HPQ Living in Frankfurt am Main

Zwillingstürme mit Aussicht

Wohnen am Wasser, Wohnen am Park, Wohnen mit Aussicht: Wer möchte das nicht? Für einige Menschen im Frankfurter Stadtteil Ostend gingen alle drei Wünsche in Erfüllung. In unmittelbarer Nähe zum grünen Mainufer und der Europäischen Zentralbank entsteht hier das Hafenpark-Quartier (HPQ). Direkt am Park befindet HPQ Living, ein großer Wohn- und Hotelkomplex mit zwei Türmen, geplant von Hadi Teherani Architects.

Die beiden Türme werden als „High Side“ vermarktet. Sie verfügen über 12 bzw. 14 Wohngeschosse.
In den Turmkronen liegen die Penthouses, die jeweils über eine großzügige Dachterrasse verfügen.
Die großzügigen Wohn- und Essbereiche orientieren sich zur Glasfassade.

Die hervorragende Lage von Frankfurt-Ostend zieht seit einiger Zeit zunehmend Investoren an. Allmählich verschwinden Gewerbe und Industrie, während neue Büros, Hotels und Apartmenthäuser fertiggestellt werden. Den südwestlichen Schlussstein bildet das große Hafenparkquartier des Immobilienentwicklers B&L Real Estate. Er verspricht, dem Stadtteil „eine neue, spannende Identität“ zu geben. Besonders auffällig ist das HPQ Living im südlichen Baufeld. Hier entstehen insgesamt 266 Eigentumswohnungen, 11 Townhouses und 11 Penthouses, Büros sowie ein Konferenz- und ein Boutique-Hotel. 

Wohnen am Hafenpark 

Eine durchbrochene Natursteinfassade kennzeichnet den unregelmäßigen Blockrand, zwei Glastürme sind zum Ufer vorgerückt. Den 5.000 Quadratmeter großen Innenhof mit 100 Bäumen beschreiben die Immobilienentwickler als „private grüne Oase“ – ein Erholungsort in der geschäftigen Finanzmetropole. Hinzu kommt eine begrünte Dachterrasse mit einer Fläche von 250 Quadratmetern. Der gesamte Komplex bietet 288 Wohnungen, 141 davon in den Türmen: fast alles Eigentumswohnungen.

 

Zwillingstürme mit Aussicht 

Die beiden rund 60 Meter hohen Türme, als High Side vermarktet, stehen auf einem kompakten Fuß, über dem 12 bzw. 14 Wohngeschosse auskragen. An dieser Stelle ist die Blockrandbebauung abgesenkt – hier befinden sich die zweigeschossigen Reihenhäuser mit privaten Gärten zum Innenhof. In den Kronen der Wohntürme sind jeweils zwei rund 200 Quadratmeter große Penthouses mit eigener Dachterrasse untergebracht. Die übrigen Geschosse nehmen je sechs Wohnungen mit 56 bis 122 Quadratmetern Fläche auf.  

Durch die kieselartigen Grundrissformen bei den Türmen entstehen gerundete Fronten, die gleich mehrere Sichtbezüge ermöglichen – so ist für maximale Aussicht auf Main und Skyline gesorgt. Entsprechend orientieren sich die großzügigen Wohn- und Essbereiche zur Glasfassade und den eingelassenen Loggien, während Bäder und Wirtschaftsräume nahe am Aufzugs- und Treppenkern angeordnet sind.

 

Fassade: Sonnenschutz mit Durchblick

Die Turmsockel weisen eine teils perforierte Aluminiumfassade auf. Oben sorgen bodentiefe Fenster sowie Schiebefaltelemente und Glasbrüstungen an den Loggien für ungehinderten Durchblick. Damit sich die Wohnungen trotz der hochtransparenten Fassade im Sommer nicht zu stark aufheizen, wurden einerseits Unterflurkonvektoren und eine dezentrale Wohnraumlüftung verbaut, andererseits ein variabler Sonnenschutz. 

Gewählt wurden die Metallbehänge s_onro und s_enn des Herstellers MHZ. Sie zeichnen sich durch schlanke Profile aus, die Tageslichteinfall und Durchblick erlauben und dabei direkt einstrahlende Sonne abhalten. Je nach Einstellung lässt sich der solare Energieeintrag um bis zu 90 % reduzieren. Der Öffnungsanteil kann rund 20 % erreichen.

Bautafel

Architektur: Hadi Teherani Architects, Hamburg
Projektbeteiligte: Drees & Sommer; B&L Gruppe (Projektentwickler); Adolf Lupp (Baufirma); IGTech, Hamburg (Gebäudetechnik); EBENER, Bad Marienberg (Fassade, Schiebefaltanlagen, Glasgeländer, Dachverkleidungen, Fassadenbefahranlagen); MHZ, Leinfelden-Echterdingen (Hersteller Metallbehänge s_enn und s_onro)
Bauherr*in: B&L Real Estate, Hamburg
Fertigstellung: 2027 (geplant)
Standort: Mayfarthstraße 5, 60314 Frankfurt am Main
Bildnachweis: Wolfgang Stahr

BauNetz Architekt*innen

Fachwissen zum Thema

Isolierverglasungen in verschiedenen Ausführungen Hauptbahnhof Berlin, Architekten: von Gerkan, Marg und Partner Architekten (gmp)

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Materialien

Glas

Feststehende, mit Keramik bestückte Vertikallamellen am Clay-Museum in Middlefart; Architektur: Kjaer & Richter, Aarhus

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Zusatzelemente

Sonnenschutz außen

Surftipps

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