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Retentionsvolumen

Unter Retention versteht man im Bauwesen allgemein den permanenten oder temporären Rückhalt von Wasser. Bei begrünten Dächern beschreibt das Retentionsvolumen die maximale Menge an Niederschlagswasser, die das Dach zurückhalten kann. Dieses Volumen ergibt sich aus der Geometrie der verwendeten Speicherelemente – etwa speziellen Wasser-Retentionsboxen (WRB) – und gliedert sich in zwei Funktionsbereiche:

  • Permanentes Retentionsvolumen
    Dieser Anteil steht dauerhaft für den Wasserrückhalt zur Verfügung. Das gespeicherte Wasser wird nicht über Abläufe abgegeben, sondern ausschließlich durch Evapotranspiration – also Verdunstung und Transpiration der Vegetation – wieder freigesetzt. Dadurch wird die Bepflanzung langfristig mit Feuchtigkeit versorgt und die Verdunstungsleistung des Systems erhöht.
  • Temporäres Retentionsvolumen
    Dieser Anteil dient dem zeitlich begrenzten Rückhalt von Regenwasser. Über gedrosselte Abläufe wird das Wasser verzögert in die Kanalisation oder in Versickerungseinrichtungen abgeführt. So werden Abflussspitzen bei Starkregen reduziert und die städtische Infrastruktur entlastet. In vielen Kommunen gibt es hierfür wasserwirtschaftliche Vorgaben, die maximale Abflussmengen pro Dachfläche (z. B. 2–10 l/s·ha) regeln.
Das Retentionsvolumen ist somit ein entscheidender Parameter für die Leistungsfähigkeit eines Retentionsdachs. Ein hohes Volumen unterstützt die Kühlung der Umgebung durch Verdunstung, verbessert die Versorgung der Dachbegrünung und trägt wesentlich zum Schutz vor Überflutung bei. In der Praxis hängt die Größe des Retentionsvolumens nicht nur von den eingesetzten Systemelementen, sondern auch von Faktoren wie Dachneigung, Schichtaufbau, klimatischen Bedingungen und Dimensionierung der Abläufe ab. Moderne Planungsansätze berücksichtigen sowohl den ökologischen Nutzen (Mikroklima, Biodiversität, Wasserkreislauf) als auch die technische Funktionalität im städtischen Regenwassermanagement.

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Ein Vorzeigeprojekt für blaugrüne Infrastruktur. Ein Kölner Wohnareal mit Innenhof auf einer Tiefgarage mit intensiver Dachbegrünung von Optigrün.

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Blaugrüne Quartiere gestalten

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Die zunehmende Versiegelung von Bodenflächen in städtischen Gebiete verstärkt die Auswirkungen des Klimawandels.

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