Schaumglas

Schaumglas ist ein Dämmstoff, der durch das Aufschäumen von Glas entsteht. Hauptbestandteil ist Altglas, der je nach Herstellungsverfahren ergänzt wird durch Zuschlagstoffe wie z.B. Dolomit, Feldspat, Kalk und Sand.

Wegen seiner relativ hohen Druckfestigkeit (0,5 – 1,2 N/mm²) kommt Schaumglas vor allem überall dort zum Einsatz, wo Wärmedämmung und Lastaufnahme gleichzeitig gefordert sind.
Je nach Herstellungsverfahren wird das Schaumglas durch Zuschlagstoffe wie z.B. Dolomit, Feldspat, Kalk und Sand ergänzt.
Schaumglas ist auch als WDVS einsetzbar.

Die Herstellung von Schaumglas erfolgt in zwei Hauptverfahren:

  • Formengussverfahren: Hierbei wird das geschmolzene Glas zu feinem Pulver vermahlen, mit einer kleinen Menge Kohlenstoff versetzt und in Edelstahlformen gefüllt. Diese Formen durchlaufen einen Ofen, in dem das Gemisch aufschäumt und eine hermetisch geschlossene Zellstruktur bildet. Nach kontrollierter Abkühlung entstehen maßhaltige Platten oder Formteile.

  • Kontinuierliches Bandverfahren: Eine alternative, energetisch günstigere Methode zur Plattenproduktion. Die nutzt einen kontinuierlichen Prozess, bei dem das Glasgemisch auf einem Band aufgeschäumt wird. Durch optimierte Steuerung von Temperatur und Abkühlung entstehen großflächige Platten mit homogener Struktur, die sich effizient weiterverarbeiten lassen. Hierdurch können großformatigere Platten produziert werden, die weitere Anwendungen ermöglichen, die im Formengussverfahren nicht möglich sind.

Eigenschaften

Rohstoffe und der Herstellungsprozess bestimmen die Eigenschaften des Dämmstoffes. Schaumglas ist nicht brennbar, druckfest, feuchtigkeitsunempfindlich, wasser- und dampfdicht. Entsprechend gut eignet es sich für Außenanwendungen und Bereiche mit hohen Druckbelastungen.

Anwendungen im Hochbau

  • Flachdächer und Steildächer
  • Begrünte Dächer
  • Parkdecks, Terrassen
  • Erdreichaußenwand/Boden, lastabtragende Gründungsplatten
  • Fassaden, Wände, Mauerfußpunkt
  • Innendämmungen

Technische Daten*
Wärmeleitfähigkeit λ: 0,036 W/(mK)
Rohdichte ρ: 100-165 kg/m³
Wasserdampfdiffusionswiderstand μ: dampfdicht
Baustoffklasse nach DIN 4102: A1

*Anmerkung: Alle Angaben ohne Gewähr. Die Werte können sich aufgrund von Produktweiterentwicklungen ändern, sind aber aufgeführt, um als Anhaltspunkte zu dienen.

Fachwissen zum Thema

Zu den erdberührten Bauteilen zählen Bodenplatten, Sockelbereiche, Fundamente und bei einer Unterkellerung auch die Kellerwände.

Zu den erdberührten Bauteilen zählen Bodenplatten, Sockelbereiche, Fundamente und bei einer Unterkellerung auch die Kellerwände.

Wand

Erdberührtes Bauteil

Mit Ortschaum lassen sich Fugen, Ritzen und Löcher ausfüllen und somit abdichten.

Mit Ortschaum lassen sich Fugen, Ritzen und Löcher ausfüllen und somit abdichten.

Dämmstoffe

Schaumkunststoffe als Ortschäume

Die Wärmeleitfähigkeit ist eine der zentralen Größen bei der bauphysikalischen Bewertung von Gebäuden und hilft, Dämmstoffe zu vergleichen.

Die Wärmeleitfähigkeit ist eine der zentralen Größen bei der bauphysikalischen Bewertung von Gebäuden und hilft, Dämmstoffe zu vergleichen.

Eigenschaften

Wärmeleitfähigkeit

Surftipps

Kontakt Redaktion BauNetz Wissen: wissen@baunetz.de
Baunetz Wissen Dämmstoffe sponsored by:
Deutsche Rockwool | Kontakt 02043 / 408 408 |  www.rockwool.de