Regenwasserversickerung: Systeme
Gemäß Arbeitsblatt DWA-A 138-1
Die Regenwasserversickerung unterstützt den natürlichen Wasserkreislauf, schützt lokale Wasserressourcen,
entlastet öffentliche Abwasserkanäle bei Regenfällen und vermeidet
Über- und Rückstauerscheinungen bei Starkregen. Maßgebende
Grundlage und für jede Versickerungsanlage zu berücksichtigen ist
das Arbeitsblatt DWA-A 138-1 (10/2024): Anlagen zur Versickerung von Niederschlagswasser – Teil 1: Planung, Bau,
Betrieb der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft,
Abwasser und Abfall (DWA). Zusätzlich sind das
jeweilige Landesrecht und örtliche Vorgaben der zuständigen
Wasserbehörden zu beachten. Das DWA-Arbeitsblatt unterscheidet
folgende Systeme der Regenwasserversickerung:
Flächen-Versickerung
Nutzt eine Fläche zur Verteilung von Regenwasser für die direkte Versickerung. Geeignet für Gebiete mit Platz und guter Bodendurchlässigkeit, jedoch nicht für Regionen mit hohem Grundwasserstand.
Becken-Versickerung
Das Regenwasser wird temporär in einem Becken gespeichert und von dort langsam in den Untergrund abgegeben. Die Größe des Beckens sollte entsprechend des erwarteten Niederschlagsvolumens und der Bodenbeschaffenheit gewählt werden.
Mulden-Versickerung
Hierbei wird das Wasser in künstlich angelegten Mulden oder Vertiefungen gesammelt. Diese Mulden ermöglichen eine langsame Versickerung des Wassers in den darunterliegenden Boden. Mulden können auch bepflanzt werden, um die Versickerungsfähigkeit zu erhöhen und die Ästhetik zu verbessern.
Rigolen-Versickerung
Rigolen sind unterirdische Rückhaltesysteme, in denen das Regenwasser gesammelt wird. Sie können aus Schüttmaterialien wie beispielsweise Kies oder aus Fertigteilen bestehen. Eine oberirdische Bepflanzung kann Erosion verhindern und gleichzeitig die ästhetische Wirkung der Rigole erhöhen.
Mulden-Rigolen-Versickerung
Dieses System kombiniert Mulden und Rigolen: Das Wasser wird zunächst in Mulden gesammelt und dann über Rigolen in den Boden abgeleitet. Diese Variante nutzt die Vorteile beider Systeme.
Rohr-Rigolen-Versickerung
Bei diesem Ansatz wird das Prinzip der Rigolen mit Rohren kombiniert. Das Wasser fließt durch die Rohre und versickert von dort aus langsam im umgebenden Boden. Die Rohre müssen regelmäßig überprüft und gereinigt werden, um Verstopfungen zu verhindern.
Schacht-Versickerung (z.B. per Sickergrube)
Das Regenwasser wird in tiefen Schächten oder Gruben gesammelt, die eine gezielte Infiltration in den Untergrund ermöglichen. Eine regelmäßige Inspektion und Wartung stellen sicher, dass sich keine gefährlichen Chemikalien oder Schadstoffe im Wasser ansammeln.
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