WORKac – Buildings for People and Plants
Park Books, Zürich 2025
Texte in englischer Sprache
260 Seiten, 129 farbige Abbildungen
Format: 22 x 28 cm, gebunden
Preis: 38 EUR
ISBN 978-3-03860-398-6
Das in New York ansässige Architekturbüro WORKac wurde
von Amale Andraos und Dan Wood gegründet. Die aus dem Libanon
stammende Andraos und der US-Amerikaner Wood lernten sich an der
Harvard Graduate School of Design im Studio von Rem Koolhaas
kennen, für dessen Rotterdamer Büro OMA beide anschließend
arbeiteten. Ihr 2003 gegründetes Büro lautet mit vollem Namen
Work Architecture Company und hat den Anspruch, die
Zivilgesellschaft zu respektieren und einzubeziehen, Pflanzen als
natürliches Habitat zu integrieren sowie Nachhaltigkeit,
Transformation, Farbe und Ästhetik als wesentliche Elemente im
Entwurfsprozess zu begreifen.
Ihre nun vorliegende zweite Monografie zeigt zehn Projekte aus den USA, aus Mexiko und dem Libanon, die WORKac in den Jahren 2017 bis 2025 realisierten – darunter die North Boulder Library und die Miami Museum Garage. Die Projekte werden mit großformatigen Fotografien vorgestellt; isometrische Zeichnungen, Daten und Fakten sind im Kapitel „Drawings and Stories“ angehängt. Weitere Informationen geben ein ausführliches Selbstporträt und ein Interview.
Die Bauwerke lassen eine große Vorliebe für asymmetrische Faltungen erkennen. Dadurch entstehen polygonale Flächen für Fenster und Türen als Cutouts, begrünte Dachschrägen, dreieckige Pergolen, Sichtverkleidungen mit transluzentem Metall-Mesh und vor allem leuchtend-satte Farbfelder à la Color Blocking. Kreisrunde Ausschnitte und Bullaugen in verschiedenen Radien bilden einen kompositorisch lebhaften Kontrast.
Amale Andraos erläutert: ”We always seem to put at least one circular window in our projects, and it's always amazing how much more interesting itis to people, and how much more time people spend looking out of a circular window than they would out of a square window. Our contractor for the Riverhouse used to send us progress update photos, and he would always include a picture looking out the circular window. The actual window never really changed after he installed it, but in each picture the trees would change, or the weather, or he would angle his camera in a different way. For us, getting people to spend more time looking out of a window is already very rewarding."
So ist es nur folgerichtig, dass das Prinzip des Cutout-Fensters auch im Cover und Rücken der Monografie mit Ausschnitten in kräftigem Hellblau, Frühlingsgrün und Orange aufgenommen ist. -sj
(Deutsche Übersetzung: „Offensichtlich bauen wir immer mindestens ein kreisrundes Fenster in unseren Projekten ein. Es ist immer wieder erstaunlich, wie viel interessanter es für die Menschen ist. Sie verbringen viel mehr Zeit damit, aus einem kreisrunden Fenster zu schauen als aus einem quadratischen. Unser Bauunternehmer für das Riverhouse schickte uns regelmäßig Fotos vom Baufortschritt, und er fügte immer ein Bild mit Blick aus dem kreisrunden Fenster bei. Das Fenster selbst wurde nach dem Einbau nicht mehr verändert. Aber auf jedem Bild veränderten sich die Bäume, das Wetter oder er hielt seine Kamera in einem anderen Blickwinkel. Für uns ist es schon sehr bereichernd, die Menschen dazu zu bringen, mehr Zeit damit zu verbringen, aus dem Fenster zu schauen.“)
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