Trittschall

Als Trittschall wird eine spezielle Form des Körperschalls bezeichnet, der bei Anregung eines Bauteils abgestrahlt wird. Anders gesagt: Beim Begehen, Möbelrücken, Herabfallen von Gegenständen oder Betrieb von Haushaltsgeräten wird die Boden- bzw. Deckenplatte oder die Treppe in Schwingungen versetzt. Diese übertragen sich auch auf benachbarte Bauteile und strahlen an anderer Stelle, etwa im darunterliegenden Raum, als Luftschall wieder ab. Schwimmende Fußbodenkonstruktionen oder eine Dämmebene unter dem Bodenbelag reduzieren den Trittschallpegel.

Auslösung und Übertragung des Trittschalls
Abgesehen von Boden- bzw. Deckenplatten werden auch Treppen durch Trittschall in Schwingung versetzt.
Wirkung der Trittschalldämmung: Masse-Feder-Masse-Prinzip

Normtrittschallpegel

Hinsichtlich der Anforderungen an die Trittschalldämmung unterscheidet die DIN 4109: Schallschutz im Hochbauz zwischen schutzbedürftigen, lauten und besonders lauten Räumen. Das Geräusch, das in einem zu schützenden Raum noch zu hören ist, bezeichnet man als Normtrittschallpegel. Die Grenzwerte für den Normtrittschallpegel sind in der DIN 4109 festgelegt. Gemäß DIN 4109 muss der Standard-Schallschutz zwischen Einfamiliendoppel- und Reihenhäusern kleiner als 48 dB sein.

Schallübertragung durch Bauteilanschlüsse

Eine Dämmung trennt den Bodenbelag vom darunterliegenden Bauteil (der Decken bzw. Bodenplatte) und federt den Trittschall ab. Es wird dabei auch vom Masse-Feder-Prinzip gesprochen. Fehlen jedoch Randdämmstreifen, steht der Bodenbelag jedoch in direktem Kontakt mit aufgehenden Wänden, wodurch sich der (Tritt-)Schall ebenfalls in die Nachbarräume überträgt

Umgangssprachlich werden alle (ungewollten) Kontaktstellen zwischen Bauteilen, über die eine Schallübertragung erfolgt, als Schallbrücken bezeichnet. Korrekt ist der Begriff Schallbrücke jedoch nur für die Übertragung von Trittschall (bzw. Körperschall). Bei der Schallübertragung von Luftschall über flankierende Bauteile, beispielsweise eine raumtrennende Wand, spricht man vom Schallnebenweg.

Um eine Übertragung zu behindern, müssen bei der Schallschutzplanung nicht nur das trennende Bauteil, sondern auch die Anschlüsse flankierender Bauteile betrachtet werden. Dazu zählen angrenzenden Wände, Decken und Schächte. Der Einfluss der Schallnebenwege auf die Luftschallübertragung hängt vom Aufbau des trennenden Bauteils sowie der Qualität des Bauteilanschlusses ab. Schallnebenwege können gravierenden Einfluss auf die schalltechnische Qualität einer Gesamtkonstruktion haben.

Fachwissen zum Thema

Mögliche Lärmquellen

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Schallschutz

Anforderungen an den Schallschutz

Das Masse-Feder-Prinzip wird zur Entkopplung von Tritt- und Luftschall genutzt. Wie wirksam die Dämmschicht ist, hängt von ihrer dynamischen STeifgkeit, aber auch von der Einbausituation ab.

Das Masse-Feder-Prinzip wird zur Entkopplung von Tritt- und Luftschall genutzt. Wie wirksam die Dämmschicht ist, hängt von ihrer dynamischen STeifgkeit, aber auch von der Einbausituation ab.

Eigenschaften

Dynamische Steifigkeit

Lärm

Schallschutz

Lärm

Schallpegel verschiedener Verursacher in dB (A)

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Schallschutz

Schallpegel

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