Youtube Guide: Stadtblick Zinshaus
Wirtschaftlichkeit als Planungsgrundlage
Die Rente sinkt und Kosten steigen – wer sich im Alter absichern möchte, muss investieren und das am besten frühzeitig. Neben der gesetzlichen Rente halten 58 Prozent der Bundesbürger*innen nach wie vor Immobilien – ob zur Eigennutzung oder Weitervermietung – für die beste Möglichkeit zur Altersvorsorge, so eine vom Immobilienverband Deutschland (IVD) in Auftrag gegebene Forsa-Studie von 2025. Doch die steigenden Baukosten könnten diesem Trend bald ein Ende setzen. Stefan Scholz, Architekt und Bauökonom, verliert die Hoffnung nicht. Stattdessen entwickelt er gemeinsam mit seinem Planungsbüro Stadtblick Architekten, mit Sitz in Hamburg und Berlin, einen Masterplan zum kostengünstigen Bauen von Mietshäusern.
Die Inspiration für das Projekt liegt, so Scholz in einem Interview, im systematischen Bauablauf der Gründerzeit. Große Immobiliengesellschaften nutzen das Konzept schon lange, nun sollen auch private Kapitalanleger profitieren. Ziel soll sein, ein seriell realisierbares System-Zinshaus zu schaffen, das nicht nur in Metropolregionen funktioniert, sondern auch in Städten mit moderatem Mietniveau.
Kostengünstig Bauen für die Altersvorsorge
Noch zum Ende des Jahres soll der erste Prototyp des Stadtblick-Zinshauses stehen und nachweisen, dass gute Mietshäuser qualitativ hochwertig und zugleich erschwinglich sein können. Gerechnet wird mit Kosten in Höhe von 3.000 Euro pro Quadratmeter Mietfläche bei einem Kaltmietwert von etwa 12,50 Euro pro Quadratmeter für ein Mehrfamilienhaus. Bei neu zu erwerbenden Grundstücken steigen die Kosten entsprechend dem Grundstückspreis. Um diese Preise zu ermöglichen, setzt der Bauökonom auf eine systematische Aufschlüsselung der einzelnen Kostenpositionen: von der Grundstückserschließung über den Roh- und Ausbau bis hin zu den technischen Anlagen und Nebenkosten. Neben dem Baupreis liegt der Fokus zudem auf der Qualität der Wohnräume. Sie sollen nachhaltig vermietbar, effizient genutzt, langlebig und förderfähig sein. Um den hohen Anforderungen gerecht zu werden, muss im Entwurfsprozess besonders vorausschauend geplant werden.
Kompakt, anpassbar, förderfähig
Der Prototyp wurde bewusst als zweigeschossiges Mehrfamilienhaus in Holzrahmenbauweise konzipiert. Grund dafür ist das gezielte Anstreben eines QNG-Nachhaltigkeitssiegels sowie einer KfW-Förderung. Beide sind erfahrungsgemäß einfacher durch einen kleinen Holzbau effizienter zu erreichen. Zudem sorgt die niedrige Gebäudeklasse für geringere Anforderungen an den Brandschutz, wodurch das Gebäude im Schnitt wesentlich günstiger wegkommt als ein gewöhnliches Doppelhaus mit vier Wohneinheiten. Der ausgetüftelte Planungsvorgang reduziert den planerischen Aufwand und wirkt sich zudem positiv auf die Baukosten aus, bei gleichbleibender Qualität. Auch die Ausführung soll systematisch und effizient gelingen, weshalb Stadtblick Architekten gemeinsam mit führenden Holzhaus-Anbietern zusammenarbeiten, um eine Konstruktionsweise zu optimieren. Das Projekt soll nicht nur als Vorzeigeobjekt dienen, sondern den Grundstein für die serielle Fertigung von bezahlbaren, qualitativ hochwertigen Immobilien für die Altersvorsorge bieten.
Auf seinem YouTube-Kanal teilt Scholz in kurzen, informativen Videos, worauf es beim Zinshaus tatsächlich ankommt. Von ganz persönlichen Einblicken in die Erkenntnisse des Architekten über Talkshows und Reden finden Sie hier spannende Tipps und Ansätze für das eigene Projekt. In monatlichen Videokonferenzen können Interessierte sich außerdem über ihre Erfahrungen austauschen.
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