Retentionsvolumen
Unter Retention versteht man im Bauwesen allgemein den permanenten oder temporären Rückhalt von Wasser. Bei begrünten Dächern beschreibt das Retentionsvolumen die maximale Menge an Niederschlagswasser, die das Dach zurückhalten kann. Dieses Volumen ergibt sich aus der Geometrie der verwendeten Speicherelemente – etwa speziellen Wasser-Retentionsboxen (WRB) – und gliedert sich in zwei Funktionsbereiche:
- Permanentes Retentionsvolumen
Dieser Anteil steht dauerhaft für den Wasserrückhalt zur Verfügung. Das gespeicherte Wasser wird nicht über Abläufe abgegeben, sondern ausschließlich durch Evapotranspiration – also Verdunstung und Transpiration der Vegetation – wieder freigesetzt. Dadurch wird die Bepflanzung langfristig mit Feuchtigkeit versorgt und die Verdunstungsleistung des Systems erhöht. - Temporäres Retentionsvolumen
Dieser Anteil dient dem zeitlich begrenzten Rückhalt von Regenwasser. Über gedrosselte Abläufe wird das Wasser verzögert in die Kanalisation oder in Versickerungseinrichtungen abgeführt. So werden Abflussspitzen bei Starkregen reduziert und die städtische Infrastruktur entlastet. In vielen Kommunen gibt es hierfür wasserwirtschaftliche Vorgaben, die maximale Abflussmengen pro Dachfläche (z. B. 2–10 l/s·ha) regeln.
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