Fassadengestaltung mit Edelstahllamellen
Filigraner Sonnenschutz reduziert den Wärmeeintrag bei freier Aussicht
Für die Energiebilanz von Bürogebäuden ist nicht nur der Bedarf zum Heizen, sondern auch der zum Kühlen von Bedeutung. Insbesondere große Glasflächen können im Sommer zu Überhitzung und im Winter zu Wärmeverlusten führen. Sonnenschutzglas bietet freie Sicht und reduziert den Wärmeeintrag, der damit im Winter allerdings ebenfalls nicht genutzt werden kann. Außerdem verdunkelt es die dahinter liegenden Räume und der Kunstlichtbedarf steigt.
Zur Einsparung aktiver Kühlung sollten Licht und Wärme getrennt betrachtet werden: Im Sommer muss der Wärmeeintrag reduziert werden, zugleich aber ausreichend Tageslicht zur Verfügung stehen und der Sichtkontakt nach außen bestehen bleiben. Möglich wird dies mit einem transparenten Edelstahl-Behang, den der Sonnenschutz-Hersteller Clauss Markisen zusammen mit dem Fraunhofer Institut für solare Energiesysteme ISE in Freiburg entwickelt hat: S_enn nennt sich das filigrane Gewebe aus nur fünf Millimeter hohen Mikrolamellen. Diese sind so geformt und angeordnet, dass direkte Strahlen reflektiert werden, sobald die Sonne höher als 20° über dem Horizont steht und ermöglichen zugleich eine ungehinderte Durchsicht von innen nach außen.
Im Winter kann der Wärmeeintrag voll genutzt werden, denn die Behänge aus Edelstahl sind beweglich und lassen sich vollständig einfahren. Darüber hinaus sind sie besonders windstabil und auch für den Einsatz an hohen Gebäuden geeignet, wie die Fassade des Hegau Towers in Singen (Abb. 1) belegt. Bei aller Funktionalität überzeugen sie als Gestaltungselement für geradlinige, moderne Fassaden.
Hersteller: Clauss Markisen, Bissingen-Ochsenwang
Surftipps
www.clauss-markisen.de
Clauss Markisen im Messe-TV auf der BAU 2011 in München
