Blickle-Verwaltungsgebäude in Rosenfeld

Das Rad neu erfinden

Seit 1953 stellt das Familienunternehmen Blickle Räder und Rollen her. Die Belegschaft der Firma ist in den vergangenen Jahren gewachsen, sodass das in Rosenfeld befindliche Verwaltungsgebäude um einen Erweiterungsbau ergänzt werden musste. Insgesamt konnten so rund 200 bis 250 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Für die Planung des neuen Verwaltungsgebäudes zeichnet das Architekturbüro Schmelzle und Partner aus Freudenstadt verantwortlich. Die Innenarchitektur stammt von Geplan Design.

Die Deckengestaltung ist dem traditionellen Speichenrad eines Oldtimers entlehnt.
Auch die filigranen Leuchten lassen an Räder denken.
In dem Rundbau befindet sich unter anderem das Betriebsrestaurant für die Mitarbeitenden.

Büros, Teststrecke und Betriebsrestaurant unter einem Dach

Das Planungsbüro entwarf den Empfangsbereich und das Betriebsrestaurant als einen Rundbau, der dem Verwaltungs- und Kundenzentrum vorgelagert ist. Das Empfangsfoyer geht fließend in einen Ausstellungsbereich über, in dem die Produkte der Firma gezeigt werden. In einem separaten Testbereich – dem sogenannten Blickle Experience Center – werden die Produkte zwecks Qualitätssicherung auf einer Teststrecke vorgeführt. Das Besondere an diesem Parcours ist die wechselnde Beschaffenheit der Untergründe und eine Rampe mit verschiedenen Neigungen, sodass die Räder und Rollen unterschiedlichsten Belastungsszenarien ausgesetzt werden können.

Von den 1.200 Mitarbeitenden sind 900 im Rosenfelder Industriegebiet Dornbrunnen tätig. Bei der Gestaltung der Arbeitsplätze setzte das Planungsteam auf Kombibüros in Zusammenspiel mit zahlreichen Rückzugs- und Kommunikationsbereichen. Durch die hohen Glasanteile in der Fassade werden die Innenräume mit viel Tageslicht versorgt.

Das Rad als Vorbild

Sowohl der Grundriss des vorgelagerten Baukörpers als auch zahlreiche gestalterische Elemente im Inneren spielen auf das Produktportfolio der Firma an. Nicht nur Fenster- und Türprofile, sondern auch Möblierung, Bodenbeläge und die Deckengestaltung wurden radial geplant und ausgeführt. In der Café-Lounge wurden die Wände mit einer Tapete versehen, die ein abstrahiertes Rad-Motiv zeigt. Auch die Deckenleuchten lassen an Räder denken. Außerdem findet sich die Farbe der Firma – ein knalliges Apfelgrün – an vielen Stellen in der Innenausstattung wieder.

Wendeltreppe als Blickfang

Eine skulpturale Wendeltreppe des Herstellers METALLART Treppen setzt einen effektvollen Akzent in dem neuen Kundenzentrum. Sie wurde als dreiläufige, gleichmäßig gerundete Stahlwangentreppe konzipiert und verbindet vier Ebenen miteinander, wobei zwischen Erdgeschoss und erstem Obergeschoss eine Zwischenebene eingezogen wurde, die über eine Art Brücke erschlossen wird. Als Absturzsicherung wurde eine Brüstung aus Weißglas gewählt, die der Treppe ein leichtes Erscheinungsbild verleiht. Die Stufen wurden mit einem hellen Holz belegt. Analog dazu ist der geschwungene Handlauf, der an der äußeren Brüstungswange befestigt wurde, ebenfalls aus Holz.

Bautafel

Architektur: Schmelzle und Partner, Freudenstadt
Projektbeteiligte: Geplan Design, Stuttgart (Innenarchitektur); METALLART Treppen, Salach (Treppenbau)
Bauherr*in: Blickle Räder und Rollen
Fertigstellung: 2023
Standort: Heinrich-Blickle-Straße 1, 72348 Rosenfeld
Bildnachweis: studio-khf.de; Bernhard Kahrmann / METALLART Treppen

Fachwissen zum Thema

Repräsentative Wendeltreppe mit dominanten Stahl-Brüstungswangen im Foyer der Firma Berger-Lacke.

Repräsentative Wendeltreppe mit dominanten Stahl-Brüstungswangen im Foyer der Firma Berger-Lacke.

Materialien/​Baustoffe

Stahltreppen

Betontreppe mit Brüstungswangen aus Stahl im Foyer der Firma Truma Gerätetechnik

Betontreppe mit Brüstungswangen aus Stahl im Foyer der Firma Truma Gerätetechnik

Treppenkonstruktionen

Wangentreppen

Surftipps

Kontakt Redaktion Baunetz Wissen: wissen@baunetz.de
Baunetz Wissen Treppen sponsored by:
METALLART Treppen GmbH
Hauffstr. 40
73084 Salach
www.metallart.com