KNX-IP

KNX-IP ist eine Erweiterung des KNX-Standards, bei dem die Kommunikation über IP-basierte Netzwerke wie Ethernet oder WLAN erfolgt. Dabei werden KNX-Telegramme – das sind vor allem Steuerungsbefehle und Dateninformationen – in IP-Pakete umgewandelt und über das lokale Netzwerk oder das Internet übertragen. Diese Technik wird vor allem genutzt, um mehrere Kommunikationslinien zu verbinden, um KNX-Systeme fernzusteuern (zum Beispiel per App) oder um eine Programmierschnittstelle zu schaffen.

Vorteilhaft sind die hohe Übertragungsgeschwindigkeit, die einfache Integration in bestehende IT-Infrastrukturen, sowie der Fernzugriff auf die Gebäudeautomation. KNX-IP eignet sich besonders für sogenannte komplexe oder verteilte Systeme, für die Flexibilität und Netzwerkintegration eine zentrale Rolle spielen.

Nachteile von KNX-IP sind die Störanfälligkeit bei Netzwerkproblemen, der teils höhere Konfigurationsaufwand sowie die Kosten für IP-kompatible Geräte. Zudem ist nicht jedes KNX-Gerät direkt IP-fähig, sodass zusätzliche Schnittstellen nötig sein können. 

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