Schmiedeeisen

Entwicklung, Merkmale und Einsatzgebiete

Schmiedeeisen ist ein Material, das durch das Schmieden von Roheisen unter hohem Druck und Wärme entsteht und über Jahrhunderte hinweg die Grundlage für zahlreiche handwerkliche und architektonische Anwendungen bildete. Das Schmiedeverfahren zur Herstellung von Eisen wurde im frühen Mittelalter immer weiter verfeinert, was zu einer Blütezeit der Schmiedekunst führte. Besonders in der Renaissance erreichte die Kunst des Schmiedens, vor allem in Form der Waffenschmiedekunst, ihren Höhepunkt. Gitter und Beschläge aus dieser Zeit sind zum Teil bis heute erhalten und zeugen von der hohen Fertigungskunst vergangener Epochen. 

Es bildete über Jahrhunderte hinweg die Grundlage für zahlreiche handwerkliche und architektonische Anwendungen.
Das Schmiedeverfahren zur Herstellung von Eisen wurde im frühen Mittelalter immer weiter verfeinert, was zu einer Blütezeit der Schmiedekunst führte. Im Bild: Holztor mit schmiedeeisernem Langband
Schmiedeeisen findet vor allem in der Herstellung von Toren, Portalen und Zäunen Anwendung. Im Bild: Kunstvoll gearbeitete Chrysanthemenblüte an einem historischen Gittergrab des Alten Friedhofs St. Jacobi in Berlin Neukölln

Um die Wende des 19. zum 20. Jahrhundert ist Schmiedeeisen durch die Erfindung des Gusseisens stark zurückgedrängt worden, dessen Fertigungsmethoden einfacher und kostengünstiger waren. Heute werden geschmiedete Beschläge hauptsächlich in historischen Gebäuden eingesetzt. Das Material wird mit einem Oberflächen- und Korrosionsschutz strapazierfähig und dauerhaft gemacht. 

Einsatzgebiete und Anwendungsbeispiele

Schmiedeeisen findet vor allem in der Herstellung von Toren, Portalen und Zäunen Anwendung. Aufgrund der hohen Festigkeit und Widerstandsfähigkeit des Materials gibt es kaum Alternativen für diese Zwecke. Die Herstellung von schmiedeeisernen Zäunen und Gittern ist heute jedoch meist industriell geprägt und nicht mehr handwerklich am Amboss, wie es in früheren Jahrhunderten der Fall war. 

Einschränkungen bei der Nutzung von Schmiedeeisen

Für Beschlagteile, die vom Benutzer häufig und direkt berührt werden – wie Türdrücker oder Stoßgriffe – ist Schmiedeeisen weniger geeignet. Die Gründe liegen in seiner hohen Korrosionsanfälligkeit und dem Abrieb des Oberflächenschutzes, der mit der Zeit durch den direkten Kontakt verschleißen kann. Für diese Art von Beschlägen werden Materialien wie Edelstahl oder Bronze bevorzugt, da sie eine glattere Oberfläche bieten und weniger anfällig für Rost sind.

Fachwissen zum Thema

Anforderungen an Torbeschläge

Torbeschläge

Anforderungen an Torbeschläge

Beschläge hatten ursprünglich nur den Zweck, einer Tür, einem Tor oder einem Portal eine Halterung zu geben, durch die sie mit dem Mauerwerk, der Bauöffnung oder einem Holzrahmen verbunden wurden (Tür in einem Fachwerkhaus in Quedlinburg).

Beschläge hatten ursprünglich nur den Zweck, einer Tür, einem Tor oder einem Portal eine Halterung zu geben, durch die sie mit dem Mauerwerk, der Bauöffnung oder einem Holzrahmen verbunden wurden (Tür in einem Fachwerkhaus in Quedlinburg).

Grundlagen

Geschichtliche Entwicklung der Beschläge

Geschwungener Stoßgriff an Hauseingang

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Türbeschläge

Stoßgriffe

Drückergarnituren bestehen aus verschiedenen Bestandteilen

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Türbeschläge

Türdrücker