Sonnenschutz: Sonnenschutzgläser

Ebenso wie bei Wärmedämmverglasungen sind heute bei Sonnenschutz-Isoliergläsern hauchdünne Low-E-Beschichtungen aus Edelmetallen Stand der Technik. Dadurch kann eine hohe Lichtdurchlässigkeit bei zulgeich reduzierter Gesamtenergiedurchlässigkeit erreicht werden.

Sonnenschutzgläser machen zusätzliche Kühl- und Verschattungsmaßnahmen weitestgehend überflüssig. Hier das hochselektive Sonnenschutzglas SGG Cool-Lite XTREME 50/22 II von Saint-Gobain Glass
Sonnenschutzverglasung der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) in Stuttgart (Wöhr Architekten, München-Bogenhausen)
Funktionsweise von Sonnenschutzglas

Im Unterschied zu Wärmedämmverglasungen, bei denen die Beschichtung auf Position 3 angeordnet wird, geschieht dies bei Sonnenschutzgläsern normalerweise auf Position 2, d.h. der Innenseite der äußeren Scheibe des Isolierglases.

Bei hochwertigen Verglasungen wird heute häufig eine Kombination aus Sonnenschutzbeschichtung auf Position 2 und Wärmedämmbeschichtung auf Position 3 gewählt. Neben farblich nahezu neutralen Beschichtungen können auch die früher üblichen, spiegelnden Beschichtungen gewählt werden. Die Verwendung von thermisch verbesserten Abstandhaltern (siehe Wärmedämmgläser und Warme Kante) hat den zusätzlichen Vorteil, dass sich die Kondensatbildung im Randbereich des Isolierglases verringert.


Im Zusammenhang mit Sonnenschutzgläsern werden üblicherweise folgende Kennwerte verwendet:

  • g-Wert: Der Gesamtenergie-Durchlassgrad gibt an, wie viel Sonnenwärme durch das Glas in den Raum gelangt. Der g-Wert sollte bei effizienten Sonnenschutzgläsern zwischen 0,2 und 0,4 liegen.
  • U-Wert: Der Wärmedurchgangskoeffizient beschreibt, wie viel Energie durch Verglasung (Ug), Fensterrahmen (Uf) und Fenster (Uw) nach draußen entweicht – je niedriger, desto besser.
  • LT-Wert: Die Lichttransmission benennt den Anteil des Tageslichts, der durch das Glas ins Rauminnere gelangt – sie sollte möglichst hoch sein, üblich sind 40–80 %.
  • Ra: Der Farbwiedergabeindex kennzeichnet, wie naturgetreu Farben durch das Sonnenschutzglas zu erkennen sind – Ra-Werte ≥ 90 % bedeuten eine sehr gute Farbwiedergabe.
  • b-Faktor: Der Beschattungskoeffizient bezeichnet das Verhältnis vom g-Wert der bewerteten Verglasung zum g-Wert einer Isolierglasscheibe ohne Beschichtung, der üblicherweise mit 80 % angesetzt wird. Hierbei handelt es sich um eine entscheidende Größe zur Berechnung der Kühllast und ein Maß der Sonnenschutzwirkung.
  • S: Die Selektivität beschreibt das Verhältnis von Lichttransmission (LT) zum Gesamtenergie-Durchlassgrad (g-Wert) – leistungsstarke Gläser bieten eine Selektivität von ca. 2.

Fachwissen zum Thema

Magnetron-Beschichtungsanlage

Magnetron-Beschichtungsanlage

Glasbearbeitung

Beschichtungen von Glas

Ob Norden, Osten, Süden oder Westen: Der Einsatz von Sonnenschutzglas kann an allen Fassaden sinnvoll sein.

Ob Norden, Osten, Süden oder Westen: Der Einsatz von Sonnenschutzglas kann an allen Fassaden sinnvoll sein.

Bauphysik

Sonnenschutz: Anforderungen an den sommerlichen Wärmeschutz

Sonnenschutz: UV-Durchlässigkeit

Bauphysik

Sonnenschutz: UV-Durchlässigkeit

Wärmedämmung mit Glas? Das funktioniert, wenn Isolierverglasungen mit einer sogenannten low-e-Beschichtung ausgestattet sind.

Wärmedämmung mit Glas? Das funktioniert, wenn Isolierverglasungen mit einer sogenannten low-e-Beschichtung ausgestattet sind.

Bauphysik

Wärmeschutzverglasung

Bauwerke zum Thema

Der Erweiterungsbau der Kunsthalle Mannheim steht am Friedrichsplatz unweit des historischen Wasserturms

Der Erweiterungsbau der Kunsthalle Mannheim steht am Friedrichsplatz unweit des historischen Wasserturms

Kultur

Erweiterungsbau der Kunsthalle Mannheim

Über den Ehrenhof gelangen die Besucher zum Haupteingang an der Nordseite der Bibliothek

Über den Ehrenhof gelangen die Besucher zum Haupteingang an der Nordseite der Bibliothek

Bildung

Folkwang Bibliothek in Essen

Ähnlich wie im Grand-Canyon-Nationalpark in Arizona haben Wind und Wasser tiefe Schluchten und ungewöhnliche Felsformationen geschaffen

Ähnlich wie im Grand-Canyon-Nationalpark in Arizona haben Wind und Wasser tiefe Schluchten und ungewöhnliche Felsformationen geschaffen

Sonderbauten

La Casa del Desierto in Gorafe

Überlagerung von öffentlichen und privaten Verkehrswegen

Überlagerung von öffentlichen und privaten Verkehrswegen

Büro/​Verwaltung

Zentrale der Aachen Münchener Versicherung in Aachen