen für den Wellenlängenbereich von 280 nm bis 380 nm angegeben.

Die UV-Durchlässigkeit ist aber nicht nur bei Verglasungen ein wichtiges Kriterium, sondern muss auch bei anderen Sonnenschutzvorrichtungen berücksichtigt werden. Hier sind vor allem Textilien für Markisen, Rollos oder Sonnenschirme zu nennen, die nur bei geeigneter Ausrüstung vor ultravioletter Strahlung schützen. In welchem Maße sie das tun, ermittelt die Internationale Prüfgemeinschaft für angewandten UV-Schutz. Als Qualitätsinformation vergibt sie dafür das Label UV-Standard 801.

Bildnachweis: Baunetz (yk), Berlin

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