Wohnsiedlung Schönegg in Littau

Raffstore und Markisen

An einer alten Wegverbindung zwischen Luzern und Littau, wurde auf dem Gelände einer ehemaligen Gärtnerei, eine Wohnsiedlung nach Plänen des Architekturbüros Lischer Partner realisiert: Drei punktförmige Mehrfamilienhäuser und ein länglicher Riegel - begrenzt durch einen markanten Hügel, die Luzernerstraße mit vereinzelten Wohnhäusern und umliegenden Gewerbebauten. Die Punkthäuser stehen versetzt zueinander entlang des Hügels im Nordosten und bilden einen parkähnlichen Freiraum mit nötigem Abstand zur angrenzenden Gewerbezone. Die Wohnungen orientieren sich dorthin mit großzügigen Loggien nach Süden und Westen und privaten Vorbereichen im Erdgeschoss.

Riegel parallel zur Luzernerstraße
Die Solitäre bilden einen gemeinsamen Freiraum
Die Zufahrt zur gemeinsamen Tiefgarage ist beleuchtet

Durch die über Eck versetzten Baukörper und eine begrünte Steinmauer an der Geländekante entstehen Höfe, die an drei Ecken offen sind und mit Blutbuchen bepflanzt wurden. Über einen gedeckten Zugang und ein von oben belichtetes Treppenhaus werden die Häuser erschlossen; im Untergeschoss sind sie durch ein Parkhaus verbunden, das von der Hauptstraße befahrbar ist. Der Riegel auf einem Betonsockel entlang der Luzernerstraße ist zurückhaltend gestaltet und öffnet sich nach Süden zum Freiraum mit Loggien über die gesamte Gebäudelänge. Die Punkthäuser sind mit einheitlichen Öffnungen versehen und mit einer Holzschalung verkleidet. Die insgesamt 35 Wohnungen mit 2,5 bis 5,5, davon die meisten mit 4,5 Zimmern gehören zum mittleren bis gehobenen Standard.

Die Wände und Decken sind aus Stahlbeton, die Außenwände des Langhauses mit vorgehängten Stahlbetonelementen und die der Punkthäuser als Holzelementbau ausgeführt. Deren hinterlüftete Haut aus sägeroher Weißtanne ist in drei verschiedenen Grüntönen gestrichen. Die Gebäude entsprechen dem schweizerischen Minergiestandard, ihre flachen Dächer sind extensiv begrünt.

Sonnenschutz
Die Lochfenster der Punkthäuser sind mit Raffstoren aus Aluminium im Farbton der Leibung ausgestattet - Perlmausgrau, einbrennlackiert. Die Raffstoren werden mit einer Kurbel handbetrieben, wobei die Führung in die Leibung integriert ist. Die Lochfenster des Langhauses haben keinen äußeren Sonnenschutz.

Die Verglasungen der Balkone sind mit Raffstoren aus Aluminium versehen, deren Führungen in die Holzleibungen integriert sind. Diese werden mit einem geräuscharmen Motor betrieben. Im Erdgeschoss sind alle Raffstore einbruchhemmend, alle Verbindungen und Lagerungen der Store sind schalldämmend ausgeführt.

Senkrechtmarkisen mit Führungsseil und Handantrieb, die mit den Brüstungen in einer Ebene liegen, schützen die Balkone aller Häuser vor zuviel Sonne. Das Gewebe ist beidseitig silberfarben und lässt etwa 20% der Strahlen durch. Im Bereich der Attiken schützen Gelenkarmmarkisen mit besonders großer Spannweite und beidseitig grauem Gewebe die Dachterrassen. -us

Bautafel

Architekten: Lischer Partner Architekten Planer, Luzern
Projektbeteiligte: Brigger+Käch Bauingenieure (Tragwerksplanung); Tripol Architekten, Littau (Bauleitung); Huesler + Hess, Luzern (Landschaftsarchitektur); Truecolour Jo Finger & Anita Walker Farbgestaltung und Signaletik, Luzern (Farbkonzept und -gestaltung); Griesser, Aadorf/Thurgau (Sonnenschutz)
Bauherr: Baugenossenschaft Matt, Littau
Standort: Schönegg, Littau
Fertigstellung: 2007
Bildnachweis: Lischer Partner Architekten Planer, Luzern; Roger Frei, Zürich; Andri Stadler, Luzern

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