Einführung: Dachbegrünung

Aufgrund ihrer gestalterischen und ökologischen Vorzüge erfreuen sich Dachbegrünungen seit den 2000er-Jahren zunehmender Beliebtheit und werden inzwischen in zahlreichen europäischen Ländern gefördert und verstärkt umgesetzt.

Dachlandschaftsgärten wie in dem Rotterdamer Wohnkomplex bieten blühende Lebensräume für Menschen, Tiere und Pflanzen.
Dachgarten auf dem Düsseldorfer Bürogebäude Deck 21
Intensivbegrünung auf dem Dach eines Wohnquartiers der Baugenossenschaft Überlingen

Gebäudebegrünungen bieten zahlreiche Vorteile, darunter die Verbesserung des Mikroklimas, die Förderung der Artenvielfalt und Biodiversität, die Reduzierung von Überhitzungseffekten, die Filterung von Feinstaub und Lärmbelästigung, die Entlastung der städtischen Kanalisation und die Unterstützung bei der Erreichung von CO₂-Neutralität. Besonders Dachbegrünungen erweisen sich als vorteilhaft, da sie zusätzlichen Wohn- und Freizeitraum schaffen, die Dachabdichtung schützen, Regenwasser zurückhalten und die Auswirkungen von Starkregen minimieren, während sie gleichzeitig als ökologischer Ausgleichsraum dienen.


Ein wesentliches Instrument, das in Deutschland zum Ausbau der Dachbegrünung beigetragen hat, ist die seit 2010 wirksame Eingriffs-Ausgleichs-Regelung. Dieses Naturschutzinstrument hat zum Ziel, negative Folgen von Eingriffen in Natur und Landschaft auch außerhalb von naturschutzrechtlichen Gebieten zu minimieren – und im besten Fall zu vermeiden. Darüber hinaus sollen nicht vermeidbare Eingriffe durch Maßnahmen des Naturschutzes ausgeglichen werden.

Bei Dachbegrünungen werden hinsichtlich Ausbildung und Nutzung grundlegend zwei Arten der Begrünung unterschieden. Bei einfachem Aufbau und geringer Pflege spricht man von Extensivbegrünungen, bei gartenähnlichem Aufbau und dementsprechend höherer Pflege von Intensivbegrünungen. Während bei der extensiven Dachbegrünung eine Nutzung als Garten bzw. ein ständiger Aufenthalt von Personen nicht möglich ist, dienen intensiv begrünte Dächer als Dachgärten und zusätzlicher Wohnraum. Darüber hinaus gibt es weitere Formen der Dachbegrünung, wie beispielsweise das Solargründach oder das Retentionsdach.

Fachwissen zum Thema

Als die am wenigsten verschatteten Gebäudeteile eignen sich Dächer besonders gut für die Installation von Photovoltaik-Anlagen, hier auf dem Wohnprojekt Stadtfinken in Hamburg.

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_Solargründach

Allgemeines zu Solargründächern

Die Dächflächen des Sport- und Erlebnisbads Fildorado in Filderstadt sind extensiv mit Sedum, Kräutern und Gräsern begrünt.

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_Extensive Dachbegrünung

Einführung: Extensive Dachbegrünung

Das Dach des Axel-Springer-Gebäudes in Berlin ist dank der intensiven Dachbegrünungslösung Gartendach von Optigrün besonders vielseitig nutzbar.

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_Intensive Dachbegrünung

Einführung: Intensive Dachbegrünung

Retentionsdach mit einer Fläche von 2.000 Quadratmetern auf der Hauptverwaltung des Kommunalen Versorgungsverbands Baden-Württemberg Hauptverwaltung (KVBW) in Karlsruhe; Architektur: slapa oberholz pszczulny / sop architekten.

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_Retentionsdach

Einführung: Retentionsdach

Landschaftspflegerische Maßnahmen müssen ergriffen werden, um die Auswirkungen von Eingriffen in Natur und Landschaft auszugleichen oder zu ersetzen.

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Richtlinien und Förderinstrumente

Eingriffsregelung

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