Wochenendhaus in Nordmarka bei Oslo

Außen Kiefernholz, innen Birkenholz

Die Nordmarka ist ein großes Waldgebiet nördlich von Norwegens Hauptstadt Oslo. Mit weitem Ausblick in die Landschaft realisierten die Architekten Rever & Drage aus Oslo hier ein reduziert gestaltetes Ferienhaus in Holzständerbauweise. Die rund 29 Quadratmeter große Holzhütte bildet zusammen mit einer Bestandshütte aus den 1930er Jahren einen ruhigen Rückzugsort in der Natur.

An der Südseite verhindern kleine Sprossenfenster, wie sie den Bestand prägen, eine Überhitzung der Räume im Sommer.
Als Sonnenschutz an der Südseite dient auch die Rückenlehne einer Sitzbank, deren Holzlamellen bis unter das Dach geführt sind.
Das Fundament besteht aus Stahlbolzen.

Klassische Gestaltung mit modernen Elementen

In Form und Größe orientiert sich der Neubau mit rechteckigem Grundriss und einem Satteldach am Bestand, einem typisch traditionellen Wochenendhaus. Ein gen Westen orientiertes und über Eck geführtes Panoramafenster, dessen Rahmen parallel zur Dachschräge verlaufen, verleiht der Hütte ihr markantes, modernes Äußeres. Es eröffnet eine freie Sicht auf die umliegenden Wälder und Seen. Kleine Sprossenfenster an der Südseite orientieren sich am Bestandsgebäude und verhindern eine Überhitzung der Räume im Sommer. Ebenfalls an der Südseite befindet sich eine Sitzbank, deren schräge Rückenlehne aus hölzernen Lamellen bis unter das Dach geführt ist. Sie dient als Sicht- und Sonnenschutz für das große, über Eck geführte Panoramafenster.

Lichtdurchfluteter Wohnraum

Alte und neue Hütte fassen gemeinsam einen Hof an der Ostseite mit Aussicht nach Südwesten. Hier befinden die Eingänge beider Häuser. Der helle, offene Raum des Neubaus ist in verschiedene Ebenen aufgegliedert. Von der Eingangsebene mit kleiner Küchenzeile und Kamin, Bad und WC führt eine Stufe hinab in den Wohnbereich mit Esstisch. Mit diesem verbunden, aber leicht erhöht, liegt der Schlafbereich der Eltern. Über eine Sprossenleiter gelangen die Kinder hinauf in einen eigenen Spiel- und Schlafbereich.

Umweltbewusstes Bauen

Den Bauherren und Planern war es wichtig, den mit dem Neubau verbundenen Eingriff in die Natur so gering wie möglich zu halten. Neben der begrenzten Größe des Gebäudes wird die Umweltbelastung am Standort durch die Fundamenttechnik reduziert. Stahlbolzen wurden in das Grundgestein eingesetzt und beschränken das Fundament auf sechs kleine Bohrlöcher. Bei Bedarf ließe sich die Hütte auch zurückbauen und der Standort mit minimalem Aufwand beinahe vollständig wiederherstellen.

Bei der Konstruktion handelt es sich um einen Holzständerbau aus Kiefernholz. Für die Fassade kam geöltes Kiefernholz zum Einsatz. Den Innenraum dominiert helles, unbehandeltes Birkenholz an Wänden, Decken und Böden. Auch die Möbel sind überwiegend aus Holz gefertigt. Für die Küche kam zum Beispiel Birkensperrholz zum Einsatz. Das Holz wirkt temperatur- und feuchteausgleichend, verhält sich also günstig für das Raumklima.

Bautafel

Architektur: Rever & Drage, Oslo
Projektbeteiligte: Tom Auger, Martin Beverfjord, Eirik Lilledrange (Entwurf); Bjørn Vike and Jo Toftdahl (Bauleitung)
Bauherr*in: Privat
Fertigstellung: 2022
Standort: Nordmarka, Norwegen
Bildnachweis: Tom Auger

Fachwissen zum Thema

Holz und auch Holzwerkstoffe bieten eine Vielfalt von Möglichkeiten: Karbonisierte Holztafeln bilden die Fassade des Baugruppenhauses Frizz23 in Berlin-Kreuzberg (Deadline Architekten, 2019).

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Holz im Außenbereich

Außenwandbekleidungen aus Holz

Geneigte Dächer – belüftete Konstruktionen

Geneigte Dächer

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Aus der Jungsteinzeit bis in die Bronzezeit sind Überreste von Pfahlbauten erhalten, die eine frühe Holzbaukultur der Bodenseeregion und der Ostschweiz dokumentieren (im Bild: Unteruhldingen am Bodensee).

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Einführung

Geschichte des Holzbaus

Für tragende Bauteile aus Konstruktionsvollholz (KVH) gibt es bestimmte Qualitäts- und Verarbeitungskriterien.

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Baustoffe

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