Betonprisma 116: Hybrid

Beiträge zur Architektur

Auch beim Bauen gilt: Sparsamkeit zahlt sich aus. Beton nur dort einzusetzen, wo er unbedingt erforderlich ist, ist ein Weg, Materialaufwand und CO2-Emissionen zu reduzieren. Gebäude, deren Betonanteil mithilfe von Holz gesenkt wurde, sind Thema der 116. Ausgabe des Betonprismas, die den Titel Hybride trägt.

Holz lässt sich gut vermarkten, das haben auch Immobilienunternehmen erkannt. Kasimir Altzweig, vom Büro Störmer Murphy and Partners, erzählt davon, dass es sich bei den Holzhochhäusern, die aktuell in den Innenstädten von Hamburg oder Berlin entstehen, eigentlich um Hybride handelt. Peter Haimerl geht dem Begriff anhand der historischen Bauernhäuser nach, an deren Umbau er mitgewirkt hat. 

Auf Beton lässt sich schwer verzichten, stellt Antonino Vultaggio von HPP im Bericht über das Bürohaus The Cradle fest. Der mit Recyclingbeton errichtete Neubau ist als Materiallager für die Zukunft konzipiert und soll entsprechend sortenrein rückbaubar sein. Die Masse von Betonbauteilen als Wärmespeicher zu nutzen, darum geht es bei den Projekten des Architekturbüros Atelier Hybride. Vorgestellt werden außerdem das Gymnasium von Neustadt an der Waldnaab und der Ausbau der Trinitatiskirchruine zum Jugendzentrum – zwei Projekte, die mit dem Architekturpreis Beton 2023 ausgezeichnet wurden. Am Ende des Hefts wird aufgeklärt über den CO2-Ausstoß bei der Zementherstellung und darüber, wie er sich reduzieren lässt.

Aus dem Inhalt:

  • Gespräch mit Kasimir Altzweig: Das hybride Bauen wird die Zukunft sein
  • Urbane Umgestaltung – Das Hybride aus Alt und Neu
  • Gespräch mit Peter Haimerl: Über den lässigen Umgang mit den Materialien Beton und Holz
  • Gespräch mit Lukas Meyer: Das höchste gebaute Beton-Holz-Hybridhaus der Schweiz
  • Erfahrung ist der Feind der Innovation – Das Düsseldorfer „The Cradle
  • Ein Kern aus Beton, eine Haut aus Holz – Die Kindertagesstätte in Bad Reichenhall inszeniert Übergänge
  • Das Beste aus zwei Welten – Das Münchener Atelier Hybride
  • Neue hybride Mobilitätskonzepte – Radstation in Tübingen und Busbetriebsbahnhof in Moosach
  • Gymnasium Neustadt an der Waldnaab – Das Hybride für die Transformation
  • Transformation einer Kirchenruine – Dem Hybriden unserer Gesellschaft neuen Raum geben
  • Zement und Beton – Auf die Mischung kommt es an
  • Perfektes Zusammenspiel – Beton, Holz und Carbonbeton im Brückenbau

Die aktuelle Betonprisma-Ausgabe 116 kann – ebenso wie ältere Hefte – kostenfrei im Betonshop des Informationszentrums Beton bestellt werden (siehe Surftipps).

Fachwissen zum Thema

Im Recycling-Technikum des Instituts für Angewandte Bauforschung (IAB) in Weimar hergestelltes Recycling-Granulat.

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Rohrregister auf einer Rohdecke verlegt

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Das Bürogebäude The Cradle am Medienhafen in Düsseldorf von HPP Architekten ist inspiriert vom Cradle-to-Cradle-Gedanken.

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Mit ihrer prägenden Silhouette ist die Ruine der Trinitatiskirche ein wichtiger Identifikationspunkt in der heterogenen Umgebung.

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1977 wurde das von Architekten Georg Rembeck, Xaver Bogner und Ferdinand Hasl geplante Gymnasium in Neustadt an der Waldnaab fertiggestellt. Die Sanierung 2021 lag in den Händen von Brückner & Brückner.

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