Tragbolzentreppen

Aufgrund ihres komplizierten statischen Systems und der Labilität gilt für Tragbolzentreppen (auch Kragstufentreppen genannt) zusätzlich zur DIN 18065 Gebäudetreppen die DIN 18069 Tragbolzentreppen für Wohngebäude; Bemessung und Ausführung.

Ohne Setzstufen und mit nur einer einseitigen Wange bzw. einem Holm, werden die einzelnen Trittstufen mittels Abstandsbolzen auf Distanz gehalten. Da bei Entfall oder Bruch eines Bolzens das gesamte statische System in Mitleidenschaft gerät, gelten für die Ausbildung der Verbindungslöcher, der Bolzen und der maximalen Tragfähigkeit an den freien Stufenenden besondere Vorschriften. Insbesondere für Fluchttreppen gelten aus Brandschutzgründen hohe Auflagen für die Brandsicherheit des schwächsten Punktes, nämlich der Bolzen.

Da in der Regel auch Geländerpfosten an den Tragbolzenstufen befestigt werden müssen, kommt eine zusätzliche Hebelwirkung als Torsionskraft hinzu die auf das freie Stufenende wirkt. Meistens wird die für den Hersteller einfachste Möglichkeit gewählt, sodass eine örtliche Fertigung weitgehend vermieden werden kann.

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Treppe mit Tragbolzen, sie verbinden die Trittstufen zug- und druckfest miteinander

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