Spaltbarkeit

Alle Gesteine können nach ihrer Spaltbarkeit eingeordnet werden. Granite, Kalksteine und Marmor zählen zu den schlecht zu spaltenden Arten, Gneise und Porphyr verfügen über eine mäßige Spaltbarkeit und nur Schiefer und Plattenkalke besitzen die ausgeprägte Spaltbarkeit, die für die Weiterverarbeitung so entscheidend ist. Sie ist eine der wichtigsten Stoffeigenschaften von Schiefer.

Spaltbarkeit
Gespaltene Dachschiefer

Bei Mineralien und Kristallen bezeichnet die Spaltbarkeit grundsätzlich die Eigenschaft entlang bestimmter paralleler Ebenen zu brechen. Gespaltene Steine sind demnach plan gebrochene Steine mit einer relativ glatten Bruchfläche.

Bei der Entstehung wird das Gestein durch hohen Druck und hoher Temperatur neu kristallisiert. Während der Gesteinsumwandlung kommt es zu einer Neuausrichtung der Mineralien im Stein. Diese Mineralien sind plättchenförmig und werden als Glimmer bezeichnet, sie sorgen für eine gute Spaltbarkeit. Sind die Abstände zwischen den einzelnen Glimmerlagen im Millimeter- bzw. Zentimeterbereich, kann es sich um Schiefer handeln, bei größeren Abständen - zwischen Zentimetern und Dezimetern - ist Gneis entstanden. Die Spaltdicke für Dachschiefer beträgt in Deutschland 4-6 mm, d.h. im Mittel 5 mm. Qualitativ schlechtere Schiefer, also z.B. Schiefer mit einem Kalkgehalt von mehr als 5% müssen dicker gespalten werden.

Zu den spaltrauen Materialien (also Gesteinen, die sich spalten lassen) werden folgende Gesteine und ihre typischen Vertreter dazugezählt:

  • Plattenkalke - Solnhofer
  • Fein geschichtete Sandsteine - Modak
  • Kalkschiefer - Dalles de Sembrancher
  • Tonige Kalkschiefer - Ardesia d`Italia
  • Tonschiefer, weich - Peacock, Gomma und Mayur
  • Tonschiefer, hart - Jaddisch, Mustang und Brasil grey
  • Phyllite - Porto-Schiefer, Otta und Pillarguri
  • Glimmerschiefer - Glitterquarzit und Albino
  • Quarzitische Schiefer - Alta, Flammet und Oppdal

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Beispiel Moselschiefer (Wilde Deckung auf dem Dach)

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Schiefer-Dachdeckung an einem Einfamilienhaus

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Traditionelle Schiefereindeckung im Steildach: Kloster Paradies in Soest

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