Grundschule in Alphen aan den Rijn

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Fassade aus Klinkern im Waalformat

Die Kleinstadt Alphen aan den Rijn liegt in der niederländischen Provinz Südholland an dem Fluss Oude Rijn. Dieser war zur Zeit der römischen Besiedlung ein Hauptarm des Rheins und gleichzeitig die Nordgrenze des Imperiums. Mit Bezug auf die Stadtgeschichte entstand hier nach Plänen von Faro Architecten ein Neubau der römisch-katholischen Grundschule Bonifiacius. Die Gestaltung des Gebäudes ist geprägt durch Bögen, Tore und Mauern. Bereits 2006 erhielt das Architekturbüro den Auftrag, einen Masterplan für das Stadtzentrum zu erstellen. Mit dem Schulbau wurde 2011 das erste Gebäude des Masterplans verwirklicht.

Der Baukörper besteht aus einem Sockel aus Backstein und einem darüberliegenden Quader mit einer Hülle aus Leichtmetall. Charakteristisches Merkmal des Sockels sind die Bögen. Die Fassade der Obergeschosse aus Leichtmetall erhielt horizontale Linien und stellt einen Kontrast in Material, Oberfläche und Farbe zum Sockel her. Das Innere des Gebäudes ist in zwei Teile gegliedert: In dem einem befinden sich die insgesamt 14 Klassenräume, in dem anderem Verwaltung, Technikräume, die Turn- sowie die Pausenhalle. Die Klassenräume des Erdgeschosses verfügen über direkte Zugänge auf den Schulhof. Die zweigeschossige Sporthalle erstreckt sich über das zweite und dritte Geschoss und liegt über der großen ebenfalls zweigeschossigen Pausenhalle, die auch für Veranstaltungen genutzt werden kann. Das Volumen der Sport- und der Pausenhalle ist von außen in der Fassadengestaltung abzulesen. Der angrenzende Schulhof ist durch eine Backsteinmauer eingefasst.

Aufgrund der energetischen Anforderungen ist der Baukörper kompakt gehalten und als Niedrigenergiebau konzipiert. Eine Lüftungsanlage mit integriertem Wärmetauscher reduziert den Heizenergieverbrauch.

Mauerwerk
Die Architekten wählten als Material für die Fassade Klinker, um einen Bezug zu der römischen und mittelalterlichen Vergangenheit der Stadt herzustellen. So passt es sich, laut Architekten, am selbstverständlichsten in den historischen Kontext des Stadtzentrums ein.

Die zweischalige Wandkonstruktion mit Luftschicht und Wärmedämmung entspricht den gesetzlichen Anforderungen des Niedrigenergiehauses in den Niederlanden. Eine 170 mm starke Schicht aus Steinwolle dient als Wärmedämmung. Die Vormauerziegel sind gelocht und entsprechen dem Waalformat mit den Abmessungen 210 x 100 x 50 mm.

Bautafel

Architekten: Faro Architecten, Lisserbroek
Projektbeteiligte: Adviesburo Kaskon, Zoetermeer (Tragwerksplanung); Nieman, Utrecht (Bauphysik); Galjema, Rijswijk (Haustechnik);  Wienerberger, Zaltbommel (Klinkerhersteller; Marke Terca)
Bauherr: Gemeente Alphen aan den Rijn
Fertigstellung: 2011
Standort:
Paradijslaan 11, 2405 Alphen aan den Rijn

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