Profilglasfassade mit Wärmedämmung

Transluzente Glasfasern als Einlage erhellen Opernfundus Hamburg

Hier spielt die Musik: in der Oper. Eine solche Bühnenaufführung ist nicht nur ein Ohren- sondern auch ein Augenschmaus für die Besucherinnen und Besucher – dank Kostümen, Bühnenbild und Requisiten. Um den Fundus aufzubewahren, wird viel Platz benötigt. Für die Hamburger Staatsoper hat das Büro DFZ Architekten einen Neubau für die Dekorationswerkstätten sowie als Lager von Masken, Kostümen, Kulissen und dekorativen Komponenten auf dem Gelände des Huckepackbahnhofs realisiert. Auf einer Fläche von rund 20.000 Quadratmetern hat der Opernfundus nun Platz. Die Fassade besteht aus gekanteten, rötlich beschichteten Aluminiumblechen, die abstrakt an einen Bühnenvorhang erinnern, sowie aus Profilglaselementen an der Nord-, an der Westseite und am Eingangsbereich.

Das Profilglas verfügt über eine transluzente Wärmedämmung. Die schwarze Färbung erhält es durch eine Sonnenschutzeinlage aus Mesh.
Die Innenansicht demonstriert den hohen Tageslichteintrag des von außen opak wirkenden Glases.
Zum Einsatz kam die transluzente TIMax GL Isoliereinlage des Herstellers Wacotech.

Für die doppelschaligen U-Profilglaselemente entschieden sich die Planer, da durch die eingesetzten Fenster nicht genug Tageslicht in den Innenraum fiel. Um den Tageslichteintrag durch eine Dämmschicht nicht zu mindern, kommt im zweischaligen Standardaufbau des Glases die lichtdurchlässige Wärmedämmeinlage TIMax GL-PlusF des Herstellers Wacotech zum Einsatz. Die transluzente Wärmedämmung besteht aus einem lichtdurchlässigen Gespinst aus dünnen Glasfasern. Die Wärmedämmwirkung wird durch die eingeschlossene, stehende Luft erreicht. Die Glasfasern bewirken Lichtstreuung und eine schlagschattenfreie Raumausleuchtung: Sie verhindern Blendung durch direkte Sonneneinstrahlung.

Zur Verminderung des Sonneneintrags kombinierten die Planer die Isolierschicht mit der Sonnenschutzeinlage TIMax Mesh in schwarz. Basis der Einlage ist ein dekoratives weißes Gittergewebe, das in allen RAL- und NCS-Tönen beschichtet werden kann und dabei lichtdurchlässig bleibt. In der weißen Variante wird es als zusätzliche Sonnenschutzeinlage hinter der äußeren Profilglasscheibe eingesetzt. Es reflektiert einen Teil der Sonnenstrahlung und reduziert damit laut Herstellerangaben die sommerliche Überhitzung und den g-Wert um bis zu 30 Prozent.

Architektur: DFZ Architekten, Hamburg; Hersteller: Wacotech, Herford

Fachwissen zum Thema

Isolierverglasungen in verschiedenen Ausführungen Hauptbahnhof Berlin, Architekten: von Gerkan, Marg und Partner Architekten (gmp)

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Materialien

Glas

Die Glasfassade der Hamburger Elbphilharmonie setzt sich aus 1.100 unterschiedlichen Elementen zusammen, Architekten: Herzog & de Meuron

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Fassadenarten

Glasfassaden

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